Freitag, 30. Dezember 2011

Kleine Aufmunterung

Gerade schellt es. Der Paketbote bringt ein Päckchen. Dabei fixiert er mich etwas. Ich bin irritiert. Dann fragt er, ob ich mal am Höher Weg gewohnt habe. Habe ich, vor 20 Jahren. Daraufhin geht ein Strahlen über sein Gesicht. "Dann sind Sie meine alte Lehrerin. Ich bin Ferhad. Meine Schwester Figen und ich hatten bei Ihnen Unterricht. Figen war in ihrer Klasse."
Na klar weiß ich die Namen auch mit Nachnamen. Und manches fällt mir sofort ein. Der Ferhad war vielleicht ein Schlingel. Doch wie der sich heute freut, mich "gefunden" zu haben, das erfreut mein Herz.
Er erzählt, dass er am Höher Weg auf die Klingel geguckt hat und ganz traurig war, dass mein Name nicht mehr da stand.
Die nette Begegnung am Morgen macht den trüben Tag gleich heller.
Ist doch nett, wenn Schüler sich gerne erinnern. Ich kenne auch andere, bis hin zu Beschimpfungen durch Telefon. Doch das gehört auch zum Lehrerleben.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Zeit

Der du die Zeit in Händen hast
Jochen Klepper (Kyrie)

1: Der du die Zeit in Händen hast,
Herr, nimm auch dieses Jahres Last
und wandle sie in Segen.
Nun von dir selbst in Jesus Christ
die Mitte fest gewiesen ist,
führ uns dem Ziel entgegen.

2: Da alles, was der Mensch beginnt,
vor seinen Augen noch zerrinnt,
sei du selbst der Vollender.
Die Jahre, die du uns geschenkt,
wenn deine Güte uns nicht lenkt,
veralten wie Gewänder.

3: Wer ist hier, der vor dir besteht?
Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht:
nur du allein wirst bleiben.
Nur Gottes Jahr währt für und für,
drum kehre jeden Tag zu dir,
weil wir im Winde treiben.
Ps 102,25-28

4: Der Mensch ahnt nichts von seiner Frist.
Du aber bleibest, der du bist,
in Jahren ohne Ende.
Wir fahren hin durch deinen Zorn,
und doch strömt deiner Gnade Born
in unsre leeren Hände.
Ps 90,9

5: Und diese Gaben, Herr, allein
laß Wert und Maß der Tage sein,
die wir in Schuld verbringen.
Nach ihnen sei die Zeit gezählt;
was wir versäumt, was wir verfehlt,
darf nicht mehr vor dich dringen.

6: Der du allein der Ewge heißt
und Anfang, Ziel und Mitte weißt
im Fluge unsrer Zeiten:
bleib du uns gnädig zugewandt
und führe uns an deiner Hand,
damit wir sicher schreiten.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Scheußlich - Schön

Auf meinem kleinen runden Tisch steht ein Elvis-Nikolaus. Scheußlich. Geschenkt hat ihn mit meine Schwester schon vor Jahren.( Da ging es ihr wie mit dem "Elch".) Sie lachte, erfreute sich an ihm und ich bekam ihn zum Geburtstag. Ich fand ihn scheußlich, den Nikolaus. Aber in Liebe zu ihr stellte ich ihn auf. Und immer wieder wurde er abgedudelt, wenn die Schwester kam. Zu Hause durfte sie das nicht tun, da protestierten Kinder und Ehemann. Und nun kommt das tolle Teil schon Jahre immer in der Advents- und Weihnachtszeit auf den Tisch. Mit Rührung betrachtet, von der Schwester angestellt, wenn Schwager und Kinder (inzwischen junge Erwachsene) sich in anderen Gefilden meiner Wohnung befinden.
Zu Hause hatte die Schwester auch einen, den haben die Kinder aber gleich im ersten Jahr irgendwie liebevoll "zerstört" und entsorgt.
Ich betrachte ihn inzwischen voller Rührung, den Elvis-Nikolaus. Und eine meiner Freundinnen schneit immer mal wieder rein, wenn sie vorbeifährt, um ihn mal eben anzuhören.
Zu sehen ist das gute Stück auf dem Foto vom 1. Weihnachtstag, wo Vater und Tochter sich angeregt unterhalten.
Was tut man nicht alles aus Liebe (bezieht sich auf den Nikolaus).

Dienstag, 27. Dezember 2011

Weihnachten macht's möglich

Fast hätte ich es nicht gehört, das Klingeln. Der Ton passte irgendwie nicht zu der Musik, die ich gerade hörte. So guckte ich doch sicherheitshalber mal um die Ecke, ob es bei mir vielleicht geschellt hätte. Hatte es. Und dann standen sie da, die Schweizer. Hatten einfach mal probiert, ob ich zu Hause war. Sie wollten nicht einfach vorbeifahren, auf dem Weg zu den Eltern. Einfach schön, ein ausgiebiges halbes Stündchen konnten wir erzählen, denn fuhren sie weiter, die Kinder meiner Cousine.
Ihre Umarmungen spüre ich noch.

Montag, 26. Dezember 2011

1. Weihnachten bei mir

Nach dem Gottesdienst rückten sie an, zum Futtern, zum gemütlichen Beisammensein, jeder nach seiner Facon.

Es gab Zeit für Vater-Tochter-Gespräche.

Und zum Spielen mit der Mutter.


Schmökern war erlaubt und gewünscht.

Die Schwester las ihre Weihnachtspost.

Heilig Abend bei der Schwester

Nach dem Gottesdienst (Die Schwester hatte 4 an diesem Tag):

Der Schwager hatte eingeheizt!

Einer der Neffen sorgt für Licht.

Die Jugend freut sich, dass sie sich endlich mal wieder sehen.

Es war wunderschön, nach dem Gottesdienst miteinander zu essen, Geschenke auszupacken und zu plaudern.

Samstag, 24. Dezember 2011

Weihnachtsgruß

Aus tausend Traurigkeiten zur Krippe geh'n wir still.
Das Kind der Ewigkeiten uns alle trösten will.
(Friedrich von Bodenstedt)


Mit dieser Verheißung wünsche ich uns allen gesegnete Weihnachten.

Freitag, 23. Dezember 2011

Gott im Kleinen

Unglaublich, wie Gott selbst kleine Dinge des Alltags erleichtert. Da hat mir eine Frau aus unserer Gemeinde einige Zeit nach dem Azoren-Konzert ein schon eingepacktes Geschenk für eines der Azoren-Kinder gegeben. Ich sollte es an meine Nichte weiterleiten, die es der Azoren-Sängerin geben sollte. Tja, aber die waren ja nun schon wieder auf den Azoren. Aber die Nichte wollte mit ihrer Familie über Weihnachten bis Neujahr nach Deutschland kommen, zu ihren Eltern nach Herford, das hatte ich gehört. Ich wollte das Geschenk dann per Paket nach dort schicken, war aber noch nicht so weit gekommen.
Gerade böllert es an meine Haustür. Und wer stand dort, die Nichte. Im Kleinbus die Familie. Sie waren auf der Durchfahrt nach Herford und wollten schnell einen Gruß bei mir reinreichen.
Und ich, die ich versäumt hatte rechtzeitig das Päckchen auf den Weg zu tun, konnte das kleine Geschenk gleich mitgeben.
Reinkommen wollten die Lieben nicht, nur einmal drücken und dann gleich weiter.
Einfach toll, wie Gott sich um das Päckchen und meine Schluderigkeit kümmert.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Hoch offiziell

Da flattert mir heute per Post ein Brief ins Haus. Vom Gemeindebüro. Ich bin baff. Wir korrespondieren anders miteinander.
Großes Erstaunen: Der Brief ist von meiner Schwester. Anrede "Liebe Magdalene". Sagt sie nie. Ich glaube, sie weiß gar nicht mehr wie ich richtig heiße. Und die Lieben vom Gemeindebüro reden mich auch nicht so an.
Dann folgt ein Dank und eine Beschreibung unserer Jugendarbeit, weil ich dem Jugendreferenten die Stelle finanziere. Tue ich gar nicht, bin eine von ganz vielen.
Und dann steht drunter handschriftlich "Deine Moni" und "Danke Dir von Herzen".

Schöööön, wenn ich mal einen Brief von meiner Schwester bekomme. Ist mal was anderes als die Umarmung beim Eingang in die Kirche.
Mal sehen, welche Überraschungen sie mir bis Weihnachten sonst noch so bereitet, denn unser Kontakt besteht zurzeit hauptsächlich aus "Faxen".

Dienstag, 20. Dezember 2011

Und jeden Tag eine gute Tat ...

Ich tat sie, die gute Tat. Bekam das sogar gesagt. Hab's leider nicht schriftlich.
Der große Müllwagen hatte sich in unserer kleinen zweiarmigen Sackgasse festgefahren, genau da, wo das Sträßchen seine beiden Arme auseinanderreckt. Da war er verreckt. Nichts ging mehr. Es war zu glatt. Und natürlich hatten die Anwohner dort nicht geräumt, gibt ja keinen Bürgersteig. Muss man ja nicht räumen. Die vier Müllmänner schimpften darüber. Ich schippte gerade zum xten Mal unsere Einfahrt und dort war inzwischen alles blank gefahren. Es war spiegelglatt. Also streute ich Salz. Und siehe da, sie kamen und fragten, ob ich ihnen Salz geben könnte. Klar konnte ich, war nur verdutzt, denn sie hatten ja Streumittel dabei, hatte ich gesehen. Darum war ich gar nicht auf die Idee gekommen ihnen was anzubieten. Es half, der große Wagen kam los, konnte den kleinen Berg hinauf bis zu mir fahren, dort geht es auf die Hauptstraße, die war frei. Ich kriegte meinen Eimer zurück mit den Worten: "Nun haben Sie für heute eine gute Tat getan."
Die Männer von der Müllabfuhr haben in diesen Tagen keinen leichten Job (sonst auch nicht). Sie tun jeden Tag ihre "gute Tat" auch wenn sie dafür bezahlt werden.

Blüten im Winter

Meine Bougainvillea auf der Terrasse sieht heute Morgen so aus:


Reinholen zum Überwintern kann ich sie nicht. Kein Platz. Und weil sie noch so schön blüht, habe ich sie auch nicht entsorgt. Einpacken hilft auch nicht, alles in früheren Jahren schon versucht. So hat sie nur einen Korkteller bekommen. Mal sehen, wie lange sie durchhält.

Montag, 19. Dezember 2011

Naturtrüb

So sieht es heute den ganzen Tag aus.

Riesige Kerle

Ich war vorgewarnt: Über Facebook kam eine Nachricht (nur für mich sichtbar): Bitte am Sonntagnachmittag nichts vornehmen, einige wollen vorbeikommen. Oha! Konnte zurückschreiben, dass ich nur bis 18.00 Uhr verfügbar wäre. Und dann bauten sie sich vor mir auf, vier riesige Kerle, der größte von ihnen 1,98 m lang. Die Frau die mit dabei war, wirkte klein. Alles ehemalige Schüler (und eine Schülerin) von mir, die im kommenden Jahr Abitur machen. Sie hatten sich über Fb verabredet, mich zum Geburtstag zu besuchen. Das ist vielleicht eine Meute, so kenne ich sie noch von früher. Eigentlich wollten sie neun sein, die kommen wollten. Einige haben sich dann wohl doch nicht getraut. Es war richtig schön. Und was da für Schoten von früher zum Vorschein kamen. Wir haben herzlich gelacht.
Doch ich bin auch froh, dass die Lieben nichtüber Fb einen öffentlichen Aufruf gestartet haben, mich an meinem Geburtstag zu besuchen. Zuzutrauen wäre es ihnen.

Samstag, 17. Dezember 2011

Geschmäcker

Kleines Familienfrühstück. Klein, weil wir nur zu viert waren. Die Schwester möchte noch in einen Elektroladen, möchte Kerzen kaufen, auf die sie nicht aufpassen muss, LED-Kerzen. Hatte sie bei mir gesehen, ich habe sie im Treppenflur, da kann ich sie anlassen, auch ohne Aufsicht. Sonst liebe ich die echten Kerzen. Am Adventskranz, am Weihnachtsbaum, überall in Sichtweite.
Die Schwester möchte, dass ich mitkomme. Sie hetzt hin und her in diesen Tagen, hat viel Ärger, viel Not, ist gestresst (nein gar nicht) und macht alles mit Freude, sagt sie.
Im Elektromarkt kommen wir an einem sitzenden Elch vorbei, der eigentlich wie ein Dackel aussieht, ist aber ein Elch. Er hat Elchohren, einen schwarzen Hut auf und einen grünen Schal um. Und wenn man dem Tier auf die Pfote drückt, dann wackeln die Ohren, dann bewegt sich die Schnauze, er bleckt die Zähne und es erklingt eine (mir) unbekannte Melodie mit Text (den ich nicht verstehe). Mit anderen Worten, der Hund singt und musiziert innerlich, singt und bewegt sich dabei. Vor lauter Scheußlichkeit schon kurios. Außer das es ein Elch ist, der da tönt, hat das Teil nichts mit Weihnachten zu tun.
Und was tut die Schwester? Sie steht vor dem Teil und lacht und lacht, dass ihr die Tränen kommen. Sie ist begeistert. Und was tue ich. Ich kaufe ihr das Teil. Helle Freude!!!!
Nachher ging es noch zur Futterkrippe, Hunde- und Vogelfutter kaufen. Kaum wieder am Auto, wird das Viech aktiviert.
Und nun sitzt es auf dem Beifahrersitz und erfreut und erheitert die Schwester, wann immer sie das nötig hat.
Schwager, Nichte und Neffen werden mir den Kopf abreißen.

Das "isser":

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Herr erbarme Dich

Auch dafür gibt es Facebook. Die folgende Nachricht von einem unserer Jugendlichen fand ich in meinem Postfach in Fb vor. Und nun bitte ich auch alle Beter hier um Gebet.
Hey Nenne,
ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll.....aber könntest du bitte mit dem Gebetsteam für meine Familie und meinen Opa beten. Denn mein Opa hat Lungenkrebs schon seit längerem und heute haben wir die Diagnose bekommen, dass der Krebs inopperabel ist und der beste Ort für ihn das Hospiz sei, weil selbst die Ärzte nicht sagen können, ob es noch ein paar Wochen, ein paar Monate werden oder sogar noch ein Jahr werden kann.
Ich hoffe, dass du das für mich machen kannst....
Ich wünsche dir einen schönen und gesegneten Abend.
J-P (Name gekürzt)

Krankenbesuch

Sie liegt im Krankenhaus, im Zweibettzimmer. Wohnen tut sie seit Jahren im Altenheim. Sie isst gerne Schokolade, fragt jeden, der sie besucht, danach. Also hatte ich Schokolade dabei.
Sie erkennt mich, freut sich. "Oh Nenne, wie schön." Meine kalten Hände mag sie nicht. Mir waren sie gar nicht aufgefallen. Über die Schokolade freut sie sich. Sie sagt, es gehe ihr gut. Dann wendet sie sich wieder ihrem Buch zu und liest weiter und verputzt dabei die Schokolade. Unterhalten mag sie sich nicht. Seit sie schwerhörig ist, lebt sie immer mehr in ihrer eigenen Welt. Ab und zu guckt sie mich an und lächelt und liest weiter.
Nach 15 Minuten gehe ich wieder, habe mich mit der Bettnachbarin unterhalten. Die Nachbarin sagt, sie betet viel. Morgen oder übermorgen bringe ich wieder Schokolade mit.

Frühstück

Ein Frühstück ist was Feines. Und ein besonderes Frühstück hatte ich gestern Morgen vor einem, für mich, strammen Tag.
Endlich hatten wir es geschafft uns zu treffen, die Sekretärinnen aus dem Kreishaus und ich. 5 Jahre bin ich jetzt pensioniert und wir wollten uns immer mal wieder in der Kreishauskantine zum Frühstück treffen, wenn die Lieben Frühstückspause machen. Immer mal wieder klappte es. Doch dann hat es über ein Jahr gedauert, ehe es gestern wirklich wahr wurde. Die lieben beiden haben in der Zwischenzeit einiges hinter sich. Operation, Chemo usw. Heftig.
Wir haben viel ausgetauscht. Hinterher mussten sie etwas schneller und etwas mehr arbeiten. Doch die Beste aus dem Schulamt sagte, wenn ich erzähle, mit wem ich gefrühstückt habe, dann gönnen mir das alle.
Oha, so wirke ich nach 5 Jahren noch ins Schulamt hinein. Schön zu wissen.
Wir werden im neuen Jahr diese Frühstücke öfter wiederholen. Dann reicht auch die normale Frühstückspause aus.

Montag, 12. Dezember 2011

7 Frauen ....

und ein Mann. So trafen wir uns gestern bei einem wunderschönen Adventskaffeetrinken. Eine Mitarbeiterin aus der Gemeinde hatte eingeladen. Eine wunderschöne Kaffeetafel erwartete uns. Und als wir zu Beginn ein Adventslied sagen, zwitscherten die beiden Kanarienvögel mit uns um die Wette.

Samstag, 10. Dezember 2011

Am Himmel ...

Um 16.00 Uhr heute Nachmittag:
Erst sah der Himmel so aus.













Dann in Minutenschnelle so wie rechts.

Und dann plötzlich so wie links.
Der Meistermaler war wieder am Werk!

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Generationen

Gestern Abend war ich in das DGC (Das geordnete Chaos) eingeladen, unsere Jugendgruppe von 14 Jahren an aufwärts bis ???? Ich glaube 22 war der älteste Anwesende. Eine bunte Truppe, temperamentvoll, schwer zur Ruhe zu bekommen. Unser Gemeindepädagoge hat es da nicht leicht. Die Jugendlichen haben sich vorgenommen einzelne Mitglieder aus der Gemeinde näher kennenzulernen, etwas über deren Leben zu erfahren. Mich hatten sie sich als erste ausgesucht. Ich habe die entscheidenden Stationen meines Lebens kurz umrissen, dann durften und sollten sie fragen, worüber sie Näheres wissen wollten. Unser Gemeindepädagoge war skeptisch ob Fragen kommen würden.
Sie stellten Fragen ohne Ende. Wir mussten irgendwann den Abend beenden, hatten die Zeit längst überschritten. Ich soll noch mal wiederkommen, damit sie weiter fragen können.
Warten wir mal ab.
Aber es war ein wunderbarer Abend voller Leben. Und hinter manchen Fragen konnte man die Nöte der einzelnen Frager vermuten.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Nikolaus

Dieser nette Kerl stand, als ich heute Morgen gegen 6.30 Uhr die Haustür aufschloss, genau davor. Er sagte mir fröhlich Guten Morgen und dass er vom Nikolaus käme.
Welch eine schöne Überraschung.
Nun steht er auf dem Balkon und guckt ins Arbeitszimmer.
Gerade blinzeln wir uns zu.

Wie gut, dass wir bei allen schweren und schlimmen Nachrichten auch immer wieder kleine und große Freudensbotschaften bekommen und sie dankbar nehmen dürfen.
Die Schwester fährt am Nikolausmorgen schon unmenschlich früh durch die Gemeinde und hängt an viele Türen einen Gruß vom Nikolaus. Ich wohne nicht im Gemeindebezirk und viele andere auch nicht, also ist sie in ganz Lüdenscheid unterwegs.

Heimgegangen

Liebe Nenne,
gegen 22:00 Uhr erhielten wir von Marie die Nachricht dass Dirk nach
einem Tag kämpfen einschlafen durfte. Wir sind unendlich traurig aber
auch dankbar dass er nicht länger leiden muss, wir geben ihn in Gottes
Hände zurück und wisse ihn dort geborgen.
Danke an alle die für Dirk und uns gebetet haben, für alles Mittragen und
für alle Fürbitte, dass hat uns viel Kraft und Trost gegeben.

Wir wünschen allen eine gesegnete Adventszeit.

Danke auch an Reinhild für das Lied es tröstet uns sehr.

Liebe Grüße und Gott befohlen

Marlene und Dietmar

Das war die Nachricht, die ich heute Morgen auf meinem PC fand. Dirk ist der Mann, dessen Freundin ihn noch auf der Intensivstation geheiratet hat. Nun hat Gott ihn heim geholt.

Montag, 5. Dezember 2011

Und dann war da noch

Der Chor von den Azoren.
Vor gut einem Jahr hatte die Nichte, die auf den Azoren verheiratet ist und dort unterrichtet mich gebeten, ob es einen Austausch zwischen dem neu gegründeten Kinderchor ihrer Schule auf Terciera geben könne. Ich konnte die Verbindung herstellen. Der Lüdenscheider Kinderchor war im Sommer zum Austausch auf den Azoren, die Lieben wollten im Winter den Gegenbesuch machen, wollten gerne Schnee sehen. Gestern sind sie heim geflogen. Heute kam der Schnee.
Sie haben toll gesungen bei einem Konzert in unserer Kirche alleine als Chor und im Kulturhaus mit dem LKC und einem Orchester zusammen. Unglaubliche Stimmen. Lebhafte und temperamentvolle Kinder, das merkte man in den Pausen und hinterher im Kirchenhaus. Da haben sie sich ans Klavier gesetzt und kräftig weiter gesungen, einfach so, voller Freude.

Von den 6 Kindern der Nichte war die jüngste Tochter auch dabei. Schön, sie und ihre Mutter mal wieder zu sehen.
Ach so, vom Bürgermeister sind sie auch empfangen worden, die Kinder, Jugendlichen und ihre Betreuer. Terceira ist die ärmste Insel der Azoren. Und auch die Mitglieder des Chores sind nicht reich (ich drücke das mal vorsichtig aus).
Die Freundschaft ist geschlossen. Alle wollen weiter am gegenseitigen Austausch arbeiten. Wie ich die Verantwortlichen, meine Nichte und die Leiterin des LKC kenne (beide temperamentvoll bis unter die Haarspitzen) kriegen die das auch gebacken.

Weihnachtsmarkt um die Kirche

Es sah aus, als fiele er ins Wassser, unser Weihnachtsmarkt. Dank eines musikalischen Programms in der Kirche kamen einige Besucher. Aber die Akteure hatten es nicht leicht. Sonntag war es besser. Es hat sich m.E. gelohnt, auch wenn der Aufwand groß ist. Doch alles war mit so viel Liebe gemacht und einfach schön.







Die Damen boten Leckereien aus der Küche an. Haltbares und weniger Haltbares gab es da. Alles selbst gekocht, gebacken und hergestellt.

Der Nikolaus durfte auch nicht fehlen und hielt sich mal drinnen, mal draußen auf. Er war nicht so ganz wetterfest angezogen.

Drinnen im Kirchenhaus gab es einen tollen Büchertisch zum Stöbern. Im oberen Stockwerk boten Mitarbeiter eine Kreativwerkstatt an.

Im Kirchencafé konnte man sich aufwärmen. Und an diesem Tisch saßen lange zusammen und unterhielten sich vier liebe Menschen mit ganz unterschiedlichen Schicksalen. Sie haben lange dort gesessen und sich unterhalten.
Es gäbe noch viele Fotos von den vielen tollen Sachen, die angeboten wurden. Holzgeschnitztes, Gestricktes, Gebasteltes, wir haben unglaubliche Begabungen in der Gemeinde.
Es gab tolle Sachen zum Futtern und Warmhalten. Der Erlös kommt unserem Förderverein zugute, denn wir wollen weiterhin einladende und gastfreundliche Gemeinde sein. Und dazu braucht es auch Geld.

Der erste Schnee!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Gebetsmail

Gerade eine Nachricht der Eltern die vorige Woche in Berlin bei der Hochzeit ihres Sohnes waren. Er heiratete dort auf der Intensivstation seine Freundin. Sie hatte ihm, trotz seines unheilbaren Krebses, einen Heiratsantrag gemacht. Vor einer Woche waren alle noch voller Hoffnung.
Nun ein Auszug aus dem Text, den ich als Gebetsmail an die Beter unserer Gemeinde weiterleiten sollte und weiter geleitet habe:
.... Die Ärzte können nichts mehr für Dirk tun, er konnte entscheiden, ob er im Krankenhaus bleiben oder ins Hospiz wollte, er möchte im Krankenhaus bleiben da er dort alle kennt. .... Wenn es nun so ist, dass unser Herrgott ihn abrufen will, bitte betet, dass er nicht mehr lange leiden muss. ...

Grenzüberschreitung

Das Telefon klingelt gestern am frühen Abend. Eine Freundin aus Marl ist dran, etwas aufgeregt. Ich solle mal schnell losfahren und mich kümmern. Die Freundin meiner Schwester stehe in meiner Stadt vor ihrer Haustür und warte bibbernd auf die Polizei, weil bei ihr eingeborchen worden sei. Da müsse man sich mal kümmern.
Ja, muss man. Rin in die Klamotten und losgesaust. Und die Polizei war gerade gekommen. Und die Freundin stand nicht mehr draußen, sondern saß bei Nachbarn. Als ich dort klingelte und um Einlass bat, kam mir die Freundin entgegen, sagte: "Ach Nenne", und dann klappten ihr die Beine weg, sie sackte zusammen. Es war alles zu viel.
Lange habe ich sie im Arm gehalten, dann ging es wieder. Nach der Spurensicherung konnten wir ins Haus, in dem sie alleine lebt, seit ihr Mann vor drei Jahren gestorben ist und die Kinder aus dem Haus sind.
Terrassentür ausgehebelt. Schubladen rausgerissen, im oberen Stockwerk Schränke durchwühlt, Matratzen hoch gehoben. Nichts geklaut. Komisch.
Inzwischen kam meine Schwester angerauscht und brachte noch zwei Leute mit. Sie hatte die Nachricht auf ihrer Mailbox vernommen, dachte wohl sie müsse noch Helfer mitbringen, um die Bösewichter zu vertreiben. Zwei verabschiedeten sich dann auch gleich wieder, weil es nichts zu vertreiben und zu tun gab.
Wir anderen sind spät gegangen. Die Liebe wollte unbedingt im eigenen Haus schlafen, wollte auch niemanden zum Schlafen bei sich haben. Sie hätte aber jederzeit, auch mitten in der Nacht, zu den Nachbarn gehen können. Die hätten sie auch abgeholt. Aber die Freundin fühlte sich trotz des Einbruchs geborgen in ihrem Haus und geborgen in Gott.
Heute Morgen habe ich lange mit ihr gesprochen. Sie ist spät schlafen gegangen. Hat gut und lange in den Morgen hinein geschlafen. War total müde, ist es noch. Auf der Station hat sie Bescheid gesagt, dass sie heute und auch morgen nicht zum Dienst kommt (Krankenschwester). Danach hat sie frei. Sie will es langsam angehen lassen mit dem Aufräumen. Hilfe möchte sie deshalb nicht, will in Ruhe alles durchsehen. Das verstehe ich. Sie weiß, dass sie jederzeit anrufen kann.
Irgendwie bin ich immer noch wütend und auch traurig, dass ihr das passieren musste.
Giselchen, bei Euch hat mich das auch getroffen, aber hier habe ich es so hautnah miterlebt, das geht mir noch mal anders an die Nähte.

Mittwoch, 30. November 2011

Er weckt mich alle Morgen


Nachdem ich immer Andys schöne Himmelsbilder betrachte, denke ich, der Morgenhimmel über dem Sauerland ist in diesen Tagen auch wunderschön.
Der Meistermaler hat mal wieder den Himmel angemalt.

Dienstag, 29. November 2011

Lichtblicke

Ein Blick von meinem Balkon:
 Das obere Foto zeigt den Blick in einen "Arm" unserer Sackgasse. Das untere Foto zeigt den Blick direkt nach gegenüber.
Mein Fenster mit dem Holz-Stern und das andere mit dem schlichten Schwibbogen sollte ich auch mal fotografieren.

1. Advent

Am 1. Advent war ich nachmittags und abends zu einer Cousine nach auswärts eingeladen. Es war die, die im Sommer mit mir die Cabrio-Fahrt gemacht hat. Wir haben unsere Kindheit miteinander verbracht, aber uns seit den beiderseitigen Hochzeiten nie mehr besucht, obwohl wir immer Kontakt hatten.
Nun sind bei ihr und ihrem Mann alle vier Kinder längst aus dem Haus. Und immer noch ist es toll geschmückt zur Advent- und Weihnachtszeit. Das Haus der tausend Lichter, sagt die Cousine.
Schööööön und gemüüüütlich.
 Auch in der Küche waren die Fenster erleuchtet.
 Nach dem Kaffeetrinken gab es abends eine herzhafte Fischplatte. Die war einfach lecker.
Es waren noch drei weitere Freunde aus alten Zeiten da. Wir haben mal wieder in Erinnerungen geschwelgt.
Und ich habe zu Hause gestern und heute auch noch ein paar Lichter mehr aufgestellt.

Montag, 21. November 2011

Sie sind da!

Sie sind da, die ersten Frühjahrsblüher. Im Frühling heiß ersehnt, blüht nun schon das erste Leberblümchen.
Auch die Gänseblümchen blühen weiter und kommen unverdrossen hervor.

 Selbst die Primeln trauen sich und blühen nun schon wieder.
 Die Rosen hören gar nicht auf zu blühen, sind noch voller Knospen.
Alle Kübelpflanzen stehen alle noch in voller Blütenpracht.
Gestern war in der Zeitung ein Foto von einem blühenden Kirschenbaum hier in unserer Stadt. Er blüht tatsächlich.

Und ich fange gerade an den Adventsschmuck aufzustellen und lasse heute schon den Schwibbogen und den Holzstern im Fenster leuchten.

Sonntag, 20. November 2011

Ewigkeitssonntag

Eine rappelvolle Kirche. Es ist zu merken, dass viele da sind, die sonst nicht kommen. Die Kinder singen ihr Kinderlied, wie jeden Sonntag, ehe sie in den Kindergottesdienstraum gehen. Doch sie haben heute alle Gläser mit brennenden Kerzen in der Hand.
Vor der Predigt werden die Heimgegangenen aus unserer Gemeinde mit Namen, Alter und Adresse verlesen. Und bei jedem Namen zünden Mitarbeiter ein Teelicht an und stellen es ins Kirchenfenster hinter dem Altar.
Viele sind nicht mehr unter uns. Junge, Alte, die ganze Palette der Lebensjahre. Und die Botschaft, dass wir unsere Lieben aufgehoben wissen beim Herrn, der seine Kinder aufnimmt in sein Reich.
"Ob durch Leben, ob durch Tod getrennt, alles was nach Jesus Christ sich nennt, trifft sich einst beim Herrn im Himmelssaal. Christen seh'n sich nie zum letzten Mal."

Samstag, 19. November 2011

Bewegend

Ich schicke mal wieder Gebetsmails rund. Wieder ist es ein Krebspatient, dessen Eltern (Mitglieder unserer Gemeinde) ausdrücklich um diese Fürbitte bitten. Beim Sohn (40 Jahre) in Berlin ist Darmkrebs, schon fortgeschritten, festgestellt worden. Er ist inzwischen innerhalb von drei Wochen zweimal operiert worden. Es geht ihm nicht gut. Am kommenden Dienstag fahren die Eltern wieder nach Berlin, zur Hochzeit ihres Sohnes. Seine Lebensgefährtin hat ihm einen Heiratsantrag gemacht und nun werden die beiden am Dienstag auf der Intensivstation getraut.
Es bewegt, es macht traurig, es macht fassungslos. Wir sind voller Hoffnung auf Gottes Wunder, egal wie sie aussehen. Wir hoffen, dass der Sohn in Berlin spürt, wie viele Menschen hier für ihn beten. Die Eltern spüren es bereits.
Übrigens läuft unser Philipp inzwischen mit seiner Bein-Prothese wunderbar durch die Gegend, kann schon ganz vieles damit anstellen. Nur die Phantomschmerzen machen ihm sehr zu schaffen.

Freitag, 18. November 2011

Unauffindbar

.... ist die Seitenstruktur der Homepage auch für den Fachmann, der mich seinerzeit eingewiesen hat. Und die Homepage ist zurzeit also auch für Besucher nicht zu nutzen, keine Navigation möglich. Ich habe ganze Arbeit geleistet. Das Problem ist an die Entwickler dieses Programms weitergeleitet worden. Doch bis zu Beginn der nächsten Woche wird sich dort nichts tun.
Trost und Zuspruch habe ich trotzdem erfahren, nämlich vom netten Fachmann aus Essen. Der meint, beim Bearbeiten der Seitenstruktur darf so was nicht passieren. - Fehler im System. - Netter Trost. Mal sehen, wann sich die ersten beschweren.

Donnerstag, 17. November 2011

Hiiiiilfe

Ich habe gerade die Seitenstruktur der PPG-Homepage (Pinéa-Programm-Gruppe) geschreddert.
Heute gab es ganz viel, was in dieser Homepage geändert werden musste und sollte und möglichst sofort. Wurde auch Zeit, denn das Aktuelle fürs kommende Jahr muss drauf.
Ging auch alles ganz gut. Aber für die Programmübersicht 2012 brauchte ich eine neue Seite. Kein Problem. Die wird aber in der Seitenstruktur immer unten abgelegt und musste nun mittels Pfeiltasten an die richtige Stelle befördert werden. Ich habe auch nur diese Pfeiltasten bedient. Die Seite flutschte immer an die falsche Stelle. Und irgendwann war plötzlich überhaupt keine Seitenstruktur mehr da. Egal, wie ich auf die Pfeile der Seitenstruktur klickte. Ich habe den Vorgang daraufhin sofort abgebrochen.
Doch nun gibt es weder für den Administrator (mich) noch für den Besucher der Homepage irgendeine Möglichkeit zu navigieren. Das ist alles futsch. Man sieht kein Menü oder Untermenü mehr, kommt also auch nirgends wo mehr hin.
Und mein Helfer und Berater in Sachen dieser Homepage ist auch nicht mehr am Arbeitsplatz. Habe schon eine Brandmail geschrieben. Kann erst morgen telefonieren.
Und eines weiß ich. Dieses Homepage-Programm hat keinen Papierkorb!!!!
Wieso die Seitenstruktur verschwunden ist bleibt mir ein Rätsel.

Dienstag, 15. November 2011

Rasantes Wochenende

Manchmal kommt einiges gleichzeitig oder direkt hintereinander. Am Samstag ging es für mich nach Bielefeld zum 75. Geburtstag eines alten Freundes. Seine Frau stellte mich auf der Familienfeier als seine "Jugendliebe" vor. Intensive Begegnungen mit den Schwestern des Freundes. 15 Jahre hatten wir uns nicht gesehen. Übernachtung beim Schwager des Freundes. Schönes Frühstück am Sonntagmorgen beim Freund und seiner Frau. Dann musste ich rasant zurück, musste mit der Schwester weiter nach Mainz.
Auf der Rückfahrt kam ich in eine Vollsperrung der Autobahn (1 Stunde Stau) wegen der Entschärfung einer 1000 kg schweren Bombe (Gewicht las ich später in der Zeitung).
Gerade noch rechtzeitig konnte ich ins Auto der Schwester steigen und ab ging's nach Mainz zu einer Mitgliederversammlung eines Vereines. Wir kamen zu spät. Das wurde nicht gerne gesehen. Es lag nicht an mir, die Schwester hatte nämlich auch vorher noch Gemeindeversammlung bei uns. Wir waren froh, überhaupt gekommen zu sein. Die Nasenrümpfer mussten wir ertragen. Haben wir auch.
Schön war's danach mit der Nichte (wohnt und arbeitet in Mainz) und dem zukünftigen Neffen wunderschön in einem ehemaligen alten Kloster essen zu gehen. Die Schwester schlief während des Essens immer wieder ein. Wir anderen haben erzählt und erzählt. Alle fanden wir es schön.
Geschlafen wurde in der WG der Nichte. Gefrühstückt auch, ganz gemütlich. Dann wurde der zukünftige Neffe zum Studium geschickt.
Wir tüteten an der Arbeitsstelle der Nichte (Kirchengemeinde) noch 250 Sachen in Briefumschläge ein und brachten die Fracht zur Post. Anschließend ging es ausgiebig zum Shopping ins Städtchen.
Die meisten Weihnachtsgeschenke sind nun schon gekauft und gute Ideen gab es kostenlos.
Gefuttert wurde unterwegs. Denn nach dem Shoppen ging's im Dauerlauf zurück zum Auto und zur WG, dort aufs WC, dann ins Auto und ab nach Hause. Denn hier in unserer Stadt warteten die Obdis schon im Bistro auf die Schwester.
Es gibt für mich viel zu reflektieren, denn ich habe seit Samstag nur aufgenommen und aufgenommen: Begegnungen, Gespräche, Schönes, Schweres.
Es war eine geschenkte und segensreiche Zeit.
                 

Donnerstag, 10. November 2011

Alles gesagt

Heute bei einer Begegnung:
"Tach.... Und sonst?" - "Muss.... Und selber?" - "Auch.... Nützt ja nix." - "Na denn."
Und sie gingen jeder seiner Wege. Es war alles gesagt.

Mittwoch, 9. November 2011

Kurios

Während ich meine Wäsche noch draußen trocknen kann (und das im November), arbeiten auf dem Rathausplatz die Leute mit Hochdruck an der Eisbahn, die ab Mitte nächster Woche ihren Dienst aufnehmen soll.

Schönheiten im Herbst




Herbstwanderung

Mit Schwester, Nichte und Hund durch den Mainzer Wald. Einstein hatte trotz seiner Spondylose Freude daran.


Sonntag, 6. November 2011

Zuspruch

Ich darf auf Segensüberraschungen Gottes gespannt sein und auch im Gestrüpp der Anfechtungen mit seinen heimlichen Hilfsmaßnahmen rechnen. (Paul Deitenbeck)

Das begegnete mir heute auf Fb als Antwort auf einen Segensgruß, den ich Freunden dort geschrieben hatte. Einfach schön. Wie ein Gruß aus der Ewigkeit.

Eisbrecher

Wir trafen uns mit "entfernten" Verwandten, räumlich entfernt und auch vom Grad der Verwandtschaft her. Ich habe regelmäßig Kontakt mit den Lieben, meine Schwester nicht. So hatte sie auch die Kinder der einen Cousine wohl noch nie gesehen, obwohl sie schon lange im Studium stehen.
Nach einer kleinen Gedenkfeier in unserer Kirche fuhren wir zum gemeinsamen Kaffeetrinken und Erzählen auf die Burg Altena. Nachmittagszeit, alle bestellten Kaffee und Kuchen. Nur meine Schwester nicht. Die hatte Hunger auf Herzhaftes (Ich auch, aber ich traute mich nicht, wir waren ja eingeladen.) und bestellte ein Schnittchen, egal was, so sagte sie, nur eben ein Schnittchen.
Es dauerte lange bis wir unsere Bestellung bekamen. Der Grund: Meine Schwester bekam ein riesiges Schnitzel mit Pommes, Majo und Ketchup, schon heiß und frisch gebraten. Die Bedienung hatte sich verhört. Meine Schwester nahm es an, erbat einen zweiten Teller und bot allen an, sich am Essen zu beteiligen. Und siehe da, die Jugend ließ sich das nicht zweimal sagen. Im Ruckzuck war das Gericht verspeist (ich bekam auch noch zwei Pommes ab). Alle hatten viel Spaß, amüsierten sich köstlich. Und die anfängliche Befangenheit zwischen allen war gebrochen. Die Unterhaltung lief ungeniert und wie am Schnürchen.
Was ein Schnitzel und ein Schnitzer nicht alles anrichten können.

Freitag, 4. November 2011

Spruch des Tages

Heute war ich bis vorhin etwas mutlos und auch lustlos. Eigentlich besteht kein Grund dazu. Herrliches Wetter mit etwas heftigem Herbstwind. Ich kehre Laub vor der Haustür und packe es in Säcke, denn ich muss sowieso zum Fuhrpark fahren, allerlei wegbringen (Altpapier, Plastikmüll).
Ich belade den Wagen. Meine Nachbarin von oben, seit Jahren Witwe, 10 Jahre älter als ich und etwas gehbehindert, führt ihren Dackel aus. Wir halten ein Schwätzchen.
Als sie sieht, dass ich das Auto belade sagt sie:
 "Fahren Sie vorsichtig! Heute ist Freitag, da sind die ganzen Hausfrauen unterwegs, da muss man aufpassen."
Der Tag ist gerettet. Ich bin aufgeheitert, muss innerlich immer noch lachen. Und werde gleich mächtig aufpassen, dass die Hausfrauen mir und meinem Auto nichts tun.

Donnerstag, 3. November 2011

Rundreise

Über den Feiertag haben wir eine Rundreise zu der Nichte und den Neffen gemacht, die Schwester, der Hund und ich. Am Dienstag ging es zum Frühstück nach Mainz in die WG der Nichte. Dorthin waren die Brüder der Nichte und die Freundin eines Bruders auch gekommen. Die Freundin des anderen Bruders und der Freund der Nichte wohnen auch in der etwas weiteren Umgebung, mussten aber studieren, weil dort kein Feiertag war.
Nach dem Früh-Spätstück fuhren die Burschen samt Freundin los. Wir machten mit der Nichte und Einstein einen langen Spaziergang durch den Mainzer Stadtwald.
Danach ging es los zur WG des einen Neffen nach Brühl/Mannheim. Dort war auch der Neffe aus Karlsruhe noch.
Kaffeetrinken und Abendessen in einem. Dann gab es mehrere Runden Kniffel und alle waren müde. Der eine Neffe fuhr zurück nach Karlsruhe. Wir schliefen in der WG.
Am Mittwochmorgen frühes Frühstück, nach Gang mit dem Hund. Die beiden Burschen, Neffe und Freund, schwangen sich auf ihre Fahrräder und fuhren nach Heidelberg zum Studium (täglich eine Stunde hin und eine Stunde zurück).
Mama und Tante spülten noch das Geschirr von Tagen, dann ging es zurück in die Heimat.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Das Blühen will nicht enden ....

30. Oktober und immer noch stehen der Blaue Hibiscus, die Bougainvillea und auch die Dapledenia in voller Blüte. Selbst die Rosen entfalten noch immer Knospen zu Blüten.

Dies ist der Beweis!

Samstag, 29. Oktober 2011

Diese Bande

Heute konnte nur die Schwester zum Familienfrühstück kommen und das auch nur kurz. Da ich erst um Mitternacht von auswärts heim kam war das ganz gut. Schwarzbrot (essen wir lieber als Brötchen) hatte ich vorher sehr leckeres besorgt. Und dann standen plötzlich fast zeitgleich mit der Schwester zusätzlich noch der Freund der Nichte, die beiden Neffen, der Patensohn und die Freundin des Neffen auf der Matte. Brötchen hatten sie mitgebracht. Alles andere musste Nenne stellen. Wie gut, dass ich aus "alten Tagen" immer noch die Angewohnheit habe, Eingeschweißtes auf Vorrat da zu haben. Denn fürs Auftauen wäre es zu spät gewesen. Schnell Gedecke zugestellt. Kaffee nachgemacht, die Schwester abgefüttert und dann mit dem Jungvolk noch eine Weile in Ruhe gefrühstück. Sie haben heute Abend in der Nähe ein Konzert mit ihrer Band und waren mal spontan zum Frühstück gekommen. Denn eigentlich haben sie sich alle bis Weihnachten zu ihren Studienorten verabschiedet.
Einfach eine tolle Überraschung und ein schöne Überraschung.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Irgendwie typisch!

Ich erfahre es aus der Presse, irgendwie typisch.
Da sind zwei Handwerksgesellen (aus Thüringen und Brandenburg) auf Wanderschaft in Lüdenscheid gelandet. Der Dachdeckergeselle und der Zimmermann haben sich vor kurzem getroffen und ziehen nun zusammen durch die Lande in Kluft und mit dem Stenz.
Sie laufen abends durch Lüdenscheids Straßen und treffen in der Nähe der Erlöserkirche auf  einen Mitarbeiter des OFK (Obdachlosenfreundeskreis). Der lädt sie ein ins OFK-Bistro, das an diesem Abend stattfindet. Irgendwie typisch.
Im Bistro treffen sie meine Schwester, unsere Gemeindepastorin und kriegen was zu essen. Irgendwie typisch.
Sie kriegen ein Nachtlager im Jugendraum unserer Gemeinde (am Stadtrand von Lüdenscheid). Irgendwie typisch.
Am anderen Morgen schleppt die Schwester die beiden mit ins Altenheim zum Frühstück.  Irgendwie typisch.
Dort erzählen sie den Bewohnern aus ihrem Leben von ihrer Reise als "Handwerksgesellen auf Wanderschaft". Die alten Leute waren ganz hingerissen von den beiden, so sagt die Schwester.  Irgendwie typisch.
Danach wollten sie beide zum Bürgermeister. Die Schwester bringt sie hin. Irgendwie typisch.
Seit neuestem hat die Lokalredaktion ihr Büro (für einige Zeit wegen Bauarbeiten) neben dem Büro des Bürgermeisters. Ein Redakteur wird neugierig. Irgendwie typisch.
So kommt die Geschichte in die Presse.
In der Presse steht dann noch einiges über die Organisation der wandernden Gesellen und was die Ziele der beiden in nächster Zeit sind.
Bei einem "Diensttelefonat" mit der Schwester frage ich nach Einzelheiten. Sie sagt, dazu sei jetzt keine Zeit, demnächst seien wir ja gemeinsam unterwegs, dann könne sie was dazu sagen.
Auch irgendwie typisch.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Abende der Begegnung

Alle Jahre wieder finden die Abende der Begegnung in der Kirche statt und enden mit dem Sonntagsgottesdienst. Die Kirche wird in ein Café verwandelt. Eingeladen wird zum Abendessen mit Begegnungscharakter und Verkündigung. In jeden Haushalt der Gemeinde wurden Einladungen gebracht und möglichst persönlich eingeladen. Wer persönlich angetroffen wurde, bekam einen Essensgutschein für einen Abend.
Es ließen sich viele laden. Rund 80 Mitarbeiter haben diese Abende mit vorbereitet. Durchgeführt wurden sie von gemeindeeigenen Leuten. Nur der Redner, Theologe, Gemeindeberater und Auto Klaus Schönberg, kam von auswärts.
Mir ist wieder aufgegangen, wieviele Begabungen wir in der Gemeinde haben. Da waren die verschiedenen Bands, Girls-Band, Praise-Band und noch viele andere. Es gab Solo-Gesänge die wirklich professionell waren. Ein Projektchor hatte sich zusammen getan. Es gab die Moderatoren, das Technik-Team, das Küchen-Team, das Deko-Team, das Begrüßungsteam, das Seelsorgeteam, das Umräum-Kommando, das Team für die Saalspiele (zwecks Auflockerung und besseren Kennenlernens).
Es waren dieses mal bis hin zur Verkündigung eher stille, besinnliche Abende. Auch die Interviews mit Mitgliedern unserer Gemeinde aus ganz unterschiedlichen Alterklassen brachten Bewegendes zutage. Segnen, gemeinsames Abendmahl.
Im Vorfeld der Tage und auch während der Tage gab es auch mächtige Anfechtungen. Damit rechnen wir immer, denn wo viel Segen ist, da treibt auch der Böse sein Unwesen.
Manchmal frage ich mich, ob sich der viele Aufwand lohnt. Ja, er tut es. Nicht nur für Außenstehende, sondern auch für uns. Für mich waren die Tage anstrengend aber auch ein Segen.

Die Seniorin dieser Runde feierte ihren Geburtstag.


Der Kirchenraum einmal ganz anders.


Unterschiedliche Leute kamen während des Gottesdienstes ins Gespräch.


Wo kein Platz mehr war, musste der Fußboden herhalten.

Dienstag, 18. Oktober 2011