Am Gründonnerstag brachte mir die junge griechische Ehefrau von den Nachbarn über mir einen Osterzopf. Sie meinte, es sei bei Ihnen Tradition diesen zu backen und sie wollte mir eine Freude machen. Einfach schön, so ein Gruß.
Karfreitag ging es nach dem Gottesdienst mit der ganzen Familie und allen Kindern samt Anhang und Hunden nach Haiger zur Freundin. Sie ist Witwe. Ihre Söhne samt Anhang und Enkelkind waren auch da.
Unsere Kinder sind herzlich miteinander befreundet.
Meine Nichte und die Partnerin eines der Freunde hatten viel auszutauschen, beide sind schwanger. Die eine sogar mit Zwillingen (nicht meine Nichte).
Am Samstag kamen sie alle zum Osterfrühstück zu mir. Wie in alten Zeiten waren wir mal wieder alle beisammen. Der Tisch musste zweimal ausgezogen werden, damit alle Platz fanden.
Und weil es so schön und so lebhaft war, habe ich total vergessen zu fotografieren.
Am Nachmittag ging's zum Eierfärben ins Kirchenhaus. Dort färbte der OFK 400 Eier für das Osterfrühstück und den Ostergottesdienst am Sonntag. Volles Haus beim Eierfärben, weil alle mit Kind und Kegel und Hunden erschienen waren. Fröhliches Chaos war angesagt. Doch die meisten Eier blieben ganz.
Osterfrühstück heute morgen. Volles Haus, auch die Stehtische mussten genutzt werden. Doch unsere Lieben hatten gut vorgesorgt, so gut, dass das Frühstücksbüfett nach dem Gottesdienst noch einmal bestückt werden konnte.
Ein proppenvoller Ostergottesdienst voll von der Osterbotschaft und dem Osterjubel des Chorals "Wir wollen alle fröhlich sein" und dem neuen Song "Feiert Jesus kommt feiert ihn", bei dem kräftig mit geklatscht wird. Eine eindrückliche Osterpredigt über Maria Magdalenas Erstaunen am leeren Grab und ihre Begegnung mit dem Auferstandenen.
Traditionsgemäß bekommt unsere Stadt an Ostern Besuch von der Partnerstadt Brighouse. Und die Brighouse-Gesellschaft besucht dann mit der Delegation aus Brighouse einen Gottesdienst. Dieses Jahr hatten sie uns ausgeguckt. Und so wurde die Schriftlesung von einem Engländer in Englisch gehalten und dann noch mal von einem Mitglied aus unserem Liturgieteam in Deutsch. Unsere Mädelsband sang englische Lieder. Und wenn die Lieben vielleicht nicht so viel von der Predigt verstanden haben, so haben sie doch sicher die Atmosphäre des Gottesdienstes mitbekommen.
Jeder bekam beim Eingang in die Kirche ein Ei und eine Osterkarte und einen Drücker von der Pastorin. Beim Ausgang gab es den Drücker noch mal. Aber nur für die, die auch wirklich das Gebäude verließen. Es blieben noch viele zurück, gingen ins Kirchenhaus um sich zu stärken oder saßen auf der Terrasse.
Morgen fahre ich dann recht früh los um rechtzeitig zu einer Goldenen Hochzeit zu kommen die in einem kleinen Flecken hinter Werther/Halle gefeiert wird, erst in der Kirche und dann in einer Deele nebenan.
Reiche volle Ostertage - geschenkte Tage - geschenkte Begegnungen.
Dazu die Osterbotschaft in vielfacher Form auf vielfache Art und Weise.
Ich bin reich beschenkt.