Heute ist der Todestag meiner Schwester. Sie ist nur drei Jahre alt geworden. An ihrem Geburtstag, dem 25.08. habe ich schon einmal was geschrieben. Durch ihre lange Bettlägerigkeit war sie geistig sehr viel weiter als andere Kinder in ihrem Alter. Wir haben um ein Wunder (Heilung) gebetet. Doch sie ist heim zu ihrem Heiland gegangen, der ihr nicht fremd war.
Bei der Beerdigung seines eigenen Kinder sagte mein Vater: "Gott hat sich von dem Verwunden mehr erhofft als von dem Wunder."
Ich habe meine Verwundung, die ich als fast 13-jährige gespürt habe, Jahnzehnte später in einer seelsorgerlichen Therapie aufgearbeitet. Das war gut und heilsam.
Ein paar Jahre später habe ich noch einmal eine Schwester geschenkt bekommen. Wir haben eine innige Beziehung zueinander, das ist toll. Heute schneite sie bei mir rein, wollte was Dienstliches. Sie weiß wahrscheinlich gar nicht, dass heute der Todestag meiner Schwester ist. Ich habe es in der Eile auch nicht gesagt. Das macht nichts.
Denn:
Ob durch Leben, ob durch Tod getrennt,
alles, was nach Jesus Christ sich nennt,
trifft sich einst beim Herrn im Himmelssaal.
Christen seh'n sich nie zum letzten Mal.
Und so freue ich mich wie bekloppt auf ein Wiedersehen mit meiner Schwester und meinen anderen Lieben und ganz vielen, die ich vermisse.