Sonntag, 29. Dezember 2013

Zwischen den Jahren

Länger habe ich hier nicht geschrieben. Geschehen ist in der Zwischenzeit viel. Und es gab viel zu tun. Dazwischen gab es fast eine kleine Auszeit, da der Magen-Darm-Virus auch vor mir nicht halt machte.
Nun ist Weihnachten schon fast wieder vorbei. Noch leben wir in der "Nachweihnachtszeit".
Die "Tage zwischen den Jahren" sind mir immer besonders kostbar, und ich versuche sie frei zu halten von Terminen.
Beantworten der Geburtstags- und Weihnachtspost, dankbare Rückschau und vorsichtige Vorschau und einfach nur Stille und Zeit. Bisher ist es gelungen.
Weihnachtsgrüße und Weihnachtsmails von mir gab es dieses Jahr keine, es ging nicht.

So wünsche ich Euch allen an dieser Stelle Gottes Segen für das Jahr 2014.

Samstag, 7. Dezember 2013

Samstag und Sonntag

An diesem Wochenende haben wir unseren 13. Oberrahmeder Weihnachtsmarkt (an und in der Kirche).

Sie, die fahrbare Kirche, weist schon seit Wochen an der Hauptstraße durch das Rahmedetal darauf hin.



Viel Selbstgemachtes und Selbstgebackenes und Selbstgekochtes gibt es.
Im Kirchenhaus hat das Kirchencafé sich breit gemacht.
In der Kirche gibt es ein geistliches Rahmenprogramm (und natürlich den Sonntagsgottesdienst).

Freitag, 6. Dezember 2013

Ich war wohl brav

Als ich heute Morgen um 07:00 Uhr zum Schnee schippen antrat, stand doch wahrhaftig "jemand" vor meiner Tür.


Dies hatte der Nikolaus mir gebracht. Und nun hoffe ich, dass diese nette Dame nicht von freundlichem Mitmenschen geklaut wird. Ich mag sie nämlich sehr.

Mittwoch, 27. November 2013

Alle Jahre wieder

Am Samstag findet der "Weihnachtsmarkt der guten Taten" statt.
Ich freue mich drauf. Es ist ein besonderer Markt rund um die Erlöserkirche in der Altstadt.

Was er bedeutet, beschreibt ein Artikel in der heutigen Tageszeitung.

Wir sind mit dem OFK auch wieder mit zwei Ständen dabei.

Der Marmeladenstand ist schon recht leer. Doch Waffeln und Kaffee gibt es noch genug.

Weihnachtströdel und mancherlei schöne Sachen finden immer wieder Abnehmer.
 

Sonntag, 24. November 2013

Mich hat's angerührt

Einer unserer Obdis (aus dem Obdachlosenfreundeskreis) hatte lange Zeit einen "betreuten" Job bei uns in der Gemeinde, alles schien gut. Bis er vor einigen Monaten abtauchte. Dadurch Wohnung weg, Job weg. Doch seit ein paar Wochen ist er wieder da, hat einen Aushilfsjob beim Friedhofsgärtner bekommen. Wohnen tut er wohl bei einem Kumpel. Es wird dauern, bis ihm der OFK eine neue Wohnung vermitteln kann.
Heute war er zum ersten Mal seit er abgetaucht ist, wieder im Gottesdienst. Viele begegneten ihm zum ersten Mal wieder, zeigten ihre Freude, ihn zu sehen.
Ich hatte seit ein paar Wochen wieder Kontakt zu ihm über Fb. Und dort schrieb er mir vor drei Tagen per PN, ob ich mal am Grab von Einstein gewesen wäre. Ich sollte doch mal gucken und ich würde mich freuen.
Einstein ist der Vorgänger von Silas (dem jetzigen Hund meiner Schwester). Er hing sehr an ihm, war auch mit, als er eingeschläfert werden musste. Und er hat ihm auf dem Pfarrhausgrundstück das Grab ausgehoben und auch einen Hügel gemacht.
Silas, den Neuen, hat er auch gleich ins Herz geschlossen.
Aber was fand ich heute vor, als ich nachguckte. Er hatte (ist ja jetzt beim Friedhofsgärtner in Diensten) das Grab richtig hergerichtet und liebevoll bepflanzt.
Bitte sagt nicht, das sei Blasphemie oder ähnliches. Für ihn war das ein Liebesdienst an einem (seinem) Gefährten (und dessen Eigentümern).
Und vielleicht ist es auch deswegen heute, am Ewigkeitssonntag zum ersten Mal wieder im Gottesdienst gewesen, weil er an seinen "Gefährten" gedacht hat, während wir all derer gedacht haben, die in diesem Jahr aus der Gemeinde verstorben sind. Jeder wurde mit Namen genannt und es wurde ein Licht für ihn angezündet.
Egal, was ihn getrieben hat zu kommen. Er hat sich getraut. Und das war nicht leicht für ihn.
Und mich hat es angerührt, dass er für Einstein, den Pfarrershund, zum Ewigkeitssonntag das Grab hergerichtet hat.

                                   

Sonntag, 17. November 2013

Einfach mal so

Ich habe mir was gegönnt, bin ins Nachbarstädtchen gefahren und habe eine Ausstellung "Kunst und Kaffee" besucht.
Mit beiden Künstlerinnen, die ausstellten, bin ich befreundet. Beide halten sich zu unserer Gemeinde.
Die eine malt vorrangig Tiere, die andere malt ausschließlich Menschen in unterschiedlichen Situationen. Einige dieser Menschen, die sie gemalt hat, kenne ich auch persönlich. Das macht so eine Ausstellung für mich besonders interessant.
Hier gibt es die Homepages:
Heike Petri
Margrit Schneider

Früher bin ich oft in Gemäldegalerien gewesen. Besonders haben mich Porträts fasziniert.
Manche Gemälde, manche Gesichter konnte ich mir immer wieder ansehen.

Gestern habe ich diese feine Ausstellung genossen, auch die Gespräche mit anderen, mir unbekannten Leuten.

Mein absolutes Lieblingsbild

Der Beweis, dass Nenne da war

Die Künstlerin in deren Haus die Ausstellung stattfand

Ihn habe ich werden sehen, von der Skizze bis zur Vollendung.

Samstag, 16. November 2013

Gott sei's gepfiffen

Es liegt schon viele Jahre zurück.
Ich spazierte in die heutige Reiffeisen-Genossenschaft (damals Bäuerliche Genossenschaft). Der Laden schien leer, ich sah niemanden. Doch ich hörte ein Pfeifen. Jemand pfiff das alte Evangeliumslied: "Ich bin durch die Welt gegangen ..."
Und kurzerhand pfiff ich es mit und weiter, als das Pfeifen verstummte. Dann kam irgendwo hinter den Regalen ein verdutzter Mann hervor, der Inhaber.
Und schwupps waren wir in einem Gespräch über unseren Glauben und über unsere geistliche Heimat. Und es stellte sich heraus, dass er diese in der Gemeinde meines Vaters hatte (und jetzt noch hat). Es stellte sich auch heraus, dass wir eine gemeinsame Suchtgeschichte haben, trockene Alkoholiker sind.
Seitdem hole ich alles, was er im Sortiment hat, bei ihm. Jedes Mal gibt es ein kurzes Glaubensgespräch, eine Ermutigung und Grüße.
Beim letzten Mal hatte er ein Gebetsanliegen an mich, hatte große Sorgen um seinen Sohn.
Und als ich vor ein paar Tagen meine Winterausrüstung (Streugut, Vogelfutter, Rattengift (ja auch das ist nötig)) bei ihm holte, drückte er mir fest die Hand und sagte "Danke", für die Gebetsunterstützung und dass Gott wunderbar geholfen hätte.

Dienstag, 5. November 2013

Kurztrip II

Der Feiertag Allerheiligen ist für ev. Pfarrerinnen und Pfarrer mal ein echter freier Tag. Und da darauf ein Samstag folgte wurde es eingerichtet, dass wir das junge Ehepaar in Mainz besuchen würden. Wir: Schwester, Schwager, Hund und ich.
Die Nichte (und Patentochter) arbeitet in Mainz als Gemeindepädagogin und der Ehemann studiert Medizin. Und sie haben sich im vorigen Jahr, als wir den Silas holten, gleich einen Bruder von Silas mitbringen lassen.
Die Neffen kamen auch, so gab es ein Familientreffen für Mensch und Tier.
Es war wunderschön. Es gab Gespräche hin und her. Es war viel Zeit füreinander und für Märsche mit den Hunden. Wir haben die Tage richtig ausgekostet von morgens bis abends.
Und ich habe es genossen, mal wieder alle um mich zu haben.

Alle meine Lieben

Bruderliebe

Manchmal mussten Silas und Merlin draußen bleiben.

Sonntag, 3. November 2013

Reformationstag

Wir sind am Reformationstag mal wieder mit unserer fahrbaren Kirche durch die Gemeinde gezogen. Wir sind im wahrsten Sinne durchs Dorf gezogen.
Ein Zeitungsartikel gibt hier einiges wieder.

Im ersten Teil war ich mit dabei. Es war schön, dass unter den 35 Mitarbeitern so viele junge Leute waren. Zwischendurch musste ich im Pfarrhaus Nachschub an Gummibärchentüten holen, weil das Süße nicht ausreichte. Wir haben von den Vorjahren gute Echos gehört, sind ins Gespräch gekommen. Eine Möglichkeit von vielen, Gottes Wort "unter die Leute" zu bringen.


Es geht durch den Ortsteil Gevelndorf

Etwas später war es schon total dunkel.

 

Sonntag, 27. Oktober 2013

Winterzeit

Nur eine ist heute im Gottesdienst eine Stunde zu früh gekommen.
Und das war ausgerechnet unsere Vertretungs-Kantorin. Sie ist im "realen Leben" Zeitungsreporterin. Und ausgerechnet sie wunderte sich heute Morgen, warum die Gemeinde nicht kam.
Ich habe herzhaft gelacht, als ich das hörte.
Wir hatten einen proppenvollen Taufgottesdienst heute.

Beim Umstellen auf die Sommerzeit kamen recht viele zu spät. Eine Stunde länger schlafen, das tun wohl viele gerne.

Große - kleine Wunder

Gestern wurde er ein Jahr alt, der kleine Mann.
Als er geboren wurde, war sein Opa lebensgefährlich erkrankt.
Als er noch im Mutterleib war, hatten wir große Angst, ob er dort wohl bleiben würde. Denn vor ihm gab es zwei Fehlgeburten. Und mit ihm war die Schwangerschaft auch nicht leicht.

Was haben wir gebetet und gebangt. Gott hat das Wunder geschenkt. Gott hat zwei Wunder geschenkt.
Der kleine Mann wurde gestern ein Jahr alt. Und der Opa kutschierte und von Lüdenscheid nach Köln, damit wir dort mit der jungen Familie (samt großem Bruder, der Dienstag 6 Jahre alt wird), den Geburtstag feiern konnten.

Einen Dankgottesdienst gab es vor ein paar Wochen in unserer Gemeinde, denn die hatte mit gebetet.

Tom futtert seinen Geburtstagskuchen.

Opa freut sich über die lauen Temperaturen.

Kurztrip

Ein Kurzbesuch beim Theologie-Neffen in Heidelberg.
Eigentlich hätte ich da seine Seminararbeit korrigieren müssen. Doch er gönnte mir noch etwas Zeit.
Schwester, Schwager, Hund und ich nächtigten in einem WG-Zimmer. Der Hund fing nachts an zu würgen. Ging aber fast alles gut.
Schön war es, kurz war es. Doch wir hatten wenigstens den Sonntagabend und den Montagvormittag miteinander.

Frühstück in der WG-Küche

Kurzbesuch in der Kirche und Gemeinde, zu der sich der Theologiestudent während seines Studiums in Heidelberg zugehörig fühlt. Hier arbeitet er auch ehrenamtlich in der Jugendarbeit mit. Der Altar ist eine vorübergehende Leihgabe, wurde von einem Künstler mit Häftlingen während ihrer Haftzeit erstellt.

Kurze Erholung vor der Kirche, bevor es wieder auf die Heimreise ging.

Tierische Brüder

Der Hund der Nichte "Merlin", war ein paar Tage bei den Schwiegereltern der Nichte zu Gast. Ich hatte ihn auch einen Tag, da er da nicht mit ins Büro gehen konnte.
Doch dieser Umstand, dass Merlin in Lüdenscheid war, schenkte mir einen großen Rundgang mit meiner Schwester, Silas und Merlin. Und zwei Tage später, als ich Silas zu beaufsichtigen hatte einen großen Rundgang mir Anke, Silas und Merlin.
Beide Brüder verstehen sich inzwischen sehr gut und spielen toll miteinander fangen oder tragen gemeinsam einen großen Stock durch die Gegend. Schließlich haben sie vierzehn Tage miteinander im Familienurlaub von Schwester und Schwager mit ihren Kindern (samt Anhang) verbracht. Das hat ihnen gut getan.

Beim Gang mit der Schwester spielten sie "Kriegen", foppten sich gegenseitig.

Zwei Tage später beim Gang mit der Freundin Anke trugen sie mit Wonne den "Praken" durch die Gegend.

Montag, 14. Oktober 2013

Herbsttag


Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg Deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los. Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; gib ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

RAINER MARIA RILKE

 

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Gartenlust

Ja, dort waren wir heute (etwas außerhalb) zum Frühstück, nämlich in der Gartenlust, einem Schaugarten mit Café.
Dabei ist der sogenannte Schaugarten eine große Landschaft in der Unkräuter und Kräuter und Stauden in geordneter-ungeordneter Weise miteinander wachsen. Einfach toll. Der parkähnliche Garten wird von ein paar Damen betrieben, die dann nebenbei auch Frühstück anbieten.

Wir 6 Kolleginnen, die alle innerhalb von 2 Jahren an unserer Schule pensioniert worden sind, wir treffen uns ja noch regelmäßig. Ich bin die einzige, die erst in den letzten drei Jahren dabei war. Alle anderen haben mehr als 25 Jahre zusammen gearbeitet. Eine stolze Zeit. Aber ich komme mir vor, als gehörte ich schon immer dazu.

Und wir haben uns immer viel zu erzählen, nehmen Anteil aneinander und freuen uns aneinander.
Leider spielte heute das Wetter nicht mit, so dass wir uns nicht mehr im Garten aufgehalten haben. Wir waren auch spät im Jahr dran, haben aber im vergangenen Monat keinen Platz fürs Frühstück mehr bekommen.








Mittwoch, 9. Oktober 2013

Ich rede mit meinem Herrn!

Heute beschäftigt mich der Satz.

Ausgesprochen wurde er vor ein paar Monaten.
Ich war zur Konfirmation der Tochter eines meiner Patensöhne eingeladen. Und ich saß neben der Mutter des Patensohnes.
Sie lebt seit Jahren, nach einem Gehirnschlag mit anschließendem Fall vom Pferderücken in einem Pflegeheim, ihr Mann ist dort vor zwei Jahren heimgegangen.
Ruth wird langsam immer dementer, ist enorm schwerhörig, vor allem, wenn sie ihre Hörbrille nicht aufsetzt, sitzt im Rollstuhl und der linke Arm ist noch teilweise gelähmt.
Die Hörbrille war an diesem Tag nicht aufzufinden. Also brüllte ich sie an. Und sie sprach auch laut. Freute sich, als sie mich erkannte, nannte immer wieder meinen Namen - mal Nenne - mal meinen vollständigen Vor- und Nachnahmen.
Ich half ihr beim Essen und trinken und bei den Erinnerungen.
Dann saß sie wieder schweigend da, schaute sich die Leute an. Und zwischendurch sagte sie auch immer wieder laut ein paar Sätze, die ich, weil ich nicht immer auf sie hörte, teilweise nicht verstand oder nicht einzuordnen wusste.
Ich fragte jedes Mal nach. Und jedes Mal kam die Antwort: "Ich rede mit meinem Herrn!"
Da war sie sehr klar.
Sie redet öfter laut mit ihrem Herrn.
Das hat mich beeindruckt. Das bewegt mich. Mittendrin in allem Trubel, aber auch in Zeiten der Ruhe redet sie laut mit ihrem Herrn.

Bei aller zunehmenden Demenz wird sie nicht vergessen, dass sie einen Herrn hat, dem sie alles sagen, zu dem sie immer kommen kann.

Einfach so

Sie kamen hereingeschneit - einfach so, der Neffe samt Freundin.
Ich bekam eine SMS: "Sind in Lüdenscheid", passt es Dir, wenn wir um 15:00 Uhr auf einen Kaffee kommen.
Es passte mir - und wie. Ich rannte los in die Bäckerei, kaufte diverse Kuchenstücke.
Dann kam die SMS: "Können wir auch um 13:00 Uhr kommen?"
Klar, geht auch. "Es gibt Kuchen," schrieb ich zurück.
"Kuchen ist wunderbar."
Alles ok.
Sie waren da. Hatten zwei Stunden Zeit. Wir haben uns ausgiebig unterhalten.
Ach was tat das gut.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Vorboten

Heute Morgen mussten die Lüdenscheider ihre Autoscheiben frei kratzen. Wir hatten den ersten Bodenfrost. Vor Reifglätte war gewarnt worden.
Der Tag war sonnig, aber kalt.
Ich wollte in einem Dekorationsgeschäft eine Geschenktüte kaufen. Es gab nur noch welche mit Weihnachtsmotiven.
Der Herbst scheint schon vorbei zu sein.
Dabei hatten und haben wir doch noch so zauberhaftes Herbstwetter.
Und im Garten habe ich auch gerade erst mit den Herbstarbeiten angefangen.

Warten wir ab was kommt.

Sonntag, 29. September 2013

Fundstück

Beim Einfahren in die Tiefgarage vorhin, qualmte es vor meinen Augen. Hinter meiner Windschutzscheibe stieg leichter Rauch auf.
Schnell die Wassertemperatur am Armaturenbrett überprüft. Leichtes Herzklopfen. Am Einstellplatz alles ausgestellt, Hebel der Motorhaube betätigt, weil immer noch leichter Qualm aufstieg.
Ausgestiegen und von außen auf die Scheibe geguckt.
Ein glühender Zigarettenstummel lag auf der Gummidichtung direkt am Gelenk des Scheibenwischers auf meiner Fahrerseite.
Ich war entsetzt und erleichtert zugleich.
Auf solche Fundstücke kann ich verzichten.

Donnerstag, 26. September 2013

Abschied von Hansi

Seit 65 Jahren kenne ich ihn. Kenne seine Familie und viele seiner Freunde.
Am Sonntag war er fröhlich wählen, war den ganzen Tag munter und ist abends ganz plötzlich gestorben. In der vergangenen Woche hat er noch voller Freude auf der Hochzeit seiner Nichte getanzt.
Gewiss, er war 86 Jahre alt. Aber er stand noch mitten im vollen Leben, unglaublich aktiv.
Doch er wünschte sich immer, dass Gott ihm einen schnellen Tod schenkt. Das hat Gott getan.
Und Hansi war bereit. Auch wenn er noch gerne lebte.
Seine Patchworkfamilie (er war mehrmals verheiratet), traf sich regelmäßig. Sie halten alle zusammen.
Hansi, der eigentlich Hans Gerhard heißt, aber von niemandem je so genannt wurde, hat viele Aufs und Abs in seinem Leben erlebt.
Meine erste Erinnerung an ihn reicht in die Jahre 1948/49. Mein Vater baute, nach Rückkehr aus der russischen Gefangenschaft, die Jugendarbeit in Lüdenscheid wieder auf. Und Hansi gehörte zu den Mitarbeitern der ersten Stunde. Ich schwärmte für diesen Jungen, der damals 21/22 Jahre alt war und sicher keinen Blick für ein 8-jähriges Kind hatte.
Was haben wir uns in den letzten Jahren an unseren Erinnerungen erfreut, konnten manchmal nicht aufhören zu erzählen.
Hansi liebte Paul-Gerhardt-Lieder. Darum haben wir einige heute bei der Beerdigung gesungen.
Und er zitierte immer wieder und immer öfter mitten in der Unterhaltung oder beim Essen oder beim Fernsehen den Vers 6 aus "Der Mond ist aufgegangen". Da heißt es:
Wollst endlich sonder Grämen
aus dieser Welt uns nehmen
durch einen sanften Tod;
und wenn du uns genommen,
lass uns in' Himmel kommen,
du unser Herr und unser Gott.

Seine erheblich jüngere Witwe und seine Kinder aus dieser Ehe (Alter Mitte bis Ende zwanzig) und seine älteren Kinder aus der vorhergehenden Ehe, sowie seine Enkelkinder, die er so liebte, müssen nun lernen mit der Lücke zu leben, die er hinterlässt. Und doch stand heute die Dankbarkeit für sein Leben und seine Originalität und der Dank an Gott, für dieses geschenkte Leben im Mittelpunkt.

Den Vers über seiner Todesanzeige hatte er selbst ausgesucht. (Er war vorbereitet.)
Psalm 139,9
Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.

Donnerstag, 19. September 2013

Abschied von Sebastian

Gott hat ihn heimgeholt, den Sohn unserer Freunde.
Sebastian ist 37 Jahre alt geworden. Er hatte Krebs. Vor gut 6 Wochen sind er und seine Lebensgefährtin noch mit seinem Zwillingsbruder (eineiig) und seiner Frau zu einer Bergtour in Norwegen mit Zelten unterwegs gewesen. Es war sein Wunsch und es schien ihm besser zu gehen.
Danach ging es plötzlich rapide bergab.
Beim Sterben waren alle dabei, seine Lebensgefährtin, sein Vater, seine Mutter, sein Bruder (aus der Schweiz) und seine Schwester. Er hat daheim in Schweden von allen Abschied nehmen können. Alle haben noch rechtzeitig bei ihm sein können. In der Urlaubszeit schnell mal einen Flug zu bekommen, ist nicht so leicht. Gott hat es geschenkt. Gott hat auch geschenkt, dass er heimgehen konnte solange seine Schwester noch da war. Gott holte ihm am späten Abend heim, am anderen Morgen früh musste seine Schwester zurückfliegen nach hier.
Sebastian wollte ihn Schweden beerdigt werden, weil seine Lebensgefährtin dort bleiben will.
So haben wir bei uns in der Kirche eine Trauerfeier gehalten, am vergangenen Samstag. Dort ist Sebastian (auch sein Bruder) von meiner Schwester konfirmiert worden.
Sei mutig und entschlossen!
Lass dich nicht einschüchtern
und hab keine Angst!
Denn ich, der Herr, dein Gott,
bin bei dir, wohin du auch gehst.
Josua 1,9
Das steht über seiner Todesanzeige. Das hat er noch Anfang des Jahres seinem Patenkind, der zweiten Tochter seiner Schwester, als Taufspruch mit auf den Weg gegeben.

Die Trauerfeier in der brechend vollen Kirche war bewegend und eine einzige Verkündigung des Evangeliums. Wobei die Trauer wohl ihren Platz hatte. Aber das "Lob sei Dir auch unter Tränen" bestimmte diese Stunde.


Wir hörten, dass seine Arbeitskollegen in Schweden die Urne für ihn gezimmert haben. Er wird am 27.09.2013 in Schweden, nach einer Trauerfeier auch dort, beigesetzt.

Rückblick II

Korsika 2013
Urlaub und Dienst zugleich. Urlaub in einer christlichen Ferienanlage, in Pinéa in Calvi.
Meine Schwester hatte eine Woche offiziell Dienst in Verkündigung und Programm und Seelsorge. Und eine Woche machte sie inoffiziell Dienst, hatte eigentlich offiziell keinen Dienst.
Ich durfte Urlaub machen und sie versorgen. Wandern, Schwimmen, einfach die Seele baumeln lassen, beten für unsere Lieben, das war mein Part.
Und gleichzeitig begleiteten wir per SMS und Gesprächen einen lieben Freund und seine Familie beim Sterben und Heimgang seines Sohnes.
Eine schwere und doch auch eine gesegnete Zeit.
Es ist immer das Leben "in Fülle", das wir erleben. Da gehört alles hinein, das Schöne und auch das Schwere.


Auf zum Einkauf mit Rucksack und im Sonnenkleid.

Blick von unserem Balkon

Vollmond über Korsika

Die Zitadelle von Calvi abends

Die Zitadelle von Calvi hatten wir beim Schwimmen immer im Blick.

Auf nach Hause!

Rückblick 1

Allianzkonferenz 2013 Ende Juli-Anfang August in Bad Blankenburg

Gemeinsam gegen Menschenhandel (freigelassene Tauben)

Gemeinsam gegen Menschenhandel

Diakonissenchor aus 5 verschiedenen Mutterhäusern

Volle Hallen
Eine Woche Allianzkonferenz voller Begegnungen, Bibelarbeiten, Vorträge und Seminare. Es gäbe vieles zu erzählen. Ich könnte jede Menge Fotos einstellen.
Es war eine gesegnete und gefüllte Zeit.
Besonders bewegt hat mich der Diakonissenchor. Wo sieht man noch so viele Diakonissen auf einem Haufen. Früher hatten wir hier in Lüdenscheid in jeder Gemeinde eine Diakonisse.
Bewegt hat mich auch die Aktion, die die Allianzjugend auf dem Marktplatz von Bad Blankenburg durchführte "Gemeinsam gegen Menschenhandel". Es gab viel Aufklärung dazu in den Tagen vorher.

Und immer wieder bin ich bewegt, wie viele Menschen kommen (auch wenn es weniger geworden sind). Sie schlafen in Zelten, in Massenquartieren, in Hotels oder Privatunterkünften. Und sie bevölkern die Konferenzhalle, die Stadthalle und die Kirchen und Gemeinderäume.

Ich selbst stand jeden Tag im Messegelände am Stand von Gott.net und das hat mir ungeheuren Spaß gemacht.

Dienstag, 10. September 2013

Lebenszeichen

Für alle, die sich Sorgen machen:
Ich bin wieder da, nachdem ich erst eine Woche zur Allianzkonferenz in Bad Blankenburg weilte, vier Tage daheim war und dann für 14 Tage nach Korsika aufbrach.
Vergangenen Samstag sind wir abends wiedergekommen.
Es galt und gilt einiges aufzuarbeiten. Und da zeitgleich die Sommerferien bei uns endeten, ging es gleich auch mit Pauken und Trompeten wieder in der Gemeindearbeit los. Und Hundesitting, mal bei Tag, mal auch über Nacht, ist auch dran, Wohnung von Freunden hüten usw.
Also, ich lebe noch.
Berichten werde ich später.
Fröhlich im Gedränge
Nenne

Samstag, 10. August 2013

Nachbarschaftshilfe

Dank der liebevollen Hilfe eines Nachbarn, der es wirklich gut mit mir meinte, sind an meinem Hortensienbusch die vorderen Blütenköpfe mit der Heckenschere beseitigt worden. (Ich schrieb davon.) Sie hatten so gut angesetzt, die Blüten. Der Busch hatte sich nach dem Hausanstrich vor ein paar Jahren erst jetzt wieder ganz erholt.
Nun blüht der Busch in diesem Jahr nur nach oben. Hier der Vergleich von Vorjahr zu diesem Jahr.
Doch die Löcher (es waren wirklich welche), die die Heckenschere gerissen hat, sind schon wieder teilweise durch nachwachsendes Grün verdeckt.

August 2013

August 2012
 

Zuwachs

Beim Familienfrühstück am Samstag gibt es jetzt manchmal Zuwachs. In der Familie gibt es ja zwei Labradors, den von meiner Schwester (und mein Pflegehund) und den von meiner Nichte und meinen Neffen. Die leben in Mainz.
Heute war der Neffe zum Frühstück da, wie schön. Wir hatten uns lange nicht gesehen. Und er brachte Merlin, den Bruder von Silas, mit. Silas war natürlich auch dabei. Inzwischen balgen sie nicht mehr nur herum, sondern können auch schon friedlich miteinander umgehen und nebeneinander liegen.


Montag, 22. Juli 2013

Schlaflos in Lüdenscheid

In der vergangenen Nacht konnte ich schlecht einschlafen. Wer guckte da um 02:00 Uhr nachts zum Fenster herein?


Regen

Mein direkter Nachbar ließ es gestern auf seinen so trockenen Garten regnen und es entstand ein wunderschöner Regenbogen, den ich schnell von meinem Balkon aus "einfing".

Samstag, 20. Juli 2013

Frühstück ist fertig 2

Endlich mal wieder gab es ein Mini-Familienfrühstück. Nur wir drei Frauleute, die Schwester, die Pflegeschwester und ich. Und natürlich Silas, der Hund.
Der durfte aber nur mit, weil wir uns entschlossen draußen zu frühstücken. Obwohl es noch empfindlich kühl war, nur 14 Grad. Aber sonst hätte der Hund im Auto bleiben müssen, denn die Pflegeschwester ist höchst allergisch gegen jede Art von Tierhaaren.
Und dabei suchte heute Morgen Silas immer ausgerechnet ihre Nähe.

                              

Es war das erste "Freiluftfrühstück" in diesem Jahr.

Freitag, 19. Juli 2013

Frühstück ist fertig ...

Unter diesem Motto haben wir vor zwei Jahren und auch letzten Samstag von der Gemeinde aus ein gemeinsames Frühstück auf dem Schulhof der Grundschule Gevelndorf (für den Ortsteil Gevelndorf) angerichtet.
Wir haben gemeinsam gefrühstückt und das mit vielen Leuten aus dem Ortsteil und aus der Gemeinde. Ganze Familien ließen sich einladen. Wir mussten noch Tische zustellen. Wir hätten noch viele Tische dazu stellen können.
Das Wetter spielte mir - Gott hat es geschenkt.





 
Immer mal wieder präsent sein als Kirchengemeinde und sichtbare Zeichen der verleiblichten Liebe Gottes setzen, das ist unser Beweggrund.