Sonntag, 30. Dezember 2012

Es bleibt (fast) in der Familie

Meine Schwester und Pastorin ist seit gestern krank. Eine fieberhafte Erkältung hat sie dahin gerafft. Kein Wunder bei dem Programm und Tempo der letzten Wochen.
Heute ist eine Jugendreferentin aus Sachsen bei der Predigt eingesprungen (so erzählte sie mir). Ich war nicht im Gottesdienst, pflegte meine dicke Erkältung und den steifen Hals.

Morgen ist Jahresschlussgottesdienst. Es ist ja Silvester. Ein Theologiestudent aus der Gemeinde wird die Predigt halten. Mein Neffe (Sohn der Pastorin), ebenfalls Theologiestudent wird die Liturgie halten und wohl auch das Abendmahl leiten. Mein Schwager spielt sowieso auf dem Flügel. Unser Organist ist hoffentlich nicht krank und begleitet die Choräle.
Und ich, ich halte Begrüßung, Schriftlesung, Fürbitte und Überleitung zum Vater Unser.

Und so bleibt (fast) alles in der Familie. Und es bleibt sowieso alles in der Gottesfamilie. Und Gott wird mit seinem Segen dabei sein. Nur in dieser Gewissheit können wir alle morgen Abend unseren Dienst tun.

Weihnachtseindrücke

Ein Teil der Truppe.

Zwei Schwägerinnen vor der Patenkinderwand.

Musizieren im Kinderzimmer.

Der kleine Hund stellte allerlei Unsinn an.


Viel Leben im Haus am 1. Weihnachtstag. Es war viel. Es war gut. Es war tröstlich und heilsam.

Samstag, 22. Dezember 2012

Already running

Da springt mir gestern während ich E-Mails abrufe, eine Warnung ins Auge. Sie springt wirklich.
Eine Warnung meiner Norton Internet Security. Damit habe ich seit über 10 Jahren gute Erfahrungen gemacht.
Also, Norton verkündet mir, dass es einen Dienst nicht ausführen kann, weil es gestört wird und diese Störung nicht beseitigen kann. Ich solle den Norton Power Eraser herunter laden, der auch versteckte Trojaner aufspürt.
Ich vertraue meinem Programm und mache das. Kommt nur in englisch, ist egal. Ich lasse es laufen. Und es läuft und läuft und läuft.
Als ich zwischendurch mal vorsichtig mit dem PC arbeite, kommt nochmals die Warnung. Und mein Programm läuft und läuft "Power Eraser ist already running". Na denn.
Nach einiger Zeit kommt die Warnung nicht mehr, als ich mal wieder vorsichtig im Internet wirke.
Eigentlich wollte ich ganz kräftig die Wohnung reinigen usw. Aber immer wieder lande ich voller Sorge und Neugier am PC.
Abends muss ich zu einer Geburtstagsfeier. Immer noch "already running" also lasse ich den PC an.
Er ist die ganze Nacht gelaufen und auch noch heute Morgen, während des Familienfrühstücks im kleinen Kreise.
Dann gebe ich doch mal bei Google mein Programm ein, das da läuft, um Informationen zu bekommen. Oha. Da heißt es, dass dies nur von erfahrenen Usern angewendet werden soll. Und so einige Warnungen sind dabei. Das Programm soll so aggressiv sein, dass es auch einige gängige Programme angreift usw. Von Abstürzen bei Neustart ist die Schreibe.
Und da das Programm nun bei mir schon 19 Stunden läuft, beende ich es verzagten Herzens und mit Gebet.
Und ich starte meinen PC neu. Kein Absturz. Die wichtigsten Programme scheinen zu klappen. Bisher ist nichts zu merken.
Ein dicker Grund zum Danken. Und mal wieder habe ich mehr Zeit am PC verbracht, als ich eingeplant hatte.

Samstag, 15. Dezember 2012

Oh Tannenbaum

So früh war ich noch nie. Sagt doch der Neffe heute Morgen am Frühstückstisch: "Nenne, wenn Du irgendwelche Hilfe brauchst, dann sag es, ich mache das gerne." Der Gute ist ja normalerweise zum Studium in Heildelberg, fährt da auch Montag wieder hin.
Nenne nimmt ihn beim Wort: "Wenn Du das nächste Mal da bist, wäre es schön, wenn wir einen Weihnachtsbaum kaufen könnten, den kriege ich nicht ins Auto, dazu brauche ich den Sprinter."
Und schwupps springt der Schwager auf den Zug auf, bietet seinen Sprinter an und wir machen eine Zeit aus zum Weihnachtsbaumkauf für beide Familien.
Man sollte nicht samstags einen Baum suchen. Alles überfüllt. Es gab keine Parkplätze mehr. Doch bei "meinem alten Händler", den ich zu Schulzeiten heimsuchte, gab es Parkplätze und Bäume.
Und nun steht er schön eingepackt auf meiner Terrasse, der Weihnachtsbaum.
Da kann er auch hoffentlich etwas trocknen, denn seit gestern schüttet es teilweise wie aus Eimern. Die Schneeberge tauen. Manche Wege und Straßen sind Rutschbahnen.
So wünschte uns der Weihnachtsbaumhändler einen "Guten Rutsch". Auf seinem Platz war das im wahrsten Sinne des Wortes so.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Heute ....

... musste ich mehrfach in die Stadt. Zahnarzt - Training - Zahnarzt, hin und zurück. Immer fast den gleichen Weg. Heute zeigte sich die Stadt unglaublich stimmungsvoll.

Onkel Willi mit seinem Spitz ist vom Weihnachtsmarkt ausgesperrt, muss sich die Buden von hinten ansehen.

Auf der Eisbahn tummelt sich eine Schulklasse.

Die Taben auf dem Rathausplatz lassen sich von niemandem stören.

Der Zeitungsleser lässt sich auch nicht stören.

Würde der Zeitungsleser den Kopf heben, sähe er diese traumhafte Stimmung.

An einer viel befahrenen Kreuzung.

In direkter Nachbarschaft.

Diesen Blick kann ich nur durch die Häuserlücken erhaschen.

Montag, 10. Dezember 2012

Der Beweis!

Sie bringen wirklich die Dachrinnenheizung an. Ob es hilft???? Wir werden es sehen.



Wunder gibt es immer wieder

Und heute geschieht so eines. Endlich wird auf unserem Dach die schon seit einem Jahr von der Hausgemeinschaft beschlossene Dachrinnen-Heizung installiert.
In den vergangenen Wintern war es, gerade über meiner Haustür, zu lebensgefährlichen Situationen gekommen. Lange dicke Eiszapfen hingen an der Dachrinne. Keiner kam dran, sie abzuschlagen, weder der Nachbar ganz oben, noch die Nachbarn direkt über mir und daneben. Keine Stange war lang genug.
Mein Schild hätte mich nicht vorm Erschlagen bewahrt und auch nicht vor Regressen.
Einzige Abhilfe eine Dachrinnenheizung, sagte der Fachmann. Und da mein direkter Nachbar auch ein bisschen betroffen war, machte er Druck. Die Heizung wurde im Frühjahr beschlossen.
Mein Schild gehört dann hoffentlich der Vergangenheit an.


Dafür dürfen die Arbeiter gerne auch ungefragt meinen von mir frisch geschippten Einstellplatz benutzen.


Samstag, 8. Dezember 2012

Arbeitsfrühstück

In der Adventszeit gibt es viel zu tun.
Während des Frühstücks heute Morgen muss die Schwester Päckchen für die Gemeinde packen.
Hier der Beweis:

Freitag, 7. Dezember 2012

Wieder daheim

Für heute ist in unseren Breitengraden heftiger Schneefall mit Sturm angesagt. Darum ist die Freundin schon ganz früh heute Morgen los gefahren, um ihren Mann aus der Klinik (Reha) abzuholen. 9 Wochen Reha.
Sie haben dort noch zusammen gefrühstückt, mussten ja auf die Entlasspapiere warten.
Es schneite noch nicht, es war noch nicht glatt.

Um 10.00 Uhr rief die Freundin an, dass sie zu Hause seien. Und genau in dem Moment fing es hier bei uns an zu schneien. Noch kein Sturm, noch kein heftiger Schneefall, aber stetig. Nach meinem Training  bin ich hingefahren, um die restlichen Taschen in den zweiten Stock zu tragen. Spiegelglatte Straßen.
Und liebe Nachbarn hatten die Taschen schon rauf getragen (etwas ungewöhnlich für sie).

Ich wurde zum Mittagessen eingeladen, Sahnehering mit Bratkartoffeln. Da die Lieben schon zwei Stunden daheim waren und sich die erste seelische Bewegung etwas gelegt hatte, habe ich gerne mitgegessen.
Ich freue mich sooooo.

Danke Gott, für Deine Zeiteinteilung, die für uns so wunderbar gepasst hat.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Nikolaus

Als ich heute um 6:00 Uhr vor die Tür trat, da stand da doch wahrhaftig eine Tüte vom Nikolaus. Er hatte mir ein Weckglas voll mit Berliner Brot gebracht.
Ach was ist das schön.
Die Schwester (und Pastorin) fährt schon ganz früh durch die Gemeinde und spielt Nikolaus. Und selbst zu mir findet sie hin, obwohl ich weit weg von den Gemeindegrenzen wohne. Toll.
Obwohl ich ihr wünschte, sie würde ein bisschen länger schlafen.
Ich war nur so früh auf, weil ich einen ganz frühen Behandlungstermin hatte.

Letzter Besuch

Gestern haben wir ihn zum letzten Mal in der Reha besucht, den Freund.
Morgen kommt er endlich heim, nach 8 Wochen Krankenhaus und 9 Wochen Reha. Nach 17 Wochen kommt er nach Hause. Notvolle Wochen, in denen um sein Leben gerungen wurde. Danach Wochen, in denen aus dem Skelett von Mann wieder ein beweglicher Mensch wurde. Gott hat ihn mit einem ungeheuren Willen und einem scharfen Geist beschenkt. Beide haben nicht gelitten. Das hat ihm sehr geholfen.
Doch nun ist er es leid. Und so haben wir gestern schon ganz viele Sachen ins Auto gepackt und mit nach Hause genommen. Morgen holen ihn die Freundin und Mogli (der Hund) ab.  Was wird das für eine Rückfahrt.
Sollte es gewaltigen Schneefall geben (wie vorher gesagt) und die Freundin nicht alleine fahren wollen, dann fahre ich mit. Sonst werde ich mich nur einstellen, wenn es daran geht, die Sachen in den zweiten Stock zu tragen. Das kann geschehen, wenn der Freund "angekommen" ist in seinem Heim. Der Augenblick gehört den beiden.
 
Das Foto entstand gestern, nachdem wir Frauen eine Runde mit dem Hund gedreht hatten und der Freund mit seiner Therapeutin eine Runde im Außenbereich gedreht hatte.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Schööööön!

Heute Morgen sofort zu Praxisbeginn in der Zahnarztpraxis angerufen. Ich darf in zwei Stunden kommen, sagt die nette Rezeptionistin.
Wunderbar!!! Bin ich froh, denn morgen will ich nach Hilchenbach fahren, den Freund in der Reha besuchen und mit seiner Frau zusammen schon mal ganz viele Sachen einpacken. Am Freitag wird er entlassen, nach 9 Wochen Reha. Und er kommt zum ersten Mal in sein Zuhause, dass er am 21. August als Notfallpatient verlassen hat.
Tja, und dann sollte ich nachmittags um 17.00 Uhr wiederkommen, sagte die Ärztin, und entschuldigte sich, weil die Zahnlaborantin zur Beerdigung ihres Vaters sei, darum ginge es nicht schneller.
Um 14.00 Uhr ein Anruf, ich könne kommen, es sei alles fertig. Whow, bin ich gerannt.

Danke für so schnelle Behandlung. Danke für so gutes Timing.
Nun können wir morgen in Ruhe fahren und ich wieder strahlend lächeln.

Montag, 3. Dezember 2012

Etwas spät für Halloween

Da habe ich mir doch gerade "knacks" einen Schneidezahn von meiner Brücke abgebissen. Nun prangt da vorne statt des Zahnes schwarz-silbriges Metall. Meine ganze Schönheit ist dahin, wenn ich den Mund aufmache.
Alle meine Vorhaben, und das sind nicht wenige, müssen jetzt nach dem Termin ausgerichtet werden, wann meine Brücke repariert werden kann. Die muss ich dann nämlich einen Tag beim Zahnarzt lassen, kann dafür aber zeigen wie viel Gold ich vorne im Mund habe, schöne goldene Stümpfe.
Leider ist Halloween ja schon vorbei, da hätte ich mit meinem Aussehen glänzen können. Aber dieses Fest steht gar nicht in meinem privaten Kalender.

Erst habe ich mich geärgert. Dann geseufzt und mich gefragt, warum gerade jetzt.
Aber eigentlich passt so was nie. Und außerdem gibt es wirklich Schlimmeres.

Advent

Im Altarraum der Kirche steht ein dicker Adventskranz. Er ist nicht zu übersehen, da alle Blicke ihm zugewendet sind, wenn die Gemeindeglieder Richtung Altar gucken.
Die Krippe ist auch schon aufgestellt und wird noch "verfeinert". Allerdings liegt das Jesuskind noch nicht in der Futterkrippe.
Die Figuren und auch den Stall hat vor vielen Jahren ein Mann aus der Gemeinde selbst hergestellt.


Brüder

Am Samstagabend nach dem Weihnachtsmarkt der guten Taten ging es ab nach Haiger zur Geburtstagsfeier einer engen Freundin der Familie. Das hieß auch: Familienzusammenführung.
Nicht nur für unsere Familie mit Nichten und Neffen, sondern auch mit den beiden Welpen-Brüdern, die ja nun getrennt sind. Silas ist im Pfarrhaus geblieben, Merlin nach Mainz zur Nichte und derem Verlobten gekommen.
Ob sie sich wieder erkannt haben, die beiden Brüder, das wissen wir nicht. Aber gespielt haben sie miteinander wie verrückt. Und trotz spitzer Zähne und Zubeißen auf beiden Seiten, verletzten sie sich nicht.

Mal war der eine oben.

Mal war der andere oben.

Im Schnee, der erste für sie, ging es weiter.

Die Besitzer hatten ihre helle Freude dran.
                                    

Weihnachtsmarkt der guten Taten

Immer am Samstag vor dem 1. Advent gibt es den Weihnachtsmarkt der guten Taten. Organisationen und Verbände haben sich zusammengetan um einen Weihnachtsmarkt samt Programm rund um die Kirche mitten in der Stadt zu organisieren. Der Erlös den Ganzen ist immer für einen guten Zweck, den die einzelnen Stände selbst bestimmen. Ich liebe diesen kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt. Unser OFK (Obdachlosenfreundeskreis) macht auch mit, verkauft Trödel, Waffeln, Kaffee und sebstgemachte Marmelade (die eine Frau aus der Gemeinde stiftet).
In den letzten Jahren musste der Markt wegen Unwetters (Starkregen, Sturmböen) abgebrochen werden. So trauten sich dieses Jahr nicht alle wieder mit dabei zu sein.
Die OFK-Stände wurden gut besucht. Es hat sich gelohnt. Und unsere Obdis taten in Schickten Dienst.


Mike, eines unserer OFK-Babys half kräftig mit. Er hatte sogar ein eigenes Mitarbeiterschild angesteckt.