Die habe ich heute Vormittag erlebt.
Ich wollte nur ein kleines Päckchen bei meinem Trainer (Osteoporose-Training) in den Briefkasten werfen. Seine Frau und er haben einen Sohn bekommen.
Seine Vermieterin war "per Zufall" am Fenster und konnte das Päckchen annehmen. Sie bat mich auch herein, da wir feststellten, dass wir uns aus der Gemeinde kennen. Und dann gab es ein langes und gutes, auch heilsames Gespräch.
Und da ich heute Morgen auch "per Zufall" eine Mail mit vielen bunten Anhängen für meine Schwester bekommen hatte, wollte ich die auf dem Wege bei ihr ins Arbeitszimmer legen. Denn ein farbiges Fax haben wir beide noch nicht.
Und was sehe ich vorm Pfarrhaus. Den Wagen meines Neffen. Der sollte eigentlich heute erst aus dem Kongo zurück kommen. War er auch und hatte sich gleich statt zum Studienort zum Heimatort aufgemacht. Seine Oma wird ja morgen beerdigt. Von ihrem Heimgang hatt er im Kongo erfahren, wo er sich zwei Wochen aufhielt.
Darum bin ich nicht nur schnell ins Arbeitszimmer gehuscht, sondern habe noch in der Pfarrerswohnung angeklopft. Und ich wurde zum Frühstück eingeladen, denn Vater und Sohn hatten sich gerade dazu hingesetzt. Und der Neffe erzählte von seinen Erlebnissen in den Gemeinden im Kongo. Es sprudelte nur so aus ihm hinaus.
Ich hatte ein wunderbares Frühstück und konnte mir noch dabei anhören, was die theologische Delegation so alles erlebt hat, bzw. was meinen Neffen am meisten beeindruckt hat.
Was für ein schöner Vormittag für mich.
Nachtrag: Und gerade war für eine Stunde eine ehemalige Schülerin bei mir (samt kleinem Yorkshire Terrier). Ob kleine oder große Kinder, bei Sorgen und auch manchmal bei Freuden kommen sie nach wie vor vorbei. Auch wenn ich längst nicht mehr in der Schule bin.