Dienstag, 30. November 2010

Sachen gibt's

Da bekomme ich soeben eine Mail aus Biberach. Eine Diakonisse, die jetzt dort in einem Altenheim  lebt, grüßt mich zum Advent und schickt mir in der Mail einen kopierten Text. Sie meint, der würde mir gefallen. Ich denke: "Nanu, den kenne ich doch." Kommt öfter vor, dass ich Texte kenne, die sie mir schickt. Und dann habe ich gelacht und mich gefreut. Sie hat den Text von hier kopiert.
Und jetzt schreibe ich ihr gleich, dass ich den Verfasser kenne, nicht persönlich, aber inzwischen schon seine Stimme. Die Welt ist klein, weiß ich. Der Kreis schließt sich, weiß ich.
Ich bekomme einen Text zwei Mal geschenkt. Danke Andy, danke Elsbeth.

Sonntag, 28. November 2010

Schlüsselloch

Advent ist wie ein Schlüsselloch, durch das ein heller Schein auf unseren manchmal etwas dunklen Erdenweg fällt.
Diesen Vers schrieb mir heute ein lieber Freund, der auf den Bescheid wartet, Krebs oder nicht Krebs. Bis Donnerstag muss er warten, sich gedulden und die Folgen einer OP verkraften. - Wir beten.

Schlange

Schlange stehen vor der Kirche, am 1. Advent, ja das gibt es. Beide Kirchentüren zum Kirchenflur sind geöffnet und es bildet sich im Flur zur Kirche eine lange Schlange. Die Pastorin begrüßt alle persönlich und drückt die meisten an ihr Herz (und an den neuen Talar, Schminkflecken schon vorhanden). Um 10.00 Uhr beginnt der Gottesdienst. Um 10.10 Uhr herzte sie noch immer. Die Orgel beginnt irgendwann zu spielen, es muss ja los gehen. Die Leute müssen stehen, auch als die Kinder nach dem Kinderlied zum Kindergottesdienst und zur Kinderbetreuung abgezogen sind.
Es ist rundum adventlich, am Adventskranz im Altarraum brennt eine Kerze. Die Pastorin predigt heute über den Ausspruch von Maria: "Siehe ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie Du gesagt hast." Luk. 1,38 (mein Konfirmationsspruch). Und dazu passt, dass heute die Kollekte für schwangere Frauen in Not ist. Gottes Zusammenfügen. Bewegende Beispiele aus dem heutigen Alltag machen die Aussage des Textes deutlich.
Und dann war da noch ein Goldhochzeitspaar, das gerne gesegnet werden wollte. Er in seiner Soldatenuniform, in der er auch geheiratet hatte. Und einige seiner Kameraden von damals waren auch in Uniform da.
Ein Kind wurde gesegnet, eines getauft. Beide Familien der Täuflinge trugen zur Gestaltung der Taufe bei. Und nachher saßen alle mit im Kirchencafé, samt ihren Gästen. Es war alles überfüllt, wir hatten alle Hände voll zu tun, Gespräche ohne Ende. Das Waffeleisen der Jugend glühte.
Erst gegen 14.00 Uhr war Aufräumen und Spülen angesagt.

Nachhilfe

Danke Andy! Es hat geklappt!!!!!
Gestern habe ich hier noch wegen des virtuellen Adventskalenders gepostet. Hao hatte mich gebeten einen Permanent-Link zu setzen. Wollte ich gerne tun. Ich habe gegoogelt, unter Hilfe bei blogger geguckt. Nix da, ich fand nix. Letzte Rettung eine Mail an Andy, der auch bei blogger postet. Und schwupps hatte ich ihn am Telefon, hörte zum ersten Mal seine Stimme. Irre und toll. Da fast gleichzeitig die Schwester im Anmarsch war, gab es eine Kurzanleitung von Andy per Telefon. Ich habe es geschafft. Zwar ist das Gadget nicht genau an der Stelle wo ich es haben wollte, aber es steht da. Die Überschrift habe ich auch nicht fett und größer hingekriegt, aber es steht da. (Wiederholung, ich weiß, ist aber gewollt.)
Andy, Du bist ein Lehrer der Superklasse!

Samstag, 27. November 2010

Einladung

Hao Hebbinghaus bietet in seinem Blog http://lebensmut.wordpress.com/ ab dem 1. Advent wieder seinen virtuellen Adventskalender an. Wer sich unter naschalnik@gmx.de anmeldet, bekommt an jedem Tag in der Adventszeit eine Mail mit einem geistlichen Impuls zugeschickt. Alle Mails weisen durch Bilder und Töne ein ansprechendes Outfit auf.
Die Einladung zum Adventskalender und auch eine Beschreibung ist hier zu finden.

Gute Taten

Der Weihnachtsmarkt der guten Taten ist geschafft. Dieses Mal waren es nur 17 Stände und Organisationen, die mitgemacht haben. Alle verkaufen für einen "guten Zweck". Der Erlös ist komplett dafür bestimmt. Im letzten Jahr sind viele Stände bei Sturm und Regen kaputt gegangen. Nicht alle haben sich davon erholt. Es drohte das Aus für diesen alternativen Weihnachtsmarkt, da die Welthilfe ihn dieses Jahr nicht stemmen konnte. Eine Frau aus den Organisationen hat sich stark gemacht, hat alles auf ihre Schultern genommen.
Und heute war es knacke kalt, aber wunderbar klar. Und diese 17 Stände hatten zu tun, wie seit Jahren nicht mehr. Und viele Gespräche wurden geführt. Im Gemeindezentrum der Kirche in der Stadtmitte gab es ein buntes Rahmenprogramm. - Es war toll, auch wenn wir alle nun durchgefroren sind. Der OFK hat mit seinem "Edeltrödel", herzhaften und süßen Waffeln, heißen Würstchen und Kaffee wieder gut auf sich aufmerksam gemacht. Fotos? Ich habe nur welche vom letzten Jahr und da sieht es finster aus.
"Gott sei Dank" für diesen Tag.

Freitag, 26. November 2010

Niemand nicht

Morgen kommt "niemand nicht". Seit ewigen Zeiten war das Familienfrühstück vor dem ersten Advent ein besonderer Höhepunkt. Alles festlich geschmückt. Kleine adventliche Präsente für jeden. Der Beginn des Advent wurde gefeiert. Das muss ich nun alleine tun.
Die "Kinder" samt Freunden sind beim jüngsten Sohn der Schwester an dessen Studienort. Er ist erst seit Oktober in Karlsruhe. Ich finde es toll, dass sie sich alle dort treffen. Ihre Adventspäckchen haben sie alle drei schon bekommen.
Der Schwager muss schuften. Die Schwester hat gestern abgesagt, muss den Weihnachtsmarkt der guten Taten eröffnen und auch beim Aufbau und beim Verkauf helfen. Sie kann keine Zeit abzwacken. Unter diesen Umständen kommt die Vizeschwester auch nicht, sie ist auf dem Weg von Berlin zurück nach hier, will dann die Zeit anders nutzen.
So wird es wohl in den kommenden Jahren auch sein.
Schade, aber die Zeiten ändern sich (tolle Weisheit).

Dienstag, 23. November 2010

Lichter

Am Tag nach Totensonntag fing bei uns im Elternhaus Advent an. Da wurde alles adventlich geschmückt. Mein Vater freute sich schon seit dem Frühsommer darauf, eigentlich schon seit Anfang des Jahres. Mutter holte alles hervor, was es gab.
So halte ich es auch. Und in diesem Jahr konnte ich es kaum erwarten. So grau, so schwer waren und sind die Tage, nicht nur äußerlich (Wetter) sondern auch im Freundes- und Bekanntenkreis. Schwere Krankheit, Not, Zerrissenheit.                          
Da brauchte ich schon für mich "Licht der Hoffnung". Und so leuchtet er schon nach vorne hinaus, der schlichte Schwibbogen aus dem Elternhaus. Und nach hinten hinaus leuchtet der Holzsstern. Ihn habe ich vom Leiter des Fachkrankenhauses bekommen, als ich dort, lange nach meiner Therapie einmal Dienst tat. An beiden Lichtgebern hängen Erinnerungen. Beide sollen Hoffnungszeichen sein. Nach vorne für die Autofahrer, die oft an der Ampel halten müssen, nach hinten für die vielen Schulkinder, die morgens den Weg gehen, ach einfach für alle, die diese Adventsboten sehen.

Sonntag, 21. November 2010

Ewigkeitssonntag

Im Volksmund heißt er noch Totensonntag, der Ewigkeitssonntag.
In unserer Kirche wurden heute die Namen all der Menschen vorgelesen, die im Laufe eines Jahres in unserer Gemeinde verstorben sind. Und für jeden Namen wurde ein Teelicht entzündet und ins Kirchenfenster gestellt.
Es waren viele Namen, Menschen von jung bis alt. Da ist manchem das Liebste entrissen worden, was er hier auf der Erde hatte. Da waren Menschen bei, von denen ich dachte, dass sie noch so nötig gebraucht würden, dass sie noch so viel hätten tun können, auch für das Reich Gottes.
Und dann ist mir wieder ganz neu aufgegangen. Keiner ist unentbehrlich. Wenn Gott jemanden heim ruft, dann ist die Zeit da. Gott bewertet uns nicht nach unserer "Verwertbarkeit". Er setzt andere Maßstäbe. Wie tröstlich, wie heilsam. Und wie gut, dass wir nicht zu entscheiden haben, wer noch gebraucht wird und wer nicht. Ich wäre, glaube ich, schnell bei der Verwertbarkeit.

Samstag, 20. November 2010

Kleine Welt

Ich hatte mal wieder (kommt jetzt öfter vor) nicht damit gerechnet, dass jemand zum Familienfrühstück kommen würde. Pustekuchen. Wir waren zu 6.
Der Neffe, der sich schon bis Weihnachten verabschiedet hatte, war vom Studienort gekommen, weil seine Freundin sich vor Heimweh nach ihm verzehrt.
Der Freund der Nichte meldete sich auch an. Mein Schwager konnte doch. Und der Patensohn (nicht verwandt) wollte kommen und jemanden mitbringen. Die anderen verrieten es, weil sie früher da waren. Der Patensohn hat eine Freundin, eine Kommilitonin des 2. Neffens. Jawohl, die brachte er mit.
Wir haben uns alle sehr gut und lebhaft unterhalten. Und irgendwann fiel bei der Freundin das Wort Bethel. Ich hakte nach. Und dann bohrte ich etwas. Und siehe da, die Freundin ist die Enkelin einer Jugendfreundin von mir, mit der ich immer noch Kontakt habe. Verrückt, wie sich solche Verbindungen durchs Leben ziehen. Die Freundin studiert in Wuppertal (und ihren Vater kenne ich auch), die Oma der Freundin lebt heute in Bethel, stammt von hier aus unserer Gemeindejugend, ist in meinem Elternhaus ein- und ausgegangen, heiratete nach Bielefeld. Und ihre Enkelin verliebt sich ausgerechnet in einen meiner Patensöhne von hier. Da schließt sich dann wieder der Kreis.

Mittwoch, 17. November 2010

Beeindruckend

Im Alzheimerblog wird auf eine Seite mit einer Fotosrie verwiesen.
Ich habe mir die Fotos angeschaut und bin unglaublich beeindruckt mit welcher Sensibilität der Fotograf sich des Themas angenommen hat. Anschauen lohnt sich!

Montag, 15. November 2010

Pfützenpfad

Pfützenpfad (Jörn Heller)

Samstag, 13. November 2010

Land unter

Zwischen 50 - 80 Liter Regen pro Quadratmeter sind heute im Sauerlang herniedergegangen. Da haben selbst Orte, die das sonst nicht kennen Land unter. In Menden ist das kleine Flüsschen Hönne zum reißenden Strom geworden. In Herscheid, Meinerzhagen, Altena, Iserlohn und in Gummersbach haben die Kanäle die Regenfluten nicht fassen können, weil sie noch vom Herbstlaub verstopft waren. Am Donnerstag lag in Herscheid eine 40 cm hohe Schneedecke. Die war gestern schon wieder futsch.
Wie gut, dass in unserer Stadt die Männer von der Stadtreinigung in der vergangenen Woche alle Kanaldeckel angehoben und alle Kanäle von Laub befreit haben. So gab es von uns keine Katastrophenmeldung in den Nachrichten.
Ganz NRW hat es heftig getroffen.
Der Regen hat etwas nachgelassen.
Im Sauerland soll es heute Nacht ab 2.00 Uhr noch einmal richtig los gehen.

Gefallener Engel

"Carmen" hat meinen Engel zu Fall gebracht.
Endlich hatte ich mein Geburtstagsgeschenke vom letzten Jahr wirklich bekommen. Meine Schwester hatte mir seinerzeit einen großen Holzengel geschenkt und nach zwei Tagen wieder abgefordert, weil sie ihn so gut als Geschenk für eine Kirchengemeinde gebrauchen konnte. Ich sollte ihr den Meinigen so lange abtreten, bekäme einen neuen. Pustekuchen. Es hat bis auf wenige Wochen ein Jahr gedauert. Also, letzten Sonntag konnte ich meinen 95 cm großen Engel abholen. Die Zimmerer waren nicht früher dazu gekommen, ihn fertig zu stellen. Er kam auf den Balkon, gut beschützt von beiden Seiten und auch überdacht und auch vor "Carmen" in einer Ecke in Sicherheit gebracht.
Pustekuchen. In der Nacht hat sie ihn gefällt, die gute "Carmen". Nun ist ein Flügel ab, nicht gebrochen, sondern von der Klebestelle gelöst.
Nun muss das gute Stück zum Engeldoktor.

Freitag, 12. November 2010

Gnade der Begegnung

Es war Geschenk, es war Gnade. Der Tag mit den beiden Lieben war einfach wunderschön. Wir haben uns umarmt, erzählt, Erinnerungen ausgetauscht, uns gegenseitig wohl getan, miteinander gebetet.
Sie sind heil bei schönem Sonnenschein mit ihrem 21 Jahre alten Benz über die Landstraßen der Welt nach hier gekommen. Zurück sind sie über die Autobahn gefahren, bei strömendem Regen und beginnendem Sturm. Sie sind bewahrt heimgekommen.
Gott schenkt Gnade der Begegnung - auch bei geplanten Begegnungen.
Danke Herr Jesus für diesen wunderbaren Tag. Danke Ihr Lieben, dass Ihr den Weg zu mir auf Euch genommen habt.

Donnerstag, 11. November 2010

Warten

Warten fällt mir schwer, ist es immer schon.
Doch nun warte ich, warte auf meinen Besuch, der in etwa einer halben Stunde bei mir ankommen will.
Der Freund aus Jugendtagen hat Geburtstag, will nicht zu Hause sein. So wollen er und seine Frau den Geburtstag bei mir verbringen. Zum Essen bin ich eingeladen, musste nur den Tisch bestellen.
14 Jahre haben wir uns nicht gesehen. Zu seinem 60. seinerzeit (vor 14 Jahren) war ich der Überraschungsgast, davor hatten wir uns Jahrzehnte nicht gesehen. Seit zwei Jahren ist er im Internet unterwegs und wir in ganz regelmäßigem Kontakt. Er war (und ist immer noch) Gemeindeleiter einer landeskirchlichen Gemeinschaft.
Sie kommen mit einem 21 Jahre alten Benz. Ich bin ganz aufgeregt und ich freue mich.
Heftiger Wind kommt gerade auf, für heute Abend ist Sturm angesagt. Gott bewahre die Lieben auf ihrer Fahrt.

Dienstag, 9. November 2010

Einfach so .....

So ein Tag:

Heute Morgen auf dem PC eine Mutmachkarte mit Bibelvers, ein Gruß - einfach so. Danke
Eine Dankesmail vom jüngeren Neffen, er freut sich schon aufs nächste Päckchen. Danke
Vorm Training Altpapier und gelben Sack weg gebracht und noch alles eingekauft. Und trotzdem pünktlich, weil der Supermarkt so leer war. Danke
Beim Fleischer im Supermarkt "zufällig" das Fleisch (Wild) gesehen, was ich für Weihnachten (10 Personen) brauche. Es ist genau die Menge da, die ich brauche, nicht mehr und nicht weniger. Danke
Auf dem Rückweg fällt mir siedend heiß ein, dass eine Freundin und ein Patenkind diese Woche Geburtstag haben. Ich muss die Päckchen heute noch packen. brauche passendes Verpackungsmaterial. Ist mir noch rechtzeitig eingefallen. Danke
Fleisch schnell eingefroren, die Lieben können zu Weihnachten kommen. Danke
Päckchen gepackt und noch rechtzeitig zur Post gebracht. Danke
Noch Schwung zum Fernsterputzen, damit der Besuch Donnerstag rausgucken kann. Danke
Ich sitze am PC, schreibe einen schwierigen Brief. Es schellt und die Freundin steht vor der Tür um mir einen Gruß zu bringen, ein Glas Honig, schön verpackt, eine Karte (mit einem humorvollen Spruch) und ein Herz. Sie muss weiter. Wollte mir nur schnell was Gutes tun - einfach so. Danke

Und der Tag ist noch nicht zu Ende. Was hat Gott noch alles für mich bereit - einfach so.

Montag, 8. November 2010

Lebenszeichen

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                          Rauchzeichen: 

Mich gibt es noch, aber irgendwie komme ich mit meiner Zeit und Kraft im Moment nicht so gut klar. Darum: s. voriger Post.

Dienstag, 2. November 2010

Montag, 1. November 2010

Top-fit

Sie ist wieder daheim, meine Patentante. Ganz vorsichtig habe ich geschellt, wusste nicht genau ob bei ihr oder bei ihrem Sohn. Also Sohn, dann hörte ich ihre Stimme und schellte auch bei ihr. Beide machten mir auf. Meine 90-jährige Patentante fuhr im Rollstuhl auf mich zu, fröhlich, munter und geistig top-fit. Nur das Laufen klappt noch nicht wieder. Und dann haben wir drei Stunden gequatscht. Sie hat bestimmt, wie eh und jeh, was wir essen sollten. Sie wollte uns, dem Sohn, dessen Freund und mir Gutes, auch wie eh und jeh. Wir kamen nicht gegen sie an. Dabei haben wir Tränen gelacht, auch sie. Ich hatte schon lange keinen so vergnüglichen Nachmittag mehr.