Mittwoch, 27. November 2013

Alle Jahre wieder

Am Samstag findet der "Weihnachtsmarkt der guten Taten" statt.
Ich freue mich drauf. Es ist ein besonderer Markt rund um die Erlöserkirche in der Altstadt.

Was er bedeutet, beschreibt ein Artikel in der heutigen Tageszeitung.

Wir sind mit dem OFK auch wieder mit zwei Ständen dabei.

Der Marmeladenstand ist schon recht leer. Doch Waffeln und Kaffee gibt es noch genug.

Weihnachtströdel und mancherlei schöne Sachen finden immer wieder Abnehmer.
 

Sonntag, 24. November 2013

Mich hat's angerührt

Einer unserer Obdis (aus dem Obdachlosenfreundeskreis) hatte lange Zeit einen "betreuten" Job bei uns in der Gemeinde, alles schien gut. Bis er vor einigen Monaten abtauchte. Dadurch Wohnung weg, Job weg. Doch seit ein paar Wochen ist er wieder da, hat einen Aushilfsjob beim Friedhofsgärtner bekommen. Wohnen tut er wohl bei einem Kumpel. Es wird dauern, bis ihm der OFK eine neue Wohnung vermitteln kann.
Heute war er zum ersten Mal seit er abgetaucht ist, wieder im Gottesdienst. Viele begegneten ihm zum ersten Mal wieder, zeigten ihre Freude, ihn zu sehen.
Ich hatte seit ein paar Wochen wieder Kontakt zu ihm über Fb. Und dort schrieb er mir vor drei Tagen per PN, ob ich mal am Grab von Einstein gewesen wäre. Ich sollte doch mal gucken und ich würde mich freuen.
Einstein ist der Vorgänger von Silas (dem jetzigen Hund meiner Schwester). Er hing sehr an ihm, war auch mit, als er eingeschläfert werden musste. Und er hat ihm auf dem Pfarrhausgrundstück das Grab ausgehoben und auch einen Hügel gemacht.
Silas, den Neuen, hat er auch gleich ins Herz geschlossen.
Aber was fand ich heute vor, als ich nachguckte. Er hatte (ist ja jetzt beim Friedhofsgärtner in Diensten) das Grab richtig hergerichtet und liebevoll bepflanzt.
Bitte sagt nicht, das sei Blasphemie oder ähnliches. Für ihn war das ein Liebesdienst an einem (seinem) Gefährten (und dessen Eigentümern).
Und vielleicht ist es auch deswegen heute, am Ewigkeitssonntag zum ersten Mal wieder im Gottesdienst gewesen, weil er an seinen "Gefährten" gedacht hat, während wir all derer gedacht haben, die in diesem Jahr aus der Gemeinde verstorben sind. Jeder wurde mit Namen genannt und es wurde ein Licht für ihn angezündet.
Egal, was ihn getrieben hat zu kommen. Er hat sich getraut. Und das war nicht leicht für ihn.
Und mich hat es angerührt, dass er für Einstein, den Pfarrershund, zum Ewigkeitssonntag das Grab hergerichtet hat.

                                   

Sonntag, 17. November 2013

Einfach mal so

Ich habe mir was gegönnt, bin ins Nachbarstädtchen gefahren und habe eine Ausstellung "Kunst und Kaffee" besucht.
Mit beiden Künstlerinnen, die ausstellten, bin ich befreundet. Beide halten sich zu unserer Gemeinde.
Die eine malt vorrangig Tiere, die andere malt ausschließlich Menschen in unterschiedlichen Situationen. Einige dieser Menschen, die sie gemalt hat, kenne ich auch persönlich. Das macht so eine Ausstellung für mich besonders interessant.
Hier gibt es die Homepages:
Heike Petri
Margrit Schneider

Früher bin ich oft in Gemäldegalerien gewesen. Besonders haben mich Porträts fasziniert.
Manche Gemälde, manche Gesichter konnte ich mir immer wieder ansehen.

Gestern habe ich diese feine Ausstellung genossen, auch die Gespräche mit anderen, mir unbekannten Leuten.

Mein absolutes Lieblingsbild

Der Beweis, dass Nenne da war

Die Künstlerin in deren Haus die Ausstellung stattfand

Ihn habe ich werden sehen, von der Skizze bis zur Vollendung.

Samstag, 16. November 2013

Gott sei's gepfiffen

Es liegt schon viele Jahre zurück.
Ich spazierte in die heutige Reiffeisen-Genossenschaft (damals Bäuerliche Genossenschaft). Der Laden schien leer, ich sah niemanden. Doch ich hörte ein Pfeifen. Jemand pfiff das alte Evangeliumslied: "Ich bin durch die Welt gegangen ..."
Und kurzerhand pfiff ich es mit und weiter, als das Pfeifen verstummte. Dann kam irgendwo hinter den Regalen ein verdutzter Mann hervor, der Inhaber.
Und schwupps waren wir in einem Gespräch über unseren Glauben und über unsere geistliche Heimat. Und es stellte sich heraus, dass er diese in der Gemeinde meines Vaters hatte (und jetzt noch hat). Es stellte sich auch heraus, dass wir eine gemeinsame Suchtgeschichte haben, trockene Alkoholiker sind.
Seitdem hole ich alles, was er im Sortiment hat, bei ihm. Jedes Mal gibt es ein kurzes Glaubensgespräch, eine Ermutigung und Grüße.
Beim letzten Mal hatte er ein Gebetsanliegen an mich, hatte große Sorgen um seinen Sohn.
Und als ich vor ein paar Tagen meine Winterausrüstung (Streugut, Vogelfutter, Rattengift (ja auch das ist nötig)) bei ihm holte, drückte er mir fest die Hand und sagte "Danke", für die Gebetsunterstützung und dass Gott wunderbar geholfen hätte.

Dienstag, 5. November 2013

Kurztrip II

Der Feiertag Allerheiligen ist für ev. Pfarrerinnen und Pfarrer mal ein echter freier Tag. Und da darauf ein Samstag folgte wurde es eingerichtet, dass wir das junge Ehepaar in Mainz besuchen würden. Wir: Schwester, Schwager, Hund und ich.
Die Nichte (und Patentochter) arbeitet in Mainz als Gemeindepädagogin und der Ehemann studiert Medizin. Und sie haben sich im vorigen Jahr, als wir den Silas holten, gleich einen Bruder von Silas mitbringen lassen.
Die Neffen kamen auch, so gab es ein Familientreffen für Mensch und Tier.
Es war wunderschön. Es gab Gespräche hin und her. Es war viel Zeit füreinander und für Märsche mit den Hunden. Wir haben die Tage richtig ausgekostet von morgens bis abends.
Und ich habe es genossen, mal wieder alle um mich zu haben.

Alle meine Lieben

Bruderliebe

Manchmal mussten Silas und Merlin draußen bleiben.

Sonntag, 3. November 2013

Reformationstag

Wir sind am Reformationstag mal wieder mit unserer fahrbaren Kirche durch die Gemeinde gezogen. Wir sind im wahrsten Sinne durchs Dorf gezogen.
Ein Zeitungsartikel gibt hier einiges wieder.

Im ersten Teil war ich mit dabei. Es war schön, dass unter den 35 Mitarbeitern so viele junge Leute waren. Zwischendurch musste ich im Pfarrhaus Nachschub an Gummibärchentüten holen, weil das Süße nicht ausreichte. Wir haben von den Vorjahren gute Echos gehört, sind ins Gespräch gekommen. Eine Möglichkeit von vielen, Gottes Wort "unter die Leute" zu bringen.


Es geht durch den Ortsteil Gevelndorf

Etwas später war es schon total dunkel.