Seit einiger Zeit hatte ich Schwierigkeiten beim Sehen. Manchmal verschwammen die Buchstaben beim Lesen. Manchmal sah ich auch in der Ferne alles leicht verschwommen.
Aber eben nur manchmal.
Doch es nahm zu. Also bin ich mal schnell zum Optiker gezogen, um meine Augen überprüfen zu lassen, um zu sehen, ob die Brille noch ok ist. Neee, das war sie nicht. Sie saß nicht richtig. Also wurde sie neu angepasst.
Gleichzeitig wurden auch meine Augen untersucht und der Optiker versuchte mir in einem ruhigen Gespräch klar zu machen, dass ich schnellstens zum Augenarzt gehen müsste und es vor allem dringend machen müsste. Und er erklärte mir liebevoll, dass eine Staroperation heute nichts Schlimmes mehr wäre.
Weiß ich, habe ich im Bekannten- und Freundeskreis in den letzten zwei Jahren zuhauf mitgemacht. Meine Freundin konnte ihren Mann nicht fahren, also fuhr ich ihn zur Op. usw. ....
Also bin ich sofort vom Optiker zum Augencentrum gepilgert und habe mir einen Termin geholt. Den bekam ich auch ratzfatz, nach der vermeintlichen Diagnose des Optikers.
Da ich auch noch Termine zur Zahnsanierung hatte (einen Brücke musste total überholt werden und ich sollte zwei Tage mindestens ohne auskommen), hoffte ich das alles unterzukriegen.
Ergebnis der Augenuntersuchung: Keine Star-Operation nötig. Der Star sei für mein Alter durchaus "angemessen". Meine Gleitsichtbrille sei ok. Man würde mir zur Unterstützung noch eine Lesebrille verschreiben. Ich war glücklich. Bin ich auch noch. Sorge hatte ich keine. Was sein muss, muss sein.
Musste es aber (noch) nicht.
Mit dem Rezept bin ich dann gleich zum Optiker gepilgert. Alles klar. Und seit meine Brille wieder gerichtet ist, sehe ich wieder super. Nur ganz manchmal ....
Die Zahnarzttermine hatte ich nicht verschoben, passte ja prima. Zwar dick erkältet, konnte ich meine Brücke in der Praxis lassen, mich zwei Tage ins Bett legen, nach zwei Tagen die Brücke wieder einsetzen lassen, beim Optiker vorbei ziehen, ihn anlachen und meine Lesebrille abholen. Ich dachte ja, der Optiker hätte sich bei meiner Untersuchung vertan. Als ich aber die Glasbausteine sah, die meine Lesebrille ausmachen, da wusste ich, dass er doch wohl richtig gelegen haben musste.
Nach diesen Aktionen lag ich dann wieder flach.
Heute geht es besser. Heute versuche ich auch zu verstehen, wieso ich eigentlich mit meiner Gleitsichtbrille wieder so gut sehen kann, aber nachts beim Lesen froh für meine Glasbausteine bin.
Also, im normalen Alltag komme ich wieder bestens zurecht, habe jetzt aber meine Lesebrille dabei (fürs Kleingedruckte). Und wenn ich länger lesen will, setzte ich das gute Stück vielleicht auch tagsüber auf. Fürs Schreiben am PC eignet sie sich nicht.
Mein Kopf ist nun teilweise innerhalb von 1 1/2 Wochen generalüberholt worden. Tolle Leistung. Und Dank an Gott für unsere guten Ärzte und Optiker und für Gesundheit.