Gestern wurde Norbert beerdigt. Es war eine bewegende Trauerfeier in unserer Kirche. Norbert hatte "volles Haus", etwas über 200 Menschen waren zu seiner Beerdigung gekommen. Viele Gäste aus dem Obdachlosen-Bistro, viele Menschen aus unserer Gemeinde.
Die Schwester hielt die Beerdigung und es fiel ihr schwer, immer wieder kamen ihr die Tränen. Und doch haben wir Lob- und Anbetungslieder gesungen. Auch das, was ich vorgestern für Gisela bei Fb eingestellt hatte. Ich wusste nicht, dass wir es auch für Norbert (und für uns) singen würden. Er hatte mir dem Lied "Herr, wohin sollen wir gehen" seine besondere Geschichte. Die Ansprache war an Norberts Leben entlang, reine Verkündigung des Evangeliums.
Bewegend war das Schlusslied, ein ganz altes "Reichslied", dass wir früher immer am Ende jeder Allianzkonferenz gesungen haben. "Wenn nach der Erde Leid Arbeit und Pein"..... Ich hätte nie gedacht, dass das so viele mitsingen konnten.
Anschließend ging es ihm langen Leichenzug von der Kirche zum Friedhof Oberrahmede. So einen langen Leichenzug hat das Rahmedetal sicher lange nicht gesehen und auch nicht so viele abenteuerliche Gestalten. Unsere OFK-Babys (ich schrieb mal von ihnen) trugen schwarze Anzüge, ich war platt und auch ein bisschen amüsiert.
Im Anschluss an die Urnenbeisetzung gab es im Kirchenhaus noch eine Nachfeier. Die Gemeinde hatte Kuchen gebacken, der OFK Brötchen geschmiert. Und weil es ausnahmsweise bis zum frühen Abend trocken blieb, konnten wir auch auf die Terrasse ausweichen.
Die Kollekte wurde für Norberts Beerdigung eingesammelt, denn die zahlen wir als Gemeinde und OFK, wir sind ja seine Familie.
Unsere heimgegangenen Lieben, zu denen nun auch Norbert gehört, haben vom Himmel aus dies alles miterlebt und sich sicher dran gefreut.