Wer hätte gedacht, dass die erste Nutzung unseres Mehrgenerationen-Projektes die Nachfeier zur Trauerfeier unseres 19-Jährigen sein würde.
Wir hatten eine gestopft volle Kirche. Die Leute, hauptsächlich Jugendliche, standen in Gängen und Fluren. Und es wurde eine bewegende und begnadete Stunde des Evangeliums mit viel Raum zum Weinen, zum Singen, zum Danken, zum Klagen.
Die gemeinsamen Lieder und auch die Lieder, die Musiker aus unserer Gemeinde spielten und sangen, hatte die Schwester des Verstorbenen ausgesucht, die Freundin meines Neffen.
Wir sind ja alle mit betroffen. Und meine Schwester, die Pastorin, spürte die vielen Gebete der Gemeinde hinter sich. Viele SMS, die sie bekommen hatte, weil Menschen gerade in dieser Stunde für sie beteten.
Und dann war Zeit zum Abschied am Sarg, denn die Urnenbestattung ist später irgendwann. Nebenan im Kirchenhaus und in den Gartenanlagen saßen die vielen Menschen, meistens Jugendliche. Und immer wieder ging jemand noch einmal in die Kirche, stand am Sarg, nahm Abschied oder zündete ein Teelicht an.
Es ist und bleibt schwer und doch war es so ein versöhnlicher Abschied. Eine gute Stunde des sich Erinnerns und besonders eine Stunde des Evangeliums.
Alzheimer und wir …
vor 6 Jahren





























