Samstag, 29. September 2012

Alte Schachteln

Mal wieder Veteranentreffen. Dieses Mal am Freitagvormittag. Wir pensionierten Lehrerinnen meiner letzten Schule hatten uns zum Frühstück in einem Gärtnerei-Café in der Nähe von Halver verabredet. Dort betreiben mehrere junge Frauen einen kleinen Park mit Gärtnerei, wunderschönem Lädchen und schnuckeligem Café.
Und die Freundin kam auch auf andere Gedanken, ihren Mann besuchten wir am Nachmittag im Krankenhaus. Es geht aufwärts mit ihm. "Gott sei von Herzen Dank." Und uns hat das Frühstück, das Erzählen, der Gang durch den Regen und den regennassen kleinen Park so unendlich gut getan. Kein abgezirkelter Park, sondern ganz verwunschen. Unkraut ist mit einbezogen. Es gibt kein Unkraut, wir bezeichnen es nur so!!!!
Mein Herz und alle Sinne haben sich satt gesehen an allem Schönen.







Montag, 24. September 2012

Gospelday

Wir haben in unserer Stadt zum zweiten Mal am weltweiten Gospelday gegen Armut und Gewalt teilgenommen. Unser Gospelchor Risecorn hat ihn ausgerichtet. Es war ein gesegneter und bewegender Tag. Gott hat die Regenwolken angehalten. Beim Aufbau der Zelte hat es noch geschüttet vorgestern früh. Aber dann bleib es trocken bis zum Abend.

Dunkle Wolken über dem Rathausplatz.

Unsere Band "Hold the Line" wirkte auch wieder mit.

Viele Zuhörer blieben den ganzen Tag.


Dieses Mal hatten sich auch einige Organisationen angeschlossen und Stände aufgebaut. Viele Infos gab es, gutes und gesundes Essen und für die Kinder auch allerlei.
Die Marktbesucher des Wochenmarktes staunten ob der Vielfalt.

AUF UND AB

Seit knapp einer Woche Normalstation. Und immer wieder Aufs und Abs. Die Lage ist weiter ernst. Die Berg- und Talfahrten zehren an den Nerven aller, besonders an den Nerven der Freundin.
Mir führen die täglichen Krankenhausbesuche wieder deutlich vor Augen, wie viel Elend es gibt. Ich weiß es zwar, aber es täglich zu sehen, ist noch was anderes.
Wir sind dankbar für gute Ärzte und liebevolles Pflegepersonal. Und wir brauchen weiter Fürbitte. Alle!

Donnerstag, 20. September 2012

Sonntag, 16. September 2012

Villa Toscana

Was für ein Name für ein Altenheim. Ich bin in den letzten Tagen ab und zu dort.
Sie ist zunächst zur Kurzzeitpflege dort, ist nach einem leichten Schlaganfall vom Krankhaus aus dorthin entlassen worden. Sie hofft bald wieder nach Hause zu können in ihr eigenes Haus. Dort lebt sie alleine, wurde vom Pflegedienst morgens und abends versorgt. Und sie fühlte sich in Gott geborgen.
Sie ist sicher, wieder nach Hause zu kommen. Ihre Kinder, die alle weiter weg wohnen, sehen das anders. Sie sind in Sorge, dass es bei ihr zu Hause alleine nicht mehr geht. Die Kinder möchten gerne, dass sie im Heim bleibt. Verständlich, weil das Risiko zu Hause zu groß ist, sie noch nicht wieder fit ist.
Doch sie ist sicher, dass sie bald nach Hause kommt.
Mir ist nur zum Heulen zumute.

Samstag, 15. September 2012

Spatzen

Sie kommen in Scharen. Manchmal sitzen über 10 von ihnen auf dem Futteraus. Und die Terrasse und die Wiese haben sie längst zu ihrem Terrain erklärt. Sie machen es den Meisen schwer. Sie käbbeln sich, sie schmusen, sie machen Dreck. Doch es macht mir Freude, ihnen zuzuschauen. Doch nähere ich mich nur der Fensterscheibe, schwubs, sind sie alle weg.
Mit viel Geduld und Reglosigkeit ist es mir gelungen, doch einige zu erwischen.

Immer noch

Immer noch Intensivstation. In dieser vergangenen Woche war ich jeden Tag einmal mit da. Manchmal nur kurz, manchmal Stunden. Und ich sehe, es geht in kleinen, sehr kleinen Schritten aufwärts.
Wir erbitten Gottes liebende Fürsorge für den Freund und danken für so freundliches und hilfreiches Pflege- und Ärztepersonal.
Sie tun einen unendlich schweren Dienst auf der Intensivstation. Einiges davon kriege ich dabei hautnah mit.

Freitag, 7. September 2012

Intensivstation

Geschäftiges Treiben auf leisen Sohlen.
Apparate und Schläuche.
Es piepst und gurgelt allenthalben.
Selbst nachts gibt es keine Ruhe.
Der Tag- Nachtrhythmus ist empfindlich gestört, sagt die Ärztin.
Alles lebenswichtig.
Notwendig für die Heilung.
Und doch von der Atmosphäre so wenig dazu angetan, dass ein Mensch gesund werden kann.
Kein leichtes Zurückkommen aus dem Koma.
Kein leichtes Zurechtfinden im Hier und Jetzt.
Das gelingt besser auf der Normalstation, sagt die Ärztin.
Aber doch muss der Freund noch unter ständiger Beobachtung sein.
Seine Lage ist noch sehr ernst.
Wir legen ihn in Gottes Hände.
Wir beten und danken für das Pflegepersonal auf der Intensivstation.

Donnerstag, 6. September 2012

Falsches Gefühl

Vom Gefühl her ist heute Samstag für mich. Ich muss mir immer wieder bewusst machen, dass dem nicht so ist.
Woher kommt dieses falsche Gefühl?
Vielleicht liegt es daran, dass heute um 10.00 Uhr einer meiner Neffen samt seiner Freundin und der Freundin seines Bruders bei mir zum Frühstück erschienen ist.
Angemeldet haben sie sich gestern Abend. Nenne musste schnell mal in Kühlschrank und Kühltruhe nachsehen, was noch da war. Sie konnten kommen. Sonst hätten sie was mitbringen müssen. Seit die Bäckerei bei mir an der Ecke zu gemacht hat, bringen die Lieben die Brötchen immer mit.
Tja und dann haben wir uns in Ruhe unterhalten können. Der Neffe hat einen Baum im Garten mit meiner Elektrosäge abgesägt und klein gemacht.
Die Mädels haben einen Teil meines Schmucks durchforstet und ein bisschen "abgestaubt".
Meinen Baumschnitt habe ich anschließend zum Fuhrpark gebracht. Wieder bin ich einen Schritt weiter. Schön.

Und immer noch denke und fühle ich: Morgen ist Sonntag. Ist aber total falsch!!!!!

Montag, 3. September 2012

Geschenkte Texte


Ich habe heute diesen Vers von Manfred Siebald zugeschickt bekommen. Ein so versöhnlicher Text für Zeiten nach der Krankheit. Das ist vorauseilende Seelsorge. Ich teile diesen Text gerne mit allen, die ihn lesen mögen.

Du hast die Wunden mir geheilt, die Schmerzen sind vorbei.

Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.

Du hast dem Arzt die Hand geführt,

durch seine Kunst mich angerührt,

und ich hab deine Kraft gespürt.

Das Herz ist frei.

Du hast mich manchmal schnell geheilt und manchmal nur mit mir

die Ängste und den Schmerz geteilt. Auch dafür dank ich dir.

Heut hilfst du so und morgen so; ich staune, wie und wann und wo.

Wenn du nur da bist, bin ich froh,

Das Herz wird frei.
 
(Manfred Siebald)

Sonntag, 2. September 2012

Auslüften

Nach der Intensivstation Seele und Geist auslüften. Der Gang mit der Freundin tut uns beiden gut.

Noch leuchten sie, die Sonnenblumen.

Herbstliche Farben. Die Luft riecht nach Herbst.

Was tut der leuchtende Himmel unseren Seelen gut.

Und die Martinsgänse schnattern schon.
 

Samstag, 1. September 2012

Erste Liebe

Einer meiner ältesten Freunde feierte gestern seinen 85. Geburtstag. Ich durfte dabei sein. Welch ein Dankesfest. Welch ein dynamischer Mensch. Noch voll im Einsatz in unserer Gemeinde. Und seine Freunde haben ein wunderschönes Programm gestaltet. Es gab viel zum Danken, zum Lachen und zum Nachdenken.
Und er ist wirklich mein erster Freund. Als ich ihn kennenlernte, war ich etwa acht oder neun Jahre alt. Und er war 21 und meine heimliche "große Liebe". Ich schwärmte für ihn.
Das habe ich damals niemandem gesagt, das ging gar nicht.
Heute können wir darüber herzlich lachen, uns daran erfreuen.

Damals, als mein Vater nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft in Lüdenscheid Jugendpfarrer wurde, war er einer der ersten die dazugehörten und mit Feuereifer mitarbeiteten.

Hansi, ich wünsche Dir, dass Du noch einige Jahre in solcher Frische unter uns bist. Gott schenke es Dir und uns.