Die Kreuzkirche, Gemeinde unseres Vaters, hatte eingeladen, um anlässlich des 100-jährigen Geburtstag unseres Vaters an ihren "Gründer" zu erinnern. Es wurde eine wunderbare Dankesstunde.
Viele Menschen waren gekommen auch von weit her, selbst von Berlin. Interviews mit Zeitzeugen (ich machte den Anfang, meine Schwester den Schluss). Alte Tondokumente und Filmdokumente wurden abgespielt. Ich war platt. Es gibt demnächst eine CD, auf der viele Lieder zu hören sind, die Vater und ich im Duett gesungen haben.
Die Fabrikenmission stand wieder auf. Einer der alten Recken, der damals als junger Bursche mit dabei war, spielte mit bei den Posaunen, die das Ganze umrahmten. Wir sangen die alten Lieder: "Ich bin durch die Welt gegangen", "Solang mein Jesus lebt", "Welch ein Freund ist unser Jesus", aber auch "Sonne der Gerechtigkeit".
Und es geht weiter in dieser Gemeinde. Die alte Kreuzkirche, heute ein Gemeindehaus, wird abgerissen, ist zu klein und zu marode. Neben die neue Kreuzkirche, die mein Vater noch hat bauen lassen, weil die alte zu klein wurde, wird ein großes neues Gemeindehaus gebaut.
Nicht alle Gemeinden leiden an Schrumpfung.
Unser Vater freut sich sicher aus dem Himmel heraus über diese Entwicklung.
Und ich bin dankbar für diesen wunderbaren und bewegenden Erntedankfest-Abend.