Sonntag, 26. Februar 2012

In Deinen Händen

Immer diese Technik

Der Digital-Receiver hat seinen Geist aufgegeben. Ich bekam ihn vor Jahren kostenlos bei einer Sonderaktion meines Anbieters. Und weil ich gerne mal in Bibel-TV reingucken wollte, schlug ich zu. Nach dem 1. Jahr gab es dann geringe Sondergebühren monatlich. Dafür kann ich alles Mögliche im Family-Programm sehen. Also, nach der ersten Begeisterung habe ich gar nicht so oft digital geguckt.
ABER: Wenn so ein Teil dann kaputt geht, dann ....
Dann brauche ich es plötzlich. Ja es fehlt mir richtig, dieses digitale Programm. Das normale Fernsehprogramm war auch nicht mehr so klar zu sehen, einige Sender total verschneit.
Macht nichts, sagt die Freundin, das kriege ich hin und besorge Dir auch einen neuen Receiver. Sie hatte ihn seinerzeit auch (mit vielen Schwierigkeiten) angeschlossen.
Mit ein paar Umsteckungen war das Fernsehprogramm wieder klar und Nenne konnte ihre Grippe vor dem Fernseher auskurieren. Die Freundin ging auf die Suche nach dem richtigen Receiver. Gar nicht so einfach, musste ja auch meine Chipkarte reinpassen.
Inzwischen die Bitte einer Organisation und einer anderen Freundin ihr Interview auf Bibel-TV zu beurteilen. Muss ich nie, ausgerechnet jetzt. Abgesagt. Kriege CD zugeschickt. Nun denn.
Gestern Anruf der Freundin. Steht vor Kauf des Receivers. Teurer als gedacht, da ja jetzt alle (oder viele) Receiver brauchen. Sie kauft für mich und kommt auch gleich zum Anbringen.
Bei Nenne geht nichts umkompliziert. Es dauert eine Stunde. War nichts mit einfach umstöpseln. Nee. Erst alles futsch, auch das normale Fernsehprogramm. Dann nur über Receiver. Und nach vieieieieieielem Umstöpseln, ändern und seufzen, geht jetzt als wieder wie geschmiert. Und das Interview kann ich morgen Abend auch noch sehen.
Nenne erledigt (obwohl nix getan), Freundin erledigt, weil viel getan.
Alle wieder glücklich und zufrieden. Es ärgert mich ungemein, wenn etwas nicht richtig klappt.
Jetzt kann ich in Frieden vor dem Fernseher meine Grippe (oder was das ist) auskurieren.

Freitag, 17. Februar 2012

Ausgekämpft

Uns verbindet eine jahrelange Geschichte. Manches Mal stand er vor meiner Tür, hatte sich ausgesperrt. Konnte nicht mehr laufen, weil er so voll war. Nur bis zu mir hatte er es noch geschafft. Wir brauchten den Schlüsseldienst. Der kannte ihn schon. Immer wieder hatte er trockene Phasen. Und dann schlug er wieder zu, heftig. Er war Radsportler.
Zuletzt trafen wir uns im letzten Sommer in der Stadt. Er war frohen Mutes, hatte eine Arbeitsstelle. Dorthin musste er mit dem Rad fahren. Das schaffte er nicht mehr ganz, hatte vom OFK ein Fahrrad mit Elektromotor vorfinanziert bekommen und zahlte es ab. Er war ganz glücklich, wieder einmal.
Gerade bekomme ich von einer wildfremden Frau eine Nachricht über Fb. Sie teilt mir mit, dass er gestorben sei und dass mein Name gefallen sei. Ich möge die Nachricht doch weitergeben an andere.
Ich weiß nichts Näheres. Ich weiß nur, er ist in Gottes Hand. Er ist daheim. Der Kampf hat ein Ende, der jahrelange Kampf gegen die Sucht, gegen den Alkoholismus.

Sonntag, 12. Februar 2012

Gottes Timing

Vorgestern, am Freitag, fand unser Dreier-Treffen bei mir statt. Wir treffen uns so alle drei Monate, die homöopathische Ärztin, die Kinder- und Jugendpsychologin und ich. Eigentlich wollte ich noch am Freitagmorgen absagen, als ich merkte, wie heftig meine Rundumerkältung war.
Ich tat es nicht, weil es immer so schwierig ist, einen gemeinsamen Termin zu finden.
Die Ärztin rief an, dass sie wegen eines Notfalls später käme und hörte meine Stimme.
Sie brachte alles mit, was ich brauchte. Sie ist meine Freundin und meine Ärztin. Sie blieb noch länger am Abend um sich näher mit meinem Gesundheitszustand zu befassen.
Gottes Timing: Das Treffen war bei mir.
Gottes Timing: Dass Margit vorher anrief. Ich hätte sie nicht angerufen, tue mich schwer damit.
Gott sorgt, über unsere (Un)Vernunft hinaus, ehe wir ihn darum bitten.
Er kennt mich!!!!!

Schnief


SCHNUPFEN

Beim Schnupfen ist die Frage bloß,
Wie kriege ich ihn - wieder los?
Verdächtig ist's: die Medizin
Sucht tausend Mittel gegen ihn.
Womit sie zu gibt, zwar um wunden,
Dass sie nicht eines hat gefunden.
Doch Duden sei als Arzt gepriesen,
Der Nießen milderte zu Niesen.
Der bisher beste Heilversuch
Besteht aus einem saubern Tuch,
Zu wechseln un- ununterbrochen
Im Lauf von etwa zwei; drei Wochen.
Zu atemschöpferischer Pause
Bleibt man am besten still zu Hause,
Statt, wie so häufig, ungebeten
Mit bei Konzerten zu trompeten.
Rezept: Es hilft nichts bei Katarrhen
Als dies: geduldig auszuharren.
Der Doktor beut hier wenig Schutz -
Im besten Fall niest er nur Nutz.

Dieses nette Gedicht bekam ich vorhin per Mail. Hustenanfälle ohne Ende. Rote Nase vom Triefschnupfen. Raue Stimme. Mich hat meine jährliche Erkältung dieses Jahr früh erwischt.

Dienstag, 7. Februar 2012

Wundersam

Glitzernde winzige Teilchen schwirren durch die Luft. Es sieht aus als ob ein Mückenschwarm vor dem Fenster tanzt. Angeblich soll es Schnee sein. Landet nur nicht auf der Erde, sondern schwirrt so durch die Gegend.
Um 10.00 Uhr zeigte das Thermometer an der Sparkasse Minus 16 Grad an. Da schien die Sonne. Jetzt, um 14.30 Uhr, verblasst sie langsam.
Wohl dem der einen warmen Ort hat, zu dem er heimkehren kann.

Montag, 6. Februar 2012

Sonntag, 5. Februar 2012

Feierwoche

Nun ist sie zuende, die Feierwoche.
Gestern sind wir schon früh am Morgen zur Nichte/Patentochter nach Mainz gefahren, um deren Geburtstag zu feiern. 5 Leute im Auto, Gepäck und Hund. Die Fahrt war abenteuerlich. Wir konnten uns nicht rühren. Meine linke Wade klebte an einem Eimer tief gefrorener Suppe. Auf dem Schoß eine Tüte mit heißen Brötchen frisch vom Bäcker. Den linken Ellenbogen in einer Tüte mit Hundenapf und Hundefutter. Als die Kälte am linken Bein durch den Stiefel drang, konnte ich wenigstens eine dicke Mütze zwischen Wade und Eisblock schieben. Erst da merkte ich ja was los war. Die Scheibenwaschanlage des Schwagers tat es nicht. Wir mussten unterwegs öfter an einer Tankstelle anhalten, um die Scheibe sauber zu machen. Selbst das Zeugs, was wir beim ersten Stopp gekauft und in die Anlage gekippt hatten, half nicht.
Wir sind heil gelandet. Es war ein wunderbarer Tag bei der Nichte mit Familie und engen Freunden der Familie.
Abends feierte sie dann mit ihren Freunden aus Mainz. Da machten wir Alten uns auf den Weg zurück. Wir waren eine Person weniger. Die Scheibenwaschanlage ging. Ich wurde wohl behütet vor meiner Haustür rausgeschmissen. Und das, was wir morgens bei mir aus dem Wagen geräumt hatten, damit ich wenigstens sitzen konnte, wurde wieder eingepackt.
Nun brauche ich bitte mal wieder ein paar "normale" Tage.

Freitag, 3. Februar 2012

Geburtstage

In dieser Woche wimmelt es von familieren Geburtstagen. Der von meiner Schwester ist immer ein Gemeindefest. Alle sind eingeladen. Viele kommen.
Es galt Schlange zu stehen, um der Pastorin gratulieren zu können. Geduld tat Not. Doch wir sind eine geduldige Gemeinde.




Eine Willkommensrede zur Eröffnung der Kaffee-Runde vom Geburtstagskind.


Der Schwager (mit beschriftetem T-Shirt) saß auch unter den Gästen. Er hatte für die Suppen gesorgt, die es abends u.a. gab.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Heimgangen

Gerade kam die Nachricht. Sie ist heimgegangen. Sie darf nun schauen, was sie geglaubt hat. Schwer ist nur, unsere liebe Heingegangene, von der ich im letzten Beitrag schrieb, hinterlässt einen schwer autistischen erwachsenen Sohn. Er lebt in einem Heim, seit sie die Pflege nicht mehr leisten konnte. Nun beten wir für ihn ganz besonders.

Gottes Wege

Am Sonntag haben wir das Café Faithbook eröffnet. Heute stand ein Bericht mit Bild in der Tagespresse. Und eine von uns, die auf dem Foto ist, liegt im Sterben. Am Montag ist sie in der Praxis ihres Orthopäden zusammen gebrochen und seitdem auf der Intensivstation. Von da an rechnet man jeden Moment mit ihrem Heimgang. Die Schwester ist viel da. Und wir wissen unsere Kranke geborgen in der Liebe Gottes. Sie weiß es auch.