Montag, 24. Oktober 2016

Viel geschehen

Die Zeit rast. Es ist viel geschehen.

Inzwischen ist der kleine Ole geboren. Meine Schwester ist zum zweiten Mal Oma geworden. Oles Schwester, die kleine Ida, freut sich sehr über ihren gesunden Bruder. Und sie muss immer wieder zur Vorsicht gemahnt werden, wenn sie mit ihren Zärtlichkeiten zu heftig ist. Sie verteidigt ihren Bruder gegen den großen Labrador, auch wenn die Mama erklärt, dass der ruhig schnüffeln darf. Aber wenn Ida an Ole dran ist, darf eben kein anderer an ihn ran, auch der Papa nicht. Sie ist schon richtig große Schwester.
Wir sind dankbar über das gesunde Kind, erleben wir doch gerade in der Gemeinde eine etwas andere und sehr notvolle Situation. Und so sind wir als Beter wieder kräftig in die Pflicht genommen, um die kleine Johanna, die in der 27. Woche geholt werden musste und der dann gleich eine schnell wachsende Geschwulst an der Pobacke entfernt werden musste, zu umbeten, sie und auch ihre Eltern und Geschwister. Aus der akuten Lebensgefahr ist sie heraus. Aber die Kleine hat noch einen weitern Weg vor sich.

Dienstag, 27. September 2016

Endlich ...

Endlich bin ich nun handwerkstechnisch mit meinem Wasserschaden durch.
Heute Nachmittag war noch der Klempner da. Und weil er so nett war, hat er mir gleich auch noch den Toilettendeckel wieder festgeschraubt. Das gelang mir nämlich nicht so richtig. Ich hatte wohl nicht genug Kraft dazu.
Einiges steht schon wieder an Ort und Stelle. Ob ich alle Bilder wieder aufhänge, weiß ich noch nicht. Da lasse ich mir mal lieber Zeit.
Nun muss nur noch mein Auto wieder in Schuss gebracht werden. Noch fahre ich nicht auf Reserve. Aber bald. Die Werkstatt braucht mein Auto dann zwei bis drei Tage. Ich glaube, ich lasse gleich die Winterreifen mit drauf machen, auch wenn wir noch sommerliche Temperaturen haben. Das kann sich ja im Sauerland gaaaaanz schnell ändern.

Der Garten ist auch vernachlässigt worden und nimmt das übel. Und ich habe das Gefühl, ich brauchte mal gaaaaanz viel Ruhe. Aber das wird wohl nichts. Na dann roste ich auch nicht.
Unseren Abazis, unserer ausgewiesenen Familie, versuchen wir auf viele Weise zu helfen. Es ist schön zu erleben, wie sich viele aus der Gemeinde engagieren. Und schon bald werden sie auch Besuch von uns bekommen. Sie sollen merken, dass sie nicht alleine sind. Wir setzen alle Hebel in Bewegung, sie wieder nach Deutschland zu holen. Wenn Gott will, gelingt das auch. Sonst zeigt er uns andere Wege auf, die Lieben zu stützen und zu unterstützen.

Mittwoch, 14. September 2016

Erschütterndes

Eine unserer Flüchtlingsfamilien ist heute Morgen um 06:30 Uhr von der Polizei zur Abschiebung abgeholt worden. Vater, Mutter und zwei kleine Töchter.
Seit fast einem Jahr wohnen sie bei uns, sind Mitarbeiter unserer Gemeinde geworden. Gestern hat die Mutter einen genehmigten Arbeitsvertrag unterschrieben. Sie, die Lehrerin ist, hatte eine halbe Stelle bei der Nachmittagsbetreuung bekommen. Sonja hatte in der Deutschprüfung die höchste Punktzahl erreicht.
Ihre ältere Tochter galt als behindert. Hier bei uns stelle sich heraus, dass sie schwerhörig ist und weniger behindert als angenommen. Trotzdem ist sie jetzt nach unseren Ferien in eine besondere Schule gekommen und schon nach einer Woche total aufgeblüht. Ihre kleine Schwester ist letzte Woche eingeschult worden.
Sonja half mit in unseren Deutschkursen für unsere Freunde aus den Nationen.
Alles schien gut zu laufen. Wir wussten, dass der Asylantrag abgelehnt worden war. Eine Petition schien Erfolg zu haben.
Immer wieder hatte die Familie gesagt, wenn sie ausreisen müssten, würden sie freiwillig gehen. Das war den Behörden bekannt.
Trotzdem diese klamm heimliche Aktion.
Sie durften mit niemandem reden.
Einer Iranerin, die im gleichen Haus wohnt und "zufällig" die Aktion, die sehr schnell über die Bühne ging,  konnte Sonja noch zurufen, dass sie telefonieren soll.
Die hat schnell geschaltet und angerufen, bei allen möglichen Stellen.
Es gab keinen Kontakt zu den Lieben.
Meine Schwester konnte irgendwann im Laufe des Vormittages mit Sonja über Handy sprechen, ganz kurz. Und sie hat mit der Bundespolizei und allen möglichen Stellen telefoniert. Nichts hat geholfen.
Unsere letzte Information war, dass sie alle vier in den Flieger nach Tirana/Albanien gesetzt würden. Das scheint so passiert zu sein.
Die Familie hatte Albanien verlassen, ist geflüchtet, weil es in Albanien keine Schule für die älteste Tochter gibt, auch keine Behandlungsmöglichkeit, auch keine Therapie. Sonja hat ihre Stelle dort verloren, weil sie eine "behinderte" (fast gehörlose) Tochter hat. Es ist unglaublich.
Und es war ein Schock für unsere anderen Freunde aus den Nationen, die bei uns leben und mit uns leben, denn alle hingen sehr an der Familie.
Gott hat andere Wege zu helfen. Wir beten und warten auf ein Wunder, wie Gott diese Situation löst, gerade auch für die kleine Ester. (Sie schreibt sich wirklich so.)

Da werden alle Kümmernisse und Beschwerden um die Beseitigung eines Wasserschadens ganz klein.

Erstens kommt es anders, zweiten als man denkt!

Das Treppenhaus mal eben mit streichen geht nicht. Es stellt sich heraus, dass die Tapeten nicht mehr halten und zumindest an einer Seite ganz herunter müssen. Das wurde leider erst klar, als der Treppenflur schon fast ganz gestrichen war. Tja, jetzt sind wir einmal dran. Also die Tapeten runter, morgen kommen dann neue drauf. Es wird sich alles etwas sehr in die Länge ziehen.
Aber besser jetzt, als in einem Jahr sehen, dass alles nicht viel genutzt hat.
Also: Zähne zusammen und durch. Es gibt viel Schlimmeres. Und das habe ich heute sehr erlebt, dass lässt mich über meinen Kleinkram wirklich klein werden.

Nu sind se da

Pünktlich um 08:00 Uhr klingelt es und drei Maler stehen vor der Tür. Sie laden ihre Sachen ab. Tja und dann verschwinden die beiden anderen wieder. Übrig bleibt einer.
Und der klebt nun gerade alles ab, nachdem ich ihm vorher noch einige Fragen gestellt und Bitten vorgetragen habe.
Ich bin mal gespannt.
Es "bewegt" sich jedenfalls etwas, es geht weiter.
Dafür bin ich dankbar.

Donnerstag, 8. September 2016

Es reicht

Nachdem ich nun einen Wasserschaden habe, bei dem zurzeit nichts weitergeht. Gab es noch einige andere kleine Unannehmlichkeiten, nach dem Motto: Ein Unglück kommt selten allein.
Es musste eine neue Festplatte für den PC her. Mit allem was das so an Arbeit und Geld mit sich bringt.
Dann fuhr ich mir eine dicke Schramme ans Auto. 25 Jahre fahre ich in meinen Garagenstellplatz. Tja und jetzt passiert es.
Dann hat die Faxleitung eine Macke. Der Fachmann muss her. Irgendwas hat der Anbieter verstellt und ich konnte nichts machen. Meine Schwester und ich faxen aber, weil ich ihre E-Mail-Adresse bin, immer noch.
In der Gästetoilette läuft immer ganz leicht Wasser nach. Das liegt am Schwimmer, glaube ich. Aber ich habe noch nicht raus bekommen, wie ich das ändern kann.
Heute nun tanke ich an der Tankstelle und eine Dame schreit: "Unter ihrem Auto läuft es." Jawoll, der Kraftstoff kam unter dem Auto hervorgelaufen. Der nette KFZ-Meister dort legte sich unters Auto, kam wieder hervor und sagte: "Ab in die Opel-Werkstatt." Ich hatte 15 Liter im Tank. Der Tank ist nicht leck, aber irgendwo die Zuleitung.
Die Opelwerkstatt bestätigt. Kostet viel. Ob der Tank auch erneuert werden muss, können sie erst sagen, wenn sie ihn mit abgeschraubt haben. Ich soll den Tank so weit wie möglich leer fahren. Auf jeden Fall muss die Zuleitung samt allen Ventilen usw. erneuert werden. Und falls der Tank beim Abbauen auch noch Macken aufweist, dann kommt er auch mit dran. Der macht das Ganze dann richtig teuer. Aber ein neues Auto ist bei mir nicht drin.
So: PC hat eine neue Festplatte.
Fax ist dank Fachmann auch wieder ok.
Schramme am Auto ist auch beseitigt, bzw. lackiert worden.
Wasserschaden ist noch nicht erledigt, Arbeiten stagnieren zurzeit.
Auto muss, wenn es leer gefahren ist, für 2 bis 3 Tage in die Werkstatt.

Mal gucken, was noch kommt, man gönnt sich ja sonst nichts.

Dienstag, 6. September 2016

Es zieht sich ...

Obwohl die Trockengeräte nun schon seit 1 1/2 Wochen abgeholt sind, geht es nicht weiter.
Die Decke ist weiter abgehängt, der Schacht weit offen, die Tapeten in beiden Etagen teilweise abgerissen.
Es geht nicht weiter.
Ich telefoniere hin und her. Nun habe ich Klarheit. Der Maler kann erst Mitte nächster Woche kommen. So lange bleibt die Teilbaustelle erhalten. Also lebe ich weiter im Kurmel. Aber das geht auch vorbei. Ist halt nur ein bisschen nervig.
Und manchmal kommt dann alles gleichzeitig.
Ich schramme mit dem Auto an einen Pfeiler in der Tiefgarage. 25 Jahr parke ich da ein und nichts passiert, aber jetzt.
Mein netter Tankwart konnte die dicke Schramme gut ausbessern. Man sieht nichts mehr.
Das Fax fängt an zu spinnen, sendet nicht mehr, sagt immer ich solle die gewählte Rufnummer überprüfen. Da es das bei allen Faxnummernbesitzern sagte, die ich kenne, lag es also an meiner Faxleitung.
Gestern Abend saß lange mein PC-Fachmann bei mir und hat das hingekriegt, was 1u1 nicht hinkriegte. Die haben dann von ihm einen Tipp bekommen. Kannten das Problem, aber die Ursache nicht.
Ein bisschen liegen meine Nerven blank.
Und ja, es gibt viel Schlimmeres. Und dann werde ich wieder dankbar, dass mit Hilfe und Geld einiges wieder in Ordnung kommt.