Am 2. Weihnachtstag "hatten wir sie alle beisammen" bei mir. Der 1. Weihnachtstag gehörte den Schwiegerfamilien der Kinder. So haben wir es vorerst geregelt.
Und sie kamen alle angerückt, teilweise von auswärts um beim traditionellen Weihnachtessen (Tradition aus unserem Elternhaus) teilzunehmen.
11 Erwachsene, ein Baby und zwei Labradore tummelten sich ab dem späten Morgen bis zum Abend bei mir herum.
Es war trubelig, es war wunderschön, es war auch anstrengend. Ach ich habe sie alle lieb.
Und dann kamen noch besondere Gäste: Es schellte und zwei Polizisten standen vor der Tür.
Nachbarn hatten sie gerufen, weil in meinem Garten zwei Hunde herumtollten und ab und zu jaulten.
Sie beruhigten mich, dass es nicht zu laut gewesen sei, sondern nur "Sorge".
Na ja.
Als ich am nächsten Tag meine direkten Nachbarn fragte, die auch den Garten neben meinem haben, waren sie verblüfft. Es war nicht zu laut, das Jaulen (nur kurz) hatte nicht gestört. Sie waren den ganzen Tag daheim und konnten es beurteilen.
Leider wollten die beiden Polizisten, ein Mann und eine Frau, nicht hereinkommen. Ich hätte ihnen gerne an Weihnachten eine Tasse Kaffee angeboten.
Und eigentlich wundere ich mich, dass ich keinen Schrecken bekommen habe, denn ich bin ja selbst oft als Notfallseelsorgerin mit Polizisten mitgegangen, wenn wir eine Todesnachricht oder Ähnliches zu überbringen hatten.