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Dienstag, 27. September 2016

Endlich ...

Endlich bin ich nun handwerkstechnisch mit meinem Wasserschaden durch.
Heute Nachmittag war noch der Klempner da. Und weil er so nett war, hat er mir gleich auch noch den Toilettendeckel wieder festgeschraubt. Das gelang mir nämlich nicht so richtig. Ich hatte wohl nicht genug Kraft dazu.
Einiges steht schon wieder an Ort und Stelle. Ob ich alle Bilder wieder aufhänge, weiß ich noch nicht. Da lasse ich mir mal lieber Zeit.
Nun muss nur noch mein Auto wieder in Schuss gebracht werden. Noch fahre ich nicht auf Reserve. Aber bald. Die Werkstatt braucht mein Auto dann zwei bis drei Tage. Ich glaube, ich lasse gleich die Winterreifen mit drauf machen, auch wenn wir noch sommerliche Temperaturen haben. Das kann sich ja im Sauerland gaaaaanz schnell ändern.

Der Garten ist auch vernachlässigt worden und nimmt das übel. Und ich habe das Gefühl, ich brauchte mal gaaaaanz viel Ruhe. Aber das wird wohl nichts. Na dann roste ich auch nicht.
Unseren Abazis, unserer ausgewiesenen Familie, versuchen wir auf viele Weise zu helfen. Es ist schön zu erleben, wie sich viele aus der Gemeinde engagieren. Und schon bald werden sie auch Besuch von uns bekommen. Sie sollen merken, dass sie nicht alleine sind. Wir setzen alle Hebel in Bewegung, sie wieder nach Deutschland zu holen. Wenn Gott will, gelingt das auch. Sonst zeigt er uns andere Wege auf, die Lieben zu stützen und zu unterstützen.

Mittwoch, 14. September 2016

Erschütterndes

Eine unserer Flüchtlingsfamilien ist heute Morgen um 06:30 Uhr von der Polizei zur Abschiebung abgeholt worden. Vater, Mutter und zwei kleine Töchter.
Seit fast einem Jahr wohnen sie bei uns, sind Mitarbeiter unserer Gemeinde geworden. Gestern hat die Mutter einen genehmigten Arbeitsvertrag unterschrieben. Sie, die Lehrerin ist, hatte eine halbe Stelle bei der Nachmittagsbetreuung bekommen. Sonja hatte in der Deutschprüfung die höchste Punktzahl erreicht.
Ihre ältere Tochter galt als behindert. Hier bei uns stelle sich heraus, dass sie schwerhörig ist und weniger behindert als angenommen. Trotzdem ist sie jetzt nach unseren Ferien in eine besondere Schule gekommen und schon nach einer Woche total aufgeblüht. Ihre kleine Schwester ist letzte Woche eingeschult worden.
Sonja half mit in unseren Deutschkursen für unsere Freunde aus den Nationen.
Alles schien gut zu laufen. Wir wussten, dass der Asylantrag abgelehnt worden war. Eine Petition schien Erfolg zu haben.
Immer wieder hatte die Familie gesagt, wenn sie ausreisen müssten, würden sie freiwillig gehen. Das war den Behörden bekannt.
Trotzdem diese klamm heimliche Aktion.
Sie durften mit niemandem reden.
Einer Iranerin, die im gleichen Haus wohnt und "zufällig" die Aktion, die sehr schnell über die Bühne ging,  konnte Sonja noch zurufen, dass sie telefonieren soll.
Die hat schnell geschaltet und angerufen, bei allen möglichen Stellen.
Es gab keinen Kontakt zu den Lieben.
Meine Schwester konnte irgendwann im Laufe des Vormittages mit Sonja über Handy sprechen, ganz kurz. Und sie hat mit der Bundespolizei und allen möglichen Stellen telefoniert. Nichts hat geholfen.
Unsere letzte Information war, dass sie alle vier in den Flieger nach Tirana/Albanien gesetzt würden. Das scheint so passiert zu sein.
Die Familie hatte Albanien verlassen, ist geflüchtet, weil es in Albanien keine Schule für die älteste Tochter gibt, auch keine Behandlungsmöglichkeit, auch keine Therapie. Sonja hat ihre Stelle dort verloren, weil sie eine "behinderte" (fast gehörlose) Tochter hat. Es ist unglaublich.
Und es war ein Schock für unsere anderen Freunde aus den Nationen, die bei uns leben und mit uns leben, denn alle hingen sehr an der Familie.
Gott hat andere Wege zu helfen. Wir beten und warten auf ein Wunder, wie Gott diese Situation löst, gerade auch für die kleine Ester. (Sie schreibt sich wirklich so.)

Da werden alle Kümmernisse und Beschwerden um die Beseitigung eines Wasserschadens ganz klein.

Dienstag, 19. April 2016

Letzte Begegnung

Da saßen wir am Sonntag zusammen beim Gebetstreffen für die Ferienanlage Pinéa auf Korsika.
Viele "Nordeutsche" hatten sich in unserer Kirche getroffen, die "Süddeutschen" woanders. Einmal im Jahr treffen wir uns zum gemeinsamen Gebet.
Inge und Wilhelm sind ein "Urgestein", sind seit Jahrzehnten jedes Jahr dort.
Nach den Informationen und Gebeten gab es bei uns ein Kaffeetringen. Ich saß neben Inge und Wilhlem. Wir erzählten und freuten uns darauf, wieder gemeinsam zur gleichen Zeit in Pinéa zu sein.
Zum Abschied haben wir uns gedrückt.
Am nächsten Morgen kam ein Anruf, dass Inge gerade heimgegangen sei, einfach im Schlaf.
Das bewegt mich, das erschüttert mich. Inge ist daheim. Aber für ihren Wilhelm und für die Kinder und Enkelkinder wird es schwer.
Herr erbarme dich!


Montag, 29. Februar 2016

Tante Klara

Heute hätte sie Geburtstag, Tante Klara. Ich weiß gar nicht, wie alt sie jetzt geworden wäre.
Sie war die Schwester meines Großvaters väterlicherseits.
Tante Klara war unverheiratet und lebte, als ich sie kennenlernte, schon mit "Mutter Brink" zusammen. Ob die je verheiratet war, weiß ich nicht.
Meine Erinnerungen an Tante Klara sind eine gemütliche Wohnung, wobei ich mich nur an ihr Wohnzimmer erinnere. Und ich erinnere mich an ihren "Apfel im Schlafrock". Das war ein Apfel, der in einen Teig eingewickelt wurde und dann in den Backofen kam. Mir schmeckte der sehr gut.
Tante Klara schenkte mir immer einen zum Geburtstag und es steckte dann ein kleiner Geldschein drin.
Tante Klara starb irgendwann, als ich noch Kind war.
Von ihr hieß es immer, dass sie eine große Beterin war.


Gerade merke ich, wie dankbar ich für Tante Klara bin, wie kostbar die Erinnerung an sie für mich ist.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Mit Gottes Segen

Die kirchliche Trauung und die große Hochzeitsfeier des Neffen und seiner Braut/Frau fand in der Heimatstadt der beiden Brautleute statt. Die Mutter traute, der Patenonkel hielt die Predigt. Die beiden gehen ihren gemeinsamen Weg mit Gott.

Mit Gottes Segen!

Die Geschwisterpaare

Die Schwägerinnen

Die Geschwister

Nach der Trauung wurden auch hier bei der Feier die HighHeels ausgezogen. Der Bräutigam hatte schon die ganze Zeit "Trunschuhe" an.



Dienstag, 25. August 2015

Gedenktage

Es ist mal wieder so weit.
Heute wäre meine Schwester 65 Jahre alt geworden.
Und wie so oft an diesem Gedenktag frage ich mich, wie es wohl wäre, wenn sie noch lebte.
Ich kann mir das gar nicht so recht vorstellen. Muss ich ja auch nicht. Aber ein wenig träumen darf ich schon.
An diesem Tag bin ich sonst immer bei den Eltern und später bei unserem Vater gewesen. Wir haben uns gemeinsam erinnert. Nur in seinem Sterbejahr da hatte er zum ersten Mal den Geburtstag ganz vergessen und war selber betroffen darüber, als ich ihm beim Abschied sagte, dass ja heute Annettes Geburtstag sei.
Es gibt kaum noch Menschen, die sie gekannt haben, es gibt keinen mehr, der sich mit mir an ihren Geburtstag erinnert.
Das gehört zum Leben. Ich darf mich freuen und freue mich, dass ich eine Schwester hatte, mit der ich eine wunderschöne und eine sehr schwere Zeit erlebt habe.
Sie ist bei Gott, das weiß ich. Und da ist sie wunderbar aufgehoben. - Auch wenn sie mir heute ein wenig fehlt.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Kinder-Gottesdienst

Am Sonntag wurden in einem gesonderten Taufgottesdienst die Enkelkinder unserer Freundin getauft. Es ging in Richtung Frankenthal. Dort wohnt das junge Paar, dessen drei Kinder getauft wurden.
Marlou ist schon drei Jahre alt und ihre Brüder, die Zwillinge, werden Ende August ein Jahr alt.
Es war ein richtiger Kindergottesdienst. Denn viele der Gäste waren junge Paare, die selber kleine Kinder haben.
Und so war zwar die Predigt (von Moni, meiner Schwester) auch an die Erwachsenen gerichtet, aber auch für Kinder verständlich. Und gesungen haben wir Kinderlieder, zu denen wir uns auch bewegt und Gesten gemacht haben.
Um den Taufstein herum standen, neben den Eltern und Paten ganz viele Kinder, die einfach zugucken wollten.
Für den so früh verstorbenen Opa (unseren Freund) wurde, neben den Taufkerzen der Kinder, auch eine Kerze entzündet.
Ich denke er freut sich im Himmel darüber.




Dienstag, 7. April 2015

Für länger

Sie haben sich verabschiedet, gehen für ein halbes Jahr auf Weltreise (Travel an Work) und Hochzeitsreise. Sie erfüllen sich einen Traum, den sie schon viele Jahre träumen.

Es war eine schöne Abschiedsstunde.






Gott schütze euch Ihr Lieben und bringe euch bewahrt wieder heim.

Dienstag, 24. März 2015

Erschütterndes und Erfreuliches

Beides liegt so nahe beieinander, das erleben wir gerade so hautnah.


Erfreuliches:
Neffe Nr. 1 hat sein erstes Theologisches Examen mit Bravour bestanden.
Er ist nun völlig erledigt, will nur noch chillen. Das geht aber nicht.
Denn:
Neffe Nr. 2 wird mit seiner Frau am Samstag kirchlich getraut.
Die Geschwister rödeln seit Tagen, haben manche Überraschung für das Brautpaar parat.


Erschütterndes:
Gerade der Absturz der German-Wings-Maschine. Es wird bestätigt, dass eine ganze Schulklasse mit unter den Passagieren war.
In unseren Werkstätten für geistig Behinderte (sehr große Einrichtung) hat sich ein Mitarbeiter in dieser Einrichtung erhängt. Es gilt mit den (geistig) Behinderten dieses aufzuarbeiten, aufzufangen. Denn sie haben ein ganz feines Gespür. Das erlebe ich immer wieder.
Dies sind nur zwei Beispiele für das, was uns tagtäglich umtreibt.


Es ist für mich wichtig, bei all dem Schweren und Erschütternden doch auch fröhlich und dankbar feiern zu dürfen, sich mitfreuen zu dürfen.

Beides liegt in Gottes Hand.

Donnerstag, 12. März 2015

Botschaft

Dieses "Bild" hängt in der Praxis meiner Ärztin im Wartebereich.

Das ist ihre Haltung. Nach jedem Gespräch mit ihr, fragt sie mich, ob wir noch miteinander beten wollen. Sie betet für jeden einzelnen ihrer Patienten.
Und eine Patientin hat ihr diesen Spruch gemalt und geschenkt.

Für mich ist es ein Geschenk, dass diese Ärztin auch gleichzeitig meine Freundin geworden ist. Diese Freundschaft ist in langen Jahren gewachsen.
Wir haben am gleichen Tag Geburtstag, auch das verbindet uns.

In Massen

Am vergangenen Wochenende fand unsere jährliche Gemeindefreizeit statt. Wir kommen immer in Massen und belegen das ganze Haus Nordhelle.
Dieses Jahr war es besonders spannend, denn das Haus ist renoviert worden. Die Zimmer sind komfortabler geworden. Es gibt auch eine kleine Kapelle, in die man sich zur Stille zurückziehen kann. Und es gibt auch ein Zimmer für Hundebesitzer. Aber das wussten wir nicht.


Unsere Gemeinde rückte mit 169 Gemeindegliedern an. Über Tag kam dann noch der eine oder andere Tagesgast dazu. Eine bunt gemischte Truppe aus Kindern, Jugendlichen, Klienten des Obdachlosenfreundeskreises, Mittelalter und Alter.


Thema:
Miteinander
- tragen und ertragen
- achten und schätzen
- entdecken und lieben


In Andacht, Gebet, Übungen, Spielen und sonstigen Aktivitäten konnten wir das alles erfahren.
Es war eine gesegnete Zeit. Mal sehen, wie sich diese Freizeit in unserem Gemeindeleben auswirkt.


Ich selbst war "Heimschläfer". Es mangelte an Einzelzimmern. Und außerdem musste Silas, der Hund meiner Schwester, versorgt werden. Also schlief er in meiner Wohnung. Morgens vor dem Frühstück auf der Nordhelle pilgerte ich schon eine Stunde mit ihm dort durch den Wald. Anschließend kam er in den ihm vertrauten Kofferraum meiner Schwester. Und immer wieder zwischendurch habe ich ihn durch die Gegend gejagt, damit er genug Auslauf hatte.
Und Gott sorgte. Ich bekam Hilfe von unserem Kirchmeister, der den Hund versorgt wenn meine Schwester und ich nicht da sind, und einem ehemaligen OFK-ler, der Silas als kleinen Rüden mit erzogen hat, weil er damals viel im Pfarrhaus und in der Kirche war. So hatte ich mehr Freiraum und die beiden Männer "beglückte" ich auch.
Dennoch war ich zwischendurch immer wieder müde und schlief wahrhaftig am Sonntag während des Gottesdienstes bei der Predigt ein. Die war wahrlich nicht langweilig, aber mich hat er übermannt, der Schlaf.
Hier der Beweis:

Ein netter Zeitgenosse hat mich heimlich fotografiert.

Morgenstimmung an der Nordhelle

 Es ist und bleibt ein Wunder, dass so viele unterschiedliche Menschen alles Altersgruppen Gemeinschaft miteinander haben, sich unterhalten, sich kennenlernen und voneinander lernen.




Freitag, 19. Dezember 2014

Licht und Schatten

14 Beerdigungen hatte meine Schwester seit Anfang Dezember.

Der Sarg oder auch die Urne werden in der Kirche vor dem Altar zur Trauerfeier aufgestellt. Und da steht nun seit einigen Tagen auch schon der Weihnachtsbaum. Natürlich sind die Lichter nicht entzündet. Das waren sie nur für mein Foto.
Angesichts von Weihnachtsbaum, Adventsstern und Krippe (noch ohne Kind) eine Trauerfeier zur Beerdigung zu erleben, das empfinde ich schon als etwas Besonderes. Und es gehört zusammen, Krippe und Kreuz, Freude und Trauer.



Donnerstag, 20. November 2014

Ewigkeitssonntag (früher Totensonntag)



Ich verlasse mich

Ich verlasse mich
ganz auf dich, mein Gott,
wenn es um Tod und Leben geht,
weil du verlässlich bist.
Das ist mein Glaube.

Ich verlasse mich
auf dein Wort, mein Gott.
Was du zusagst, hältst du auch,
hast dein Wort noch nie gebrochen.
Versprochen ist bei dir versprochen.

Ich verlasse meine Angst
und laufe im Gebet zu dir.
Du verstehst uns Menschen gut,
die wir zwischen Feuern leben,
und nimmst unserer Angst den Bann.

Ich verlasse meine Schuld,
alles, was dich traurig macht.
Ich bekenne sie vor dir,
du wirfst sie weit hinter dich
und sprichst mich los von ihr.

Ich verlasse meinen Stolz,
alles arrogante Wesen
und bekenne, wer ich wirklich bin.
Du nennst mich nun ein Gotteskind,
und die Wahrheit macht mich frei.

Ich verlasse mich
ganz auf dich, mein Gott,
wenn es um Tod und Leben geht,
weil du verlässlich bist.
Das ist mein Glaube.


aus: Johannes Hansen, Dein Gast auf dieser Erde, Psalmen für schöne und schwere Tage, Kawohl-Verlag

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Betroffen

Betroffen macht mich, als ich gestern die Zeitung aufschlage und ein Foto von der Goldenen Konfirmation der Nachbargemeinde sehe. Dort strahlt mir auf dem Foto der Pastor entgegen.
Und am Abend dieses Sonntags kriegt er einen schweren Herzinfarkt und liegt weiter im Koma.
Er versorgte ja zwei Gemeinden, eben die Nachbargemeinde und unseren zweiten Pfarrbezirk.

Ich merke, es trifft mich noch einmal sehr ihn so fröhlich dort zu sehen.
Wir werden mit Gebets-SMS über seinen Zustand unterrichtet und beten für ihn und seine Frau.

Montag, 20. Oktober 2014

Gott sorgt

"Gott sorgt dafür, dass die richtige Menschen zur rechten Zeit in unserem Leben erscheinen." Das sagte mein Vater oft.
Gerade erlebe ich, dass dies auch für die "richtigen Worte" zutrifft.
Innerhalb der letzten zwei Stunden gab es einen Anruf, dass ein mir lieber Mensch, ein angeheirateter Vetter sehr plötzlich heimgegangen ist. Er war sehr krank, aber doch kam der Abschied jetzt sehr plötzlich, vor allem für meine Cousine.
Unmittelbar davor kam per SMS die Nachricht, dass Pfarrbruder meiner Schwester (aus dem 2. Pfarrbezirk) mit schwerem Herzinfarkt ins Krankenhaus gekommen ist. Er liegt im Koma. Ganz plötzlich. Meine Schwester ist krank, heftiger Gripperückfall.


Und war passiert jetzt gerade. Das Handy kündigt eine SMS an. Ich gucke nach.
Es ist eine "SMS-von-Gott" die ich normalerweise jeden Morgen um 07:02 Uhr aufs Handy bekomme.
Jetzt kommt sie heute Abend plötzlich um 20:09 Uhr.(Heute Morgen war auch eine da.)  Klar ist da was durcheinander geraten. Aber ich bekomme diese SMS-von-Gott nun gerade jetzt:
"Setze deine Hoffnung auf den Herrn. Er steht dir bei und errettet dich." (Siehe Psalm 30,20)


Das ist Gottes Timing und das nehme ich jetzt ganz persönlich! Ich merke, wie gut mir dies tut.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Auch ein Erntedankfest

Über Facebook (PN) hat mich eine ehemalige Schülerin zu ihrer kirchlichen Trauung eingeladen.
Sie war vier Jahre meine Grundschülerin. Ich habe gerne zugesagt.
Die Kirche war rappelvoll. Viele Begegnungen mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern und Eltern gabe es vorher und nachher für mich.
Die Trauung war für mich bewegend, klar in der Verkündigung, auch mit einem gegenseitig zugesprochenen Ehegelübde (nicht mit einem einfachen "Ja").
Die Lieder hatte das Brautpaar auch selber ausgesucht.
"Von guten Mächten wunderbar geborgen" und "Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen".
Das letzte Lied war unser Abschiedslied aus der Grundschule. Das haben wir uns damals gegenseitig zugesungen.

Als ich bei der Gratulation die Braut kurz darauf ansprach sagte sie: "Ja, daran habe ich auch gedacht, als ich es aussuchte."
So viele Jahre ist das nun schon her. Braut und Bräutigam stehen schon lange im Beruf.
Es hat mich bewegt und erfreut.



Montag, 8. September 2014

Nachwuchs

Sie ist da, die kleine Ida.


Vier Wochen zu früh drängte sie auf diese Welt. Um 02:24 Uhr erblickte sie diese. Ida wog 2720 g und misst 48 cm. Sie gilt als Frühchen, muss noch ein bisschen im Wärmebett liegen.
Doch sie kann jederzeit heraus genommen werden und trinkt schon tüchtig an der Mutterbrust.


Mutter, Vater und Kind sind wohlauf und glücklich. Immer wieder ein Wunder, so ein kleines Wesen.


Und ich bin nun Großtante und "Großpatentante", denn Idas Mama ist nicht nur meine richtige Nichte, sondern auch meine Patentochter.


Gott segne Dein Leben hier auf dieser Erde, kleine Ida.

Montag, 25. August 2014

Gedenken

Heute wäre sie 64 Jahre alt geworden, meine Schwester Annette, die so früh von Gott heimgeholt wurde.
Drei Jahre durfte ich sie erleben. Drei Jahre sind uns geschenkt worden.
Von denen, die an diesen Tag denken, lebt keiner mehr. Meine noch lebende Schwester hat unsere verstorbene Schwester nie kennen gelernt.
Viele Erinnerungen werden heute besonders wach.
Und ich denke mal wieder, wie es wohl wäre, noch eine zehn Jahre jüngere Schwester zu haben.
Monika ist 15 Jahre jünger als ich.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Die Unentwegten

Es hat heute (Himmelfahrt) den ganzen Tag gegossen. Und es regnet immer noch.
Einige Unentwegte sind gewandert, um zum Gottesdienstort auf einem Hof in Niederhunscheid zu gelangen.
Ich konnte leider nicht mit, wegen eines leichten Magen-Darm-Infektes, habe aber den Hund meiner Schwester nach der Wanderung in Empfang genommen. Die anderen zogen weiter in die Niederungen Hunscheids. Und oh Wunder, dieses Mal hatte der Bauer seine Scheune ausgeräumt, so dass die Unentwegten unter Dach waren. Das war noch nie da. Die Fotos hat ein Gemeindemitglied gemacht.





Dienstag, 27. Mai 2014

Wenn einer eine Reise tut, dann .....






Wir trotzen dem Wolkenbruch.
Gesundheitlich sehr angeschlagen, lassen es sich die Lieben nicht nehmen, mir ihre schöne Gegend zu zeigen.
Einen Taschentuchbaum hatte ich noch nie gesehen. Er breitete seine Krone in großer Höhe aus.




In einem Garten stand eine Salatbank. Praktisch, braucht sich keiner beim Ernten zu bücken.

Einfach so im Wald standen die Rhododendren herum.

Freunde - wir hatten uns 26 Jahre nicht gesehen - hatten mich eingeladen ins Ammerland zu kommen.
Eigentlich sollte ich, vom Ehemann erbeten, als Überraschungsgast zu ihrer Goldenen Hochzeit kommen. Das klappt nicht, weil ich dann nicht in Deutschland sein werde.
Früher waren wir eng befreundet, dann riss vor 26 Jahren der Kontakt ab, ich war in der Suchtklinik und sie mussten aus gesundheitlichen Gründen weg ziehen. Erst Jahre später gab es wieder losen Kontakt, mal zum Geburtstag mal zu Weihnachten.
Und jetzt reiste ich also an, als Ersatz für die Überraschung zur kommenden Goldhochzeit.


Und es war, als hätten wir uns gestern erst verabschiedet. Der innige Kontakt war gleich wieder da.
Und doch hatten wir viel zu erzählen, sowohl an gemeinsamen Erinnerungen, als auch an unterschiedlichen weiteren Lebensführungen. So wurde es eine innerlich und auch äußerlich bewegte Zeit. Denn die Lieben wollten mir auch unbedingt ihre schöne neue Heimat zeigen.
Beide gesundheitlich unendlich angeschlagen, angewiesen auf Gottes Kraftzulagen und seine Schmerzlinderung von Stunde zu Stunde.


Ich bin noch immer ganz erfüllt von diesen Tagen.
Das Ammerland war mir nicht so gut gesonnen. Es ergoss seinen Regen in heftigen Schauern. Aber wir konnten trockene Momente nutzen.