Dienstag, 28. September 2010

Seltsame Entdeckung

Heute beim Einkaufen im Regal mit den Sonderangeboten entdeckt: Ostergeschenkpapier.
Wenn im August schon das erste Weihnachtsgebäck in den Regalen liegt, dann kann ich man jetzt auch schon für Ostern vorsorgen.

Sonntag, 26. September 2010

Tränen

Nun ist der Jüngste von meiner Schwester auch aus dem Haus. Gestern habe ich noch der Nichte und dem Jüngsten sowie einem Patensohn gefrühstückt. Dann wurde noch einmal mein Hausstand durchforstet, was der Neffe wohl noch gebrauchen könnte. Heute vor dem Gottesdienst wollte er aufbrechen - in eine neues Leben - in eine Zweier-WG.
Vor dem Gottesdienst umarmte ich schon die weinende Freundin und weinte mit. Der Neffe entschied sich, erst nach dem Gottesdienst loszufahren. Wir halfen mit packen: Bruder, Schwester, Freundin, Patensohn, Freund von Freundin und ich. Papa nahm Abschied und verdrückte sich. Mama kam hinzu, im Schlepptau Gemeindeglieder, die unbedingt was von ihr wollten. Mit der Bemerkung, dies sei jetzt einmal ein privater Moment, scheuchte ich diese zurück in den Kirchendurchgang. Wir standen schließlich auf dem Privatplatz vor der Pfarrhaustür.
Der Neffe wollte fahren, aber eigentlich auch nicht. Wir scherzten, wir heulten. Ich verteilte Tempotücher. Die Freunde und der Bruder schoben das Auto symbolisch an. Dann war er weg, den Kirchplatz hinunter, unseren Augen entschwunden.
Und ich wurde heftig daran erinnert, wie es war, als meine Schwester zum Studium aufbrach. Ich war alleine mit ihr daheim. Sie fuhr fröhlich winkend ab. Ich heulte Rotz und Wasser.
Und während ich das schreibe, kommen schon wieder die Tränen. Dabei bin ich stolz auf den Kerl, der sich durchgeboxt hat. Schulmüde, Lehre, Gesellenprüfung, wieder Schule, Abi nach einem Jahr und ab ins Studium.
Ist schon ein toller Bursche. Und nicht nur samstags wird er mir fehlen.

Samstag, 25. September 2010

Ätsch

Neffe 2 zieht morgen zum Beginn seines Studiums nach Süddeutschland. Sein Laptop hat er zur Generalüberholung in ein PC-Fachgeschäft gebracht. Gestern wollte und sollte er es abholen. Nichts da! In dem Laden ist eingebrochen worden. Die Diebe hat man erwischt, samt Diebesgut, aber das liegt jetzt bei der Polizei. Und nun? ....
Ich habe geraten sowohl zur Polizei zu gehen, als auch im Laden nach einem Leihgerät zu fragen. (Müsste doch die Versicherung des Ladens zahlen, oder?)
Bin mal gespannt, was daraus wird.
Ich hatte in der örtlichen Presse von dem Einbruch gelesen, wäre aber im Leben nicht darauf gekommen, dass da einer von uns betroffen sein könnte.

Donnerstag, 23. September 2010

So nicht!

Ich suche Daten über die Suchmaschine. Und ich stoße auf was wirklich Kurioses.

Paul Deitenbeck, Ich lasse mich überreden. Ein Gang durch das Jahr. Tägliche Andachten, Gladbeck 1979.
books.google.de/books?isbn=3110138980...

Oh nein, nicht überreden will uns Gott, sondern überraschen. Darum heißt das Andachtsbuch auch: Ich lasse mich überraschen.

Blutige Angelegenheit

Der Bäcker hat eine neue Brotsorte: Grünkohlbrot mit Schinken, so steht es auf dem Schild. Ich will es probieren, also rein in den Laden. Neben mir verlangt eine Kundin: "Einen König Ludwig in Scheiben geschnitten." Na dann guten Appetit.

Mittwoch, 22. September 2010

Säuerlich

Ich bin etwas angesäuert. Da hat jemand auf der Pinéa-Seite, die ich betreuen soll, die Einstiegsseite total verändert, mit Informationen überfrachtet, die da eigentlich nicht hingehören. Dafür sind die Seiten im Navigationsmenü gedacht. Gewiss, die Seite war nicht optimal bisher. Ich hatte sie noch so gelassen, wie ich das Ganze übernommen habe. Doch nun ist das schon das zweite Mal, dass irgendwer, der noch den Zugang hat, die Seiten verändert. Beim letzten Mal war ein Teil des Saisontagebuchs danach weg. Dank der Hilfe meines Vorgängers haben wir es wieder hin gekriegt.
Nun habe ich den Vorstand gebeten für Klarheit wegen der Verantwortlichkeiten zu sorgen. Entweder einer ist für die ganze Homepage zuständig (so war es gesagt worden), oder es gibt eine Aufteilung mit klarer Regelung. Aber so geht es jedenfalls nicht. Das schafft nur doppelte Arbeit und Ärger.
Vorhin habe ich versucht ein Video einzustellen. Es ist mir nicht gelungen. Der Server lädt die Datei nicht hoch. Ich muss mal suchen, woran das liegt. Jetzt bin ich erst einmal genervt.

Dienstag, 21. September 2010

Bodenschätze

Was es nicht alles beim Gang um die Fürwigge-Talsperre zu entdecken gibt.




Die Freundin zückt den Fotoapparat um die wunderbaren Gebilde zu knipsen.













Was gibt es doch für verborgene Schönheiten im Herbst.







Und zu Hause gibt es für alle eine leckere Mahlzeit.

Samstag, 18. September 2010

Anders rum

Heute kein Frühstück bei mir, obwohl alle im Lande waren. Der Schwager hatte gestern Geburtstag und musste malochen.
Darum gab es heute ein Geburtstagsfrühstück bei ihm. Wir waren zu 12 und ich habe es genossen mal nicht die Gastgeberin zu sein. Und ich habe es auch genossen, dass wir mal wieder "alle beisammen hatten". Denn der Jüngste meiner Schwester fängt nun auch an zu studieren und hat mit einem Kommilitonen zusammen eine Wohnung am Studienort. Alle drei sind nun in Zweier- oder Dreier-WGs. Ganz schön ruhig wird es bei uns, vermute ich. Aber zu tun gibt es genug. Jetzt gilt es pro Monat 3 Verpflegungspakte zur Post zu bringen. Die Lieben sollen ja schließlich nicht darben müssen.

Freitag, 17. September 2010

Na so was

Es klingelt. Ich haste die Treppe hinauf und reiße die Haustür auf. Davor steht ein großer Herbststrauß.

Und dahinter versteckt sich eine junge Dame, die mich fragt, ob ich die sei, die ich bin. Ich bin's. Und dann drückt sie mir den Blumenstrauß in die Hand und bedankt sich für die viele Arbeit, die ich in den letzten Tagen für ihre Gruppierung geleistet hätte.
So was Nettes! Und völlig unverhofft!
Ach ich freue mich!

Mir fehlt was

Nachdem bis gestern ein Schwarm von Mails von meinem Server in meinen Posteingang geflattert sind, landet heute dort kaum was. Und was macht Nenne? Sie prüft wahrhaftig (verrückt), ob der Server noch Mails hereinlässt oder eine Störung hat.
Er hatte nicht. Die heiße Phase der laufenden Aktion ist vorbei - bis zur nächsten.
Und mir kam die Leere im Posteingang unheimlich vor.

Donnerstag, 16. September 2010

Unverschämt?

Gerade in der Apotheke: Vor mir eine Kundin, ich im diskreten Abstand hinter ihr. Plötzlich wird sie laut. Sie will ein Medikament, dass ihr die Apothekerin nicht geben will und darf. Ruhig erklärt ihr diese, dass es ohne Rezept nicht gehe. Dass sie auch die Krankheit nicht kenne, an der die Kundin leide, ihr nicht einfach was geben könne. Die Kundin wird ausfallen und laut. Das sei ihr noch nie passiert. Die Apothekerin hätte wohl keine Ahnung. Sie kriege dieses Kortison schon immer und habe es auch schon ohne Rezept bekommen. Ruhig erklärt ihr die Apothekerin, dass sie schon 20 Jahre im Dienst ist. Während die Kundin noch laut schimpft, holt die Apothekerin ein schnurloses Telefon und erklärt der Kundin, dass sie ihren Arzt anrufen könne. Sogar gewählt hat die Apothekerin schon. Die gleiche Diskussion geht offenbar mit der Arzthelferin am anderen Ende der Leitung weiter. Inzwischen bin ich dran und weg. Ob sie noch diskutiert, die Kundin.
Der Apothekerin gilt mein Respekt.

Zueinander stehen

Plötzlich gibt es in der lokalen Presse heftigen Gegenwind und üble Angriffe auch per Leserbriefen gegen eine christliche Gruppierung. Aus den Reihen der anderen Christen werden Stimmen laut, dass wir die Geschwister nicht "im Regen stehen" lassen dürfen. Ein gemeinsamer Artikel (sachlich und klärend) muss her. Wer soll ihn verfassen? Die Schwester. Macht sie. Alle Mitglieder der verschiedenen Organisationen und Initiativen werden angeschrieben und gefragt, ob sie den Artikel mit unterschreiben. Wer schreibt, wer verschickt wer reagiert auf Fragen, wer sammelt die Unterschriften und die Stellungnahmen? Jaha! Da alles schnell gehen musste (Aktualität) war ich so quasi auf PC-Tauchstation. Heute Morgen ist alles an die Lokalredaktion gegangen mit Unterschriften von ev., kath. und freikirchlichen Christen, die schon lange intensiv hier bei uns zusammenarbeiten. Es ist gut und heilsam, wenn Christen, bei aller Verschiedenheit der "Glaubensstile" miteinander arbeiten, miteinander im Gespräch sind und sich auch gegenseitig kritische Fragen stellen. Aber sie sind eins im Glauben. Und da stehen sie zueinander.

Mittwoch, 15. September 2010

Umsonst

Da bin ich gestern extra zur Post gepilgert, um verschiedene Sendungen aufzugeben. Auch ein kleines Päckchen war dabei. Der Beamte sagte mir, das ginge noch als Großbrief. Alles klar, ich bezahlte. Heute lag dieser Großbrief in meinem Briefkasten, versehen mit einem Klebezettel-Vermerk. Es fehlten 1,20 Euro an Porto. Diese sollte ich noch draufkleben und den Klebezettel vorsichtig an der Perforierung ablösen. So würde das Päckchen auch mit gestempeltem Porto+Zusatzporto befördert. Zum Glück hatte ich bei der Post auch wieder jede Menge Briefmarken gekauft.
Aber: 1. sollte das Päckchen rechtzeitig ankommen, 2. wollte ich heute nicht aus dem Haus, zu viel Arbeit.
Also habe ich mich zwecks Zeitersparnis ins Auto geschwungen und bin zum nächsten Briefkasten gefahren. Es gibt ja nicht mehr viele bei uns. Irgendwie ärgerlich das alles.

Dienstag, 14. September 2010

Einfach weg

Er ist noch immer nicht gefunden, der 65-jährige Bewohner der Waldheimat im Nachbarort. Die Suche mit Polizei, Hubschrauber und Hundestaffel wird nun eingestellt. So stand es heute in der Presse. Sie wird allerdings sofort wieder aufgenommen, wenn es ernst zu nehmende Hinweise gibt. Ob er verschwunden bleibt, wie Elli B., die seit 7 Jahren verschollen ist. Die Waldheimat ist eine christliche Wohnanlage. Gott schenke, dass der Vermisste, egal wo er ist jetzt spürt, dass Gott ihn nicht im Stich lässt.

Freitag, 10. September 2010

Ortsverlagerung

Da kommt gestern Morgen eine Dringlichkeitsmeldung (E-Mail), dass der synodale Diakonieausschuss am Abend nicht hier bei uns in L. stattfinden kann. Das Treffen muss in das Dorf verlagert werden, in dem der Vorsitzende wohnt, da er direkt im Anschluss einen dringenden weiteren Termin hereinbekommen hat. Da passt die Fahrt nach hier nicht mehr in die Zeitschiene. Klar, dass aufgrund dieses Umstandes noch weniger Delegierte teilnehmen konnten, als sonst gekommen wären. Der Kirchenkreis ist seit der Zusammenlegung groß und weiträumig geworden.
Den ganzen Abend kreiste ein Hubschrauber über unserem Tagungsort. Aus der "Waldheimat" wurde ein behinderter 65-jähriger Mann vermisst. Er kann sich nicht sprachlich äußern.
Als wir heim fuhren, kreiste der Hubschrauber noch immer über dem Gebiet.
19.00 Uhr
Gerade lese ich im Internet in der Presse, dass man ihn bisher noch nicht gefunden hat, obwohl man weitere Polizeistaffeln und eine Hundestaffel hinzugezogen hat.

Dienstag, 7. September 2010

Gottes Timing

Eine zeitlang habe ich mich der Seidenmalerei hingegeben. Jetzt schon Jahre nicht mehr. Ich habe mich entschlossen, die vielen Sachen, die ich noch habe, einer Mitarbeiterin unserer Gemeinde zu überlassen, die das professionell macht und auch in Schulen arbeitet. Alles zusammengesucht, Abschied genommen. Auf dem Rückweg vom Osteoporose-Training will ich die Sachen dort abgeben.
Ich hole mein Auto aus der Garage, muss einen kurzen Weg bis zu meinem Einstellplatz fahren. Im Auto-Radio habe ich unseren Lokal-Sender eingestellt. Auf den drei Minuten Autofahrt höre ich, dass der Zubringer zur Autobahnauffahrt Mittel wegen eines Unfalls gesperrt ist. Genau dort am Ende wohnt die Mitarbeiterin. Ich brauche nichts einzuladen, komme ja nicht hin.
Ich bin begeistert von Gottes Timing.

Sonntag, 5. September 2010

Siggi

Ich lernte ihn kennen, da war er gerade kurz "trocken", hatte durch den Obdachlosen-Freundeskreis (OFK) eine Wohnung bekommen, und wurde von dort auch betreut. Das ist Jahre her. Damals war er relativ fit. Er fiel auf, weil er bei der Arbeit in unserer Gemeinde (er half in der Küche) immer einen blütenweißen Kittel trug. Er brauchte mit der Zeit seinen Krückstock immer öfter. Im vorigen Jahr hatte er sich zu Weihnachten am Wunschbaum der hiesigen Tageszeitung auf dem Wunschzettel ein neues Bügelbrett gewünscht. Hat er auch bekommen. Seine Hemden waren und sind immer tipptop gebügelt.
Heute saß er neben mir im Gottesdienst, war mit dem OFK-Bulli gekommen, der sonntags längs verschiedene Haltepunkte der Stadt fährt und die Lieben einsammelt, die in den Gottesdienst kommen wollen.
Siggi ist klapperig geworden. Bei den Liedern sang er heute nur etwa jedes 5. Wort mit. Das Lesen geht nicht mehr so schnell, aber er sang mit!! Bei den Gebeten fing er immer wieder an leise aber unüberhörbar an zu schnarchen. Während der Predigt musste er zwischendurch nach draußen, um eine Rauchpause zu machen. Nur eine!!! Danach hörte man ihn immer wieder leise "schnorcheln".
Nach dem Gottesdienst trank er im Kirchenhaus seinen Kaffee und freute sich über jeden, der sich zu ihm setzte. Er gehört dazu, seit Jahren. Und er ist dabei, kommt jeden Sonntag in den Gottesdienst (auch montags ins OFK-Bistro mitten in der Stadt). Er ist dabei! Auch wenn ihm die Augen zufallen.

Samstag, 4. September 2010

Wer meldet sich?

Schon im Januar hatte ich im Seelsorgeteam gesagt, dass ich bis spätestens Ende des Jahres gerne die Leitung (und Verantwortung) abgeben möchte. Und ich habe die Mitglieder gebeten, sich zu überlegen, wer meine Nachfolge antreten möchte. Nichts ist bisher geschehen, auch auf persönliches Nachfragen nicht. Gestern habe ich noch einmal eindringlich darauf hin gewiesen, dass ich einiges abgeben will und muss, weil es mir zu viel wird, weil die Kraft nachlässt. Ich habe die Arbeit gerne getan. Doch es haben sich auch Aufgaben bei mir verlagert.Großes Schweigen, großes Bedauern und Bitten, es doch weiter zu tun. Es ist ein Ehepaar neu hinzugekommen, wächst hinein, macht eine Ausbildung zur "praktischen Seelsorge". Ein weiteres will sich die Entscheidung noch durchs Herz gehen lassen, ob sie ins Team einsteigen wollen und das Praxisseminar Seelsorge mitmachen sollen. Was will Gott? Was zeigt er mir mit dem Gefühl der Müdigkeit und Überforderung? Persönliche Kontakte kommen wieder zu kurz, private Termine muss ich absagen, weil ich total alle bin. Das kann es doch nicht sein.
Ansonsten hatten wir, trotz des Fehlens einiger Mitglieder, einen überaus gesegneten Abend voller Offenheit und Vertrauen auch zueinander. Das ist einfach schön und tut gut.

Freitag, 3. September 2010

Es stand in der Zeitung

Nun ist Emmi B. für tot erklärt worden. Im Juli 2004 verschwand sie, 86-jährig, aus einem Altenheim unserer Stadt. Seitdem hat niemand mehr etwas von ihr gehört oder gesehen. Der Zeitpunkt des Todes ist auf den 31. Dezember 2007 festgestellt worden. Warum?
Giselchen und ich kannten sie gut.
Eine schreckliche Situation für ihre Kinder - die Mutter einfach weg. Ich bin kein Friedhofsgänger. Natürlich, ich sorge dafür, dass die Gräber in Ordnung sind. Aber ich weiß meine Lieben nicht auf dem Friedhof, sondern bei Gott. Das wissen auch die Kinder von Frau B. Aber nicht zu wissen, wie, wo und wann die Mutter in ganz normalen Zeiten verstorben ist, das stelle ich mir einfach schrecklich vor. Diese Fragen kann nur Jesus in seine heilenden Hände nehmen.