Er hat viel Unsinn gemacht, ist ja noch klein. Er ist schon groß, jedenfalls körperlich. Schließlich wird er ja mal ein großer Hund.
Gleich am ersten Tag ist er mit den Vorderpfoten auf den Küchenschrank gesprungen und hat sich von ganz hinten die Tüte mit seinem Futter geholt und ratzputz aufgefressen.
Also durfte ich gleich neues Futter kaufen.
Hatte er sein Wasser ausgetrunken, kam er mit seinem Napf im Maul ins Wohnzimmer und zeigte mir seinen leeren Napf.
Meinen Engel in der Treppe liebte er, holte ihn sich immer wieder zum Spielen, obwohl er das nicht sollte.
Saß ich auf dem Sofa, legte er seine dicken Pfoten auf meine Schulter, wollte mit mir spielen.
Hatten wir uns draußen müde getobt, dann verzog er sich in seine Kiste oder auf seine Decke. Ging ich allerdings nach oben ins Arbeitszimmer und an den PC, kam er sofort hinterher und legte seine Schnauze auf meinen Fuß und schlief weiter.
Seine Kiste ging nicht in meinen Kofferraum. Auf den Rücksitz des Autos passte sie. Doch da musste ich ihn heben und hineinschieben. Noch kann ich das, aber bald wird er mir zu schwer. Wir haben schon eine Lösung.
Unterwegs sind uns nur freundliche Leute begegnet, denn der kleine große Hund springt auf alle freudig wedelnd zu. Er ist ein Gemeindehund, kennt viele Leute.
Auf unseren Gängen durch die Brenge hat er mit manchen Hunden getobt, weil es da immer auch Hundebesitzer gab, die ihren Hund dann auch frei ließen, damit die beiden toben konnten.
Die Brenge ist ein beliebtes Gebiet für Hundebesitzer, weil man dort auf "freier Wildbahn" seinen Hund laufen lassen kann.
An der Leine laufen und dicht "beim Mann" zu bleiben, dass muss Silas noch lernen. Sonst zieht er mich demnächst durch die Gegend, weil ich ihn nicht mehr halten kann. Er ging zwar schon recht gut mit. Ich wohne ja an der Straße. Aber wenn gegenüber ein Hund oder auch ein Mensch zu sehen war, wollte er den begrüßen und ich musste ihn energisch festhalten. Vor Ampeln haben wir den Übergang geübt. Das klappte.
Im nächsten Monat geht es mir der Hundeschule los. Und am Ende des nächsten Monats soll er wieder ein paar Tage bei mir verbringen. Bis dahin muss er einiges noch lernen.












